Formel E - Las Vegas eRace: Niederländer gewinnt Rekord-Preis

Strafe entscheidet das Rennen

Der Niederländer Bono Huis gewinnt in Las Vegas das erste eRace der Geschichte und kassiert ein Rekord-Preisgeld von mehr als 200.000 Dollar.
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Motorsport-Magazin.com - Die Formel E hat einmal mehr Geschichte geschrieben. In Las Vegas trafen im legendären Hotel The Venetian die 20 Piloten der Elektrorennserie auf zehn Simracer und duellierten sich in einem virtuellen Rennen durch die Straßen der Glücksspielerstadt um einen Jackpot von einer Million Dollar.

Am Ende hatte der Niederländer Bono Huis die Nase vorne und sicherte sich 200.000 Dollar für den Gewinn des Rennens sowie weitere 25.000 Dollar für die Pole Position. Damit durfte sich der Pilot von Faraday Future Dragon Racing über das größte Preisgeld freuen, das in der Geschichte des Racing eSports vergeben wurde.

Strafe nach dem Ende des Rennens

Huis dominierte jede Session des Events und führte das Rennen überlegen an, ehe es zu einer technischen Panne kam. Im Zuge des vorgeschriebenen Autowechsels verlor der Niederländer die Führung an den Finnen Olli Pahkala, die dieser bis zum Fallen der Zielflagge nicht mehr abgab.

Allerdings profitierte Pahkala davon, dass sein Fanboost, der ihm zusätzliche Power verlieh, statt nur wenigen Sekunden über mehrere Runden andauerte, weshalb der Mahindra-Pilot nachträglich eine Zeitstrafe von zwölf Sekunden auferlegt bekam und hinter Huis sowie Felix Rosenqvist, den besten regulären Formel-E-Piloten, auf Platz drei zurückfiel.

Mit Jose Maria Lopez, Sam Bird, Daniel Abt und Nelson Piquet konnten sich neben Rosenqvist vier weitere echte Piloten in den Top-10 platzieren. "Nach dem ersten freien Training habe ich ein bisschen Angst gehabt, dass ich mich ganz weit hinten wiederfinde", sagte Abt. "Umso glücklicher bin ich mit dem Platz in den Top Ten - nach dem Start von ganz hinten fühlt sich das wie ein Platz auf dem Podium an."

Di Grassi muss zusehen

Pech hatte indessen Lucas di Grassi, der zweite ABT Schaeffler Audi Sport-Pilot, denn für den Brasilianer war das Rennen vorbei, bevor es überhaupt erst begonnen hatte. Der Simulator des Vizechampions streikte, so dass der Brasilianer den Showdown zusammen mit den Zuschauern verfolgen musste. "Wirklich schade. Aber es war eine absolute Weltpremiere, bei der man nun einmal mit kleinen Kinderkrankheiten rechnen muss", meinte di Grassi.

Der Deutsche Patrik Holzmann, der als Fan zum ABT-Team gestoßen war, trumpfte im Zeittraining mit einem starken siebten Platz auf, musste das Rennen aber schon in der ersten Runde nach einem kurzen Kontakt mit der Mauer beenden. "Trotzdem waren die Tage hier in Las Vegas, mit der Formel E und dem Team ein tolles Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde."


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