Mitten im französischen Niemandsland, umgeben von Kühen und Schafen, begann am heutigen Freitag das zehnte Formel 1 Rennwochenende dieses Jahres. Und wie die neun vorangegangenen Freitage, begann es mit einer Bestzeit eines der Freitagstester...
Die Nachwirkungen. Hinter jedem Mikrofon oder Diktiergerät lauert an diesem Wochenende die Frage nach der Verarbeitung des Indy-Debakels und dem nicht erfolgten Urteil vom Mittwoch auf die Fahrer und Verantwortlichen. Pierre Dupasquier & Co werden von Journalisten umlagert und die Fotografen scharen sich um alles was rund sowie schwarz ist und aus Clermont-Ferrand stammt. Ansonsten gilt aber das Motto: Zurück zum ganz normalen F1-Wahnsinn. Der Standardfreitag konnte also beginnen...
Der Rundengeiz. Und dies bedeutet in der modernen Formel 1 Welt: Kaum Fahraktivitäten, viele Piloten in der Box oder am Kommandostand und hauptsächlich die Testfahrer auf der Strecke.
Die Zwischenfälle. Neben der Strecke fand sich derweil Tonio Liuzzi in einem der wenigen Ausrutscher des 1. Freien Trainings wieder. Schlimmer erwischte es Tiago Monteiro, der in der Zielschikane über die Kerbs flog und seinen Jordan bei dieser Einlage stark beschädigte. Ansonsten galt auch hier der Grundsatz zurück zur Normalität, weswegen wir an diesem normalen Freitag natürlich auch unseren normalen Hinweis anbringen müssen: Ohne Fahraction, keine Zwischenfälle.
Die Motoren. Ohne übertriebenen Fahrbetrieb gibt es natürlich auch keine Motorenprobleme - jedenfalls normalerweise. Entsprechend ist an der Motorenfront nach 60 Minuten alles im grünen Bereich. Neben den beiden British American Racern, treten auch Kimi Räikkönen, die beiden Sauber-Mannen, Ralf Schumacher und Christijan Albers mit einem neuen Aggregat an. Alle anderen nutzen den gleichen Motor wie in den USA.
Die Reifen. War das schwarze Gold in Indianapolis noch Auslöser des ganzen Schlamassels, stand es heute wieder im Hintergrund - jedenfalls sportlich. Denn hier kann man nach nur einer Trainingsstunde natürlich noch keine Performance-Rückschlüsse ziehen. Eine Wiederholung des Indy-Debakels war unterdessen ohnehin von vorhne herein auszuschließen.
Die Platzierungen. Ganze vier Zehntel Vorsprung weist die Zeitentabelle für McLaren-Testfahrer Pedro de la Rosa aus. Hinter ihm platzierten sich die beiden Renault-Piloten Fernando Alonso und Giancarlo Fisichella beinahe gleichauf, bevor sich Takuma Sato noch vor Kimi Räikkönen und Jenson Button in der Ergebnisliste einreihte. Die Top10 komplettierten Olivier Panis, Juan Pablo Montoya, Ralf Schumacher und Nick Heidfeld. Michael Schumacher wurde als bester Ferrari- und Bridgestone-Pilot Elfter.
Die Analyse. Das Kräfteverhältnis scheint auch zwei Wochen nach dem Indy-Debakel unverädert: McLaren und Renault liegen an der Spitze des Feldes, in welchem British American Racing zumindest im 1. Training seinen Aufwärtstrend bestätigen konnte. Ferrari und Williams kamen ihrer Geheimfavoritenrolle hingegen noch nicht nach.



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