Für die Ferrari-Crew war es ein seltsames Gefühl als am Freitag Luca Badoer in das Auto mit der Nummer drei stieg. "Unsere Gedanken sind bei Felipe, das gesamte Team wünscht ihm eine schnelle Genesung", erklärte Teamchef Stefano Domenicali. Bis der Brasilianer wieder 100 Prozent fit ist, übernimmt Badoer das Steuer des F60.

"Das ist eine schwierige Aufgabe für ihn, denn er saß lange Zeit in keinem F1-Auto mehr und er kennt die Strecke in Valencia nicht. Aber er hat die Unterstützung vom gesamten Team, wir glauben an ihm", betonte Domenicali. Während Kimi Räikkönen im freien Training am Freitag vorwiegend an der Rennabstimmung gearbeitet hat, ging es für Badoer darum die Strecke kennen zu lernen.

"Je mehr Kilometer er gefahren ist, umso mehr hat er sich verbessert. Wir sind zuversichtlich für das restliche Wochenende. Kimi hat sich auf Setup-Arbeiten und die Reifen fokussiert. Unser Performance-Level sieht gut aus. Ich denke, wir können hier eine gute Show abliefern", erklärte Chris Dyer. Domenicali betonte, dass der Europa-GP für Badoer eine Art Testfahrt sei und es an Räikkönen läge ein gutes Resultat nach Hause zu fahren. Das Ziel von Ferrari sei klar: man will den dritten Platz in der Konstrukteurs-WM. "Das ist zu diesem Zeitpunkt ein realistisches Ziel", erklärte Domenicali.