Formel E - Buemi gewinnt in Marrakesch trotz Strafversetzung

Erstes Podium für Rookie Rosenqvist

Sebastien Buemi hat sich bei der Formel-E-Premiere in Afrika den Sieg geholt. Der Renault-e.Dams-Pilot kämpfte sich von Platz sieben nach vorne.
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Motorsport-Magazin.com - Sebastien Buemi gewinnt den ersten ePrix der Formel E in Afrika. Der Renault-e.Dams-Pilot war nach einer Strafversetzung von Platz sieben losgefahren und konnte sich im Laufe des Rennens, dank der richtigen Strategie, den ersten Platz sichern. Es ist Buemis achter Formel-E-Sieg. Sam Bird beendete das Rennen auf dem Circuit International Automobile Moulay el Hassan auf Platz zwei. Rookie Felix Rosenqvist sicherte sich Position drei.

Die Startaufstellung: Felix Rosenqvist fuhr in Marrakesch in der Super Pole zum ersten Mal auf die Pole Position und war damit schneller als Meisterschaftsführender Sebastien Buemi, der auf Platz zwei landete. Sam Bird qualifizierte sich auf Platz drei, vor Nelson Piquet Jr. und Jean-Eric Vergne auf Position vier und fünf. Daniel Abt verpasste mit Platz sechs knapp die Chance auf einen besseren Startplatz in der Super Pole. Nick Heidfeld qualifizierte sich auf Rang elf, Lucas di Grassi auf Platz 12 und Maro Engel auf Position 14.

Buemi wurde nach dem Qualifying mit einer 5-Platz-Rückversetzung belegt, weil sein Feuerlöscher im Auto zu wenig Gewicht hatte. Der Renaul e.Dams-Pilot startete damit von Platz sieben in das Rennen.

Rosenqvist blieb beim Start vorn - Foto: Formula E

Der Start: Polesetter Rosenqvist behielt die Führung am Start. Bird reiht sich gleich dahinter ein, vor Piquet Jr. Auch Vergne behielt seine Startposition, genauso wie Abt auf Platz fünf. Meisterschaftsführender Buemi, der von Platz sieben losgefahren war, konnte zu Beginn noch keine Plätze gut machen.

Der Rennverlauf: Lucas di Grassi, der von Platz zwölf losgefahren war, startete in Runde drei den ersten Angriff des Rennens und eröffnete damit seine Aufholjagd. Der Abt-Pilot schnappt sich in weiterer Folge Nick Heidfeld, Robin Frijns, Oliver Turvey, Maro Engel und Stephane Sarrazin.

Unterdessen konnte auch Buemi erste Plätze gut machen. Der Schweizer kämpfte sich an Teamkollege Nico Prost, Daniel Abt und Nelson Piquet Jr. vorbei und reihte sich kurz vor den Boxenstopps auf Position vier ein.

Buemi Gewinner der Boxenstopps

In Runde 16 eröffneten Rosenqvist, Vergne und Piquet Jr. die Boxenstopps, eine Runde später folgte der Rest des Fahrerfelds - inklusive Buemi und Bird. Diese Runde Unterschied war letztendlich die Rennentscheidung, denn obwohl Rosenquvist nach seinem Stopp seine Spitzenposition verteidigen konnte, kam Buemi nach dem Autowechsel auf Position drei - hinter Vergne - auf die Strecke, hatte jedoch im Gegensatz zu seinen zwei Rivalen vor ihm einen Energievorsprung von zehn Prozent.

Buemi kämpfte sich an die Spitze - Foto: Renault e.dams

Vergne, der sich unterdessen auf Platz zwei positioniert hatte, erhielt in Runde 23 eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt. Der Franzose war während des Boxenstopps zu schnell unterwegs gewesen. Nach seiner Boxendurchfahrt in Runde 24 reihte sich der Franzose wieder auf Platz fünf ein.

Spannung am Schluss

Acht Runden vor Rennende trennten Buemi, der auf Platz zwei vorgerutscht war, drei Sekunden zu Spitzenreiter Rosenqvist. Der Schweizer regierte und nutzte seinen Fanboost (100 kW mehr Power) und kam damit bis auf 1,1 Sekunden an den Mahindra-Piloten heran. Keine zwei Runden dauerte es dann noch bis Buemi die Stärke seines Renaults ausspielte und den Rookie einholte.

Doch damit war der Kampf um das Podium noch nicht beendet. Auch Sam Bird nutze die Schlussminuten noch für einen Angriff auf Rosenqvist, der kaum noch Power zu Verfügung hatte, und überholte den Schweden schließlich mit Leichtigkeit.

Die Zwischenfälle: In Runde zwölf stoppte Antonio Felix Da Costa sein Fahrzeug am Streckenrand, konnte kurz darauf weiterfahren, jedoch schlussendlich sein Rennen nicht beenden. In Runde 21 stellte Maro Engel sein Auto an der Box ab und beendete damit ebenfalls sein Rennen vorzeitig. In der letzten Runde musste Jaguar-Rookie Mitch Evans kurz am Streckenrand stoppen, konnte den Marrakesch ePrix aber beenden.

Die Top-10: Sebastien Buemi gewinnt den ersten Marrakesch ePrix vor Sam Bird, Felix Rosenqvist, Nico Prost, Lucas di Grassi, Daniel Abt, Oliver Turvey, Jean-Eric Vergne, Nick Heidfeld und Jose Maria Lopez.

Der Meisterschaftsstand: Sebastien Buemi bleibt mit seinem zweiten Sieg im zweiten Rennen an der Meisterschaftsspitze und baut seinen Vorsprung auf Lucas di Grassi auf 22 Punkte aus. Hinter dem Abt-Piloten reiht sich Nico Prost vor Felix Rosenqvist ein.

Die Stimmen

Sebastien Buemi (P1): In Hongkong war unser Auto nicht so gut, heute hatten wir aber ein wunderbares Auto. Die Strafe nach dem Qualifying war hart, jedoch konnte ich mich zurückkämpfen. Im zweiten Stint hatte ich eine andere Strategie als Felix, das hat sich ausgezahlt, denn wir hatten am Ende mehr Energie zur Verfügung.

Das Podium in Marrakesch - Foto: Formula E

Sam Bird (P2): Ich war unsicher, ob es mir, fünf Runden vor Schluss noch gelingen würde, Felix zu überholen, aber es ging sich mit der Energie aus. Sebastien jedoch war viel zu weit weg. Gratulation an mein Team, wir haben hier einen guten Job erledigt, P1 wäre mir aber lieber gewesen.

Felix Rosenqvist (P3): Der erste Stint war sehr gut, unsere Strategie war anders als die von Sebastien und Sam. Deshalb war es im zweiten Stint sehr hart, mit ihrer Pace mitzuhalten. Ich bin jedoch sehr happy mit meiner Performance. Platz drei war mehr als ich mir erwartet hätte. Unsere Performance im Qualifying ist bereits sehr gut, jetzt müssen wir noch an der Pace im Rennen arbeiten.

Top-Facts zum Rennen

  • Sebastien Buemi gewinnt den ersten Marrakesch ePrix
  • Der Marrakesch ePrix ist das erste Formel E Rennen in Afrika
  • Buemi baut die Führung in der Meisterschaft aus
  • Es ist Buemis achter Formel-E-Sieg
  • Rookie Felix Rosenqvist steht zum ersten Mal auf dem Podium

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