Formel 1 - Russland: Sirotkin statt Hülkenberg im 1. Training

Vorarbeit in Bahrain

Sergey Sirotkin übernimmt im 1. Training in Sochi den Renault von Nico Hülkenberg. Für den Russen ist es die Premiere 2017.
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Motorsport-Magazin.com - Im ersten Freien Training zum Russland GP dürfen sich die Zuschauer vor Ort auf zwei ihrer Landsleute hinter dem Steuer freuen. Neben Toro-Rosso-Stammpilot Daniil Kvyat darf sich auch Sergey Sirotkin über Fahrpraxis freuen. Der 21-Jährige ist in dieser Saison der dritte Fahrer bei Renault und kommt in Russland zu seinem ersten Einsatz an einem Rennwochenende in diesem Jahr. Leidtragender ist Nico Hülkenberg, der seinen Boliden räumen muss.

Anderen Fahrern in Aktion zuzusehen ist ziemlich frustrierend, denn man will selbst auf der Strecke sein.
Sergey Sirotkin

"Ich freue mich natürlich sehr darauf!", erklärte Sirotkin im Vorfeld des Wochenendes. "In diesem Jahr muss ich lernen, dass es gar nicht so einfach ist, an der Strecke zu sein, aber nicht fahren zu dürfen. Anderen Fahrern in Aktion zuzusehen ist ziemlich frustrierend, denn man will selbst auf der Strecke sein", muss er sich noch an seine neue Rolle gewöhnen. Im vergangenen Jahr war er noch in der GP2 unterwegs. Mit zwei Siegen und insgesamt acht Podestplätzen belegte er am Saisonende den dritten Platz in der Gesamtwertung.

Erste Erfahrungen in den neuen Autos sammelte er während der Testfahrten in Bahrain vergangene Woche. Für ihn war die Umstellung aber kein großes Problem. "Die Autos sind sehr schnell in diesem Jahr, aber ich war gleich wieder im Rhythmus, auch wenn ich sechs Monate in keinem Auto gesessen habe", berichtete Sirotkin. Viel Raum zur eigenen Kreativität bleibt Sirotkin in Sochi aber nicht. "Ich bin hier, um das zu machen, was das Team mir sagt. Wenn ich die Aerodynamik testen soll, mache ich das. Wenn ich eine Qualifying-Simulation auf Ultrasofts fahren soll, mache ich auch das", so der 21-Jährige.

2016 wurde Sirotkin Gesamt-Dritter in der GP2 - Foto: GP2 Series

Hülkenberg erkennt Fortschritte bei Renault

Nico Hülkenberg geht damit mit dem Nachteil von 90 Minuten weniger Fahrzeit in das Wochenende. Die Abstimmungsarbeit muss er in dieser Zeit seinen Kollegen überlassen, er selbst greift erst im zweiten Training wieder ins Geschehen ein. Dennoch geht er nach den Tagen in Bahrain optimistisch in das Wochenende. "Ich denke, wir haben während der Testfahrten in Bahrain einige Fortschritte erzielt, um unsere Rennpace in Sochi zu verbessern. Wir haben einige neue Teile am Auto, die uns dabei unterstützen sollten", blickt er voraus.

Bislang hatte Renault besonders am Sonntag zu kämpfen, während die Performance im Qualifying passte. In Bahrain qualifizierte sich Hülkenberg auf Rang sieben. Die Testfahrten sollen den gelb-schwarzen Boliden nun auch fit für das Rennen gemacht haben. "Das Auto hat eine gute Basis, es sind nur ein paar Details, die verbessert werden müssen", erklärt Hülkenberg. "Das Positive ist, dass wir diese Bereiche kennen und wissen, was wir tun müssen, um diese zu verbessern. Wir wollen mehr Abtrieb und das Auto aerodynamisch verbessern. Und wir wollen die Reifen im Rennen besser nutzen", gibt er die Richtung vor.


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