Formula Student - Teamvorstellung - WHZ Racing Team

Horst und eHorst

Die Studenten der Westsächsischen Hochschule in Zwickau bauen seit 2007 Rennwagen für die Formula Student.

Motorsport-Magazin.com - Horst, Olaf, eHorst, eGon und eMil - während sich vielleicht viele gerade fragen, um wen es sich bei diesen Namen handelt, gibt es für die Studenten der Westsächsischen Hochschule in Zwickau (WHZ) nur eine Antwort: "Das sind die Spitznamen der 7 Rennwagen, die das WHZ Racing Team selbst entwickelt, konstruiert und gefertigt hat."

Die Wurzeln für die Erfolgsgeschichte des sächsischen Automobilbaus liegen in Zwickau; im Rennsport besonders durch die Erfolge der Auto-Union Silberpfeile aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Unter dem Leitspruch "Innovation meets tradition" gründete eine kleine Gruppe von Studenten der Hochschule in Zwickau das WHZ Racing Team, um diese Tradition weiterzuführen. So brachte das Team im Jahre 2007 im Rahmen der Formula Student wieder einen Rennwagen aus Zwickau an den Start.

Das WHZ Racing Team durfte sich 2012 über einige Erfolge freuen - Foto: FSG Grams

Mittlerweile besteht das Formula Student Team aus Zwickau aus knapp 60 Studenten der WHZ, die sowohl aus dem technischen, als auch aus dem wirtschaftlichen Fachbereich kommen. Innerhalb des Teams erfolgt die Konstruktion und Fertigung des Rennwagens durch die folgenden fünf Subteams im technischen Bereich: Powertrain, Suspension, Frame&Body, Electrics und Electronics. Die drei Subteams im wirtschaftlichen Bereich sind Finance, Marketing und Public Relations. Sie kümmern sich um alle wirtschaftlichen und organisatorischen Aspekte im Projekt.

Mit der Saison 2012/13 startet für das Team die siebte Saison in der es einen neuen Rennwagen konstruiert, fertigt und damit an den internationalen Wettbewerben der Formula Student teilnimmt. Der Fuhrpark des Teams besteht inzwischen aus sieben Fahrzeugen, wovon vier von einem Verbrennungsmotor und die anderen drei von Elektromotoren angetrieben werden.

Dem Team stehen an der WHZ eine eigene Werkstatt, drei Büros und ein Konferenzraum zur Verfügung. Jedes Subteam trifft sich einmal pro Woche zum Team-Meeting um alle Zuständigkeiten zu vergeben und Aufgaben, die im jeweiligen Bereich anfallen, aufzuteilen. Außerdem werden im wöchentlichen Teamleitertreffen alle aktuellen Stände besprochen und entscheidenden Neuigkeiten rund um das Projekt abgeklärt.

Da ein solch professionelles Projekt nicht allein von Studenten gestemmt werden kann, dürfen die Zwickauer auf tatkräftige und zuverlässige Unterstützung zahlreicher Unternehmen zählen. Sowohl namhafte Größen der Automobil- und Zulieferindustrie, also auch kleine und mittelständische Unternehmen verschiedener Branchen fördern die Nachwuchstalente von morgen. Dabei sponsern die Unternehmen das Team sowohl mit finanziellen Mitteln, als auch mit Sach- und Dienstleistungen, wie zum Beispiel das Bereitstellen von elektrischen Messgeräten oder Fertigungsleistungen, und natürlich dem fachlichen Know-How. Ohne die Hilfe der Sponsoren wäre das Projekt nicht umzusetzen.

Mit der erstmaligen Teilnahme im Jahr 2007 sammelten die jungen Zwickauer erste Erfahrungen im Rennsport. Durch konstante Weiterentwicklungen und unzählige Stunden Konstruktionsarbeit konnte das WHZ Racing Team mit dem Schwan auf der Brust in den darauffolgenden Jahren stetig bessere Leistungen erzielen. Somit waren dann auch Spezialpreise und Podiumsplätze in den Einzelwertungen keine Seltenheit mehr. Zwischen großen Namen wie München, Zürich oder Stuttgart ist die Hochschule Zwickau ein anerkannter Konkurrent und schaffte es bereits in die Top Ten der Weltrangliste. Nachdem mit dem zweiten Platz unter den Elektrorennern in Silverstone bereits sichtbar wurde, zu welchen Leistungen das Fahrzeug, der FP612e "eMil", fähig ist, folgte zum Event in Deutschland ein kleiner Rückschlag. Umso motivierter reisten die Studenten aus Zwickau nach Italien, zur Formula Electric Italy, und brillierten sowohl in den statischen als auch den dynamischen Disziplinen. Der verdiente Erfolg äußerte sich dann in dem Gesamtsieg des Events. So kehrten die Zwickauer mit Stolz und ihrer ersten Platz-1-Trophäe nach Hause zurück.


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