Formel 1 - Wegen Spekulationen: Wolff geht auf Jordan los

Kein Mercedes Formel-1-Ausstieg 2018

Eddie Jordans Spekulationen bringen Mercedes Motorsportchef Toto Wolff auf die Palme. Mercedes bleibt mindestens bis 2020 in der Formel 1 - das steht fest.
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Motorsport-Magazin.com - Ärger zwischen Mercedes-Benz und Eddie Jordan: Weil der Ire Mercedes einen Formel-1-Ausstieg nach der Saison 2018 andichtete, schlägt Mercedes Motorsportchef Toto Wolff jetzt zurück. "Monaco ist ein Ort, an dem Leute gerne feiern. Es scheint, als hätte jemand ein bisschen zu viel gefeiert", schickt Wolff in Richtung des ehemaligen Teambesitzers.

Jordan erklärte in der Sportbild, Mercedes würde den Rennstall verkaufen, um zukünftig die Kosten zu senken. Nach 2018 würde Mercedes nur noch 'das Kerngeschäft' betreiben, nämlich Motoren an Kundenteams liefern. Toto Wolffs Reaktion ist heftig: "Diese Berichte sind komplett haltlos und sind nichts mehr, als böswillige Spekulationen eines Einzelnen."

Ausstieg? Im Gegenteil: Mercedes verhandelt schon für die Zeit nach 2020 - Foto: Sutton

"Mercedes hat verbindliche Verträge für die Teilnahme an der Formel 1 bis Ende 2020 - und befindet sich derzeit mit dem neuen Eigentümer [Liberty Media] in Diskussionen über den nächsten Wettbewerbs-Zyklus", stellt Wolff klar. Auch Mercedes unterschrieb das Concorde Agreement, das die Teams bis Ende 2020 an die Königsklasse bindet.

Außerdem würde ein Ausstieg auch aus finanzieller Sicht keinen Sinn machen: Mercedes investiert zwar viel in die Formel 1, hat aber auch immense Einnahmen aus Sponsoring, Preisgeldern und Motoren-Leasing an Kundenteams. 2015 stand unter dem Strich ein Verlust von 14,1 Millionen Pfund - verglichen mit dem Werbewert einer ganzen Formel 1 Saison für die Marke Mercedes-Benz eine geradezu lächerliche Summe.

Immer wieder macht Eddie Jordan nach seiner Karriere als Teambesitzer im Formel-1-Paddock von sich reden. Von vielen wird das kleine Urgestein als 'Orakel' gefeiert, weil er bei seinen Vorhersagen bei Fahrertransfers oftmals richtig liegt.

Allerdings hat Jordan nicht nur Freunde im Fahrerlager: Zwischen Eddie Jordan und dem ehemaligen McLaren-Boss Ron Dennis eskalierte ein Streit, weil der Ire an der Konkurrenzfähigkeit des McLaren-Teams zweifelte. Jordan sieht den Ursprung allen Übels darin, dass McLaren seine Kernkompetenz Formel 1 verlassen hat und nun auch Serienautos baut.

Jordan forderte deshalb den Rücktritt von Dennis. Vor laufenden TV-Kameras verlor Dennis daraufhin die Fassung. "Dörfer haben immer einen Dorftrottel. Er passt perfekt in diese Rolle", sagte der Brite über Jordan. Seit dem Ausstieg der BBC aus den Formel-1-Übertragungen steht Jordan dem britischen Privatsender Channel 4 mit seiner Expertise zur Verfügung.


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