Formel 1 - Reifenwahl Kanada: McLaren geht auf's Ganze

Mercedes vorsichtiger als Ferrari

Pirelli hat die Reifenwahl der Teams für den Kanada GP bekanntgegeben. McLaren setzt auf Risiko, während Mercedes konservativer als Ferrari wählte.
von

Motorsport-Magazin.com - Zum zweiten Mal in Folge werden nach dem Monaco GP auch in Kanada die drei weichsten Reifenmischungen zum Einsatz kommen. Nun hat Pirelli bekanntgegeben, wie die Teams sich ihre Kontingente zusammengestellt haben. Von den 13 Sätzen durfte jedes Team 10 frei auswählen, die anderen drei waren von Pirelli festgelegt und umfassen einen Satz pro Mischung.

Für die aggressivste Herangehensweise hat sich McLaren entschieden. Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne haben jeweils zehn Sätze der Ultrasofts zur Verfügung, so viele wie kein anderes Team gewählt hat. Neun Sätze für ihre beiden Fahrer hat Ferrari bestellt. Im bisherigen Saisonverlauf kam die Scuderia sehr gut mit den lila Reifen zurecht. Bei Mercedes geht man das Wochenende etwas konservativer an, Lewis Hamilton und Valtteri Bottas bekommen jeweils acht Sätze der weichsten Reifen.

Die Silberpfeile kämpfen derzeit massiv mit den Ultrasofts, in Russland wie auch in Monaco war man Ferrari deutlich unterlegen. Besonders Hamilton bekommt die Reifen nicht konstant genug in das richtige Arbeitsfenster. "Ich hoffe sehr, dass wir das in den Griff kriegen. Wenn wir den Ultrasoft verstehen, sind wir in einer viel besseren Position, um anzugreifen", stellte Hamilton in Monaco klar.

Während beide Mercedes-Piloten dieselbe Anzahl an Ultrasofts bekommen, splittet das Team bei der Verteilung der beiden härteren Mischungen. Der dreimalige Weltmeister bekommt vier Sätze der Supersofts und nur einen Satz der gelben Soft-Reifen, Bottas dagegen bestreitet das Wochenende mit zwei Sätzen Softs und nur drei Mal Supersoft.

Deutlich mehr Abwechslung

Ebenfalls acht Sätze der Ultrasofts wählten Force India und Toro Rosso. Alle anderen Teams wählten sieben Sätze der weichsten Sorte. Damit ist die Diskrepanz zwischen den einzelnen Teams deutlich größer als in Monaco, wo von vornherein klar war, dass die Belastungen für die Reifen und damit einhergehend der Abbau sehr gering sind. In Montreal aber wartet eine deutlich andere Strecke. Die Geschwindigkeiten sind höher, auch gibt es deutlich mehr schnelle Kurven. Die Reifenwahl der Teams könnte demnach für Spannung sorgen.


Weitere Inhalte:

Motorsport-Magazin.com fragt
Wir suchen Mitarbeiter