Formel 1 - Lewis Hamiltons größte Aufholjagden

Mission impossible in Monaco?

Lewis Hamilton startet nach einem verpatzten Qualifying in Monaco nur aus dem Mittelfeld. Gelingt dem Mercedes-Piloten wieder eine denkwürdige Aufholjagd?
von

Motorsport-Magazin.com - Lewis Hamilton steht ein harter Sonntag in Monaco bevor. Der Mercedes-Pilot fuhr im Qualifying nur die 14. Zeit und steht somit vor einer Herkulesaufgabe, sich in den engen Straßen des Fürstentums nach vorne zu kämpfen. Motorsport-Magazin.com nimmt die bislang größten Aufholjagden in Hamiltons F1-Karriere unter die Lupe.

Ungarn GP 2014 - 19 Plätze

Hamiltons Silberpfeil ging im Qualifying in Flammen auf - Foto: Sutton

Am 27. Juli 2014 legte Lewis Hamilton die bisher größte Aufholjagd seiner Karriere hin. Weil sein Wagen Feuer gefangen hatte, noch bevor er im Qualifying eine Rundenzeit setzen konnte, ging der Brite aus der Boxengasse ins Rennen. Auf abtrockender Strecke machte Hamilton 19 Plätze gut und schaffte als Dritter den Sprung auf das Podium. Am Ende fehlten dem Mercedes-Piloten nur knapp sechs Sekunden auf Sieger Daniel Ricciardo, zudem kam er vor seinem von der Pole Position gestarteten Teamkollegen Nico Rosberg ins Ziel.

Belgien GP 2016 - 18 Plätze

Jubel über Platz drei bei Mercedes - Foto: Sutton

Da Hamilton vor dem Qualifying sämtliche Power-Unit-Teile wechselte, bekam er insgesamt 55 Startplätze Strafe aufgebrummt, was in der 21. und vorletzten Startposition mündete. Während in der ersten Kurve Max Verstappen und die beiden Ferrari-Piloten kollidierten, kam Hamilton sauber durch und konnte so gleich einige Plätze gutmachen. Zudem spielten ihm eine Rennunterbrechung wegen eines heftigen Unfalls von Kevin Magnussen sowie mehrere Safety-Car-Phasen in die Karten. Am Ende stand Platz drei zu Buche.

Deutschland GP 2014 - 17 Plätze

Hamiltons Qualifying endete in der Sachskurve - Foto: Sutton

Im Qualifying brach an Hamiltons Mercedes in der Sachskurve die rechte vordere Bremsscheibe, sodass er in die Begrenzung krachte und nicht über den 20. Startplatz hinauskam. Mit einem langen ersten Stint und zahlreichen sehenswerten Überholmanövern - unter anderem ging er in einem Zug an Daniel Ricciardo und Kimi Räikkönen vorbei -, arbeitete sich der Mercedes-Pilot trotzdem bis auf den dritten Platz nach vorne.

Spanien GP 2012 - 16 Plätze

Hamiltons McLaren kam mit dem Abschleppwagen vom Qualifying zurück - Disqualifikation - Foto: Sutton

Noch in Diensten von McLaren stehend, wurde Hamilton nach dem Qualifying disqualifiziert, weil er seinen Wagen auf der Strecke abgestellt und dabei ein technisches Problem vorgetäuscht hatte. Die Stewards erkannten diese Begründung jedoch nicht an und Hamilton musste als 24. und Letzter starten. Während Pastor Maldonado den Grand Prix sensationell gewann, verbesserte sich Hamilton immerhin auf den achten Platz und nahm drei Punkte mit.

China GP 2016 - 15 Plätze

Hamilton musste fünf Mal stoppen - Foto: Sutton

Wegen eines Problems mit seinem ERS konnten Hamilton im Qualifying keine gezeitete Runde fahren und startete als 22. In einem kuriosen Rennen, in dem Hamilton unter anderem Opfer eines Startunfalls wurde und nicht weniger als fünf Boxenstopps absolvierte, machte der Brite schließlich 15 Plätze gut und wurde Siebter.

Olivier Panis als Hamiltons Vorbild?

Olivier Panis gewann 1996 sensationell den Monaco GP - Foto: Sutton

Olivier Panis ist der bis dato letzte Pilot, der in Monaco außerhalb der Top-4 startete und das Glamor-Rennen gewann. 1996 ging der Ligier-Pilot nur vom 14. Platz in den Grand Prix, profitierte jedoch von Wetterchaos und Ausfällen am laufenden Band und feierte den einzigen Sieg seiner Karriere. Die schlechte Nachricht für Lewis Hamilton lautete allerdings: Regen ist für den diesjährigen Monaco GP nicht angesagt, die Chancen auf ein Chaosrennen stehen also eher schlecht.


Weitere Inhalte:

Motorsport-Magazin.com fragt
Wir suchen Mitarbeiter