Formel 1 - RTL überdenkt Formel-1-TV-Rechte ab Saison 2018

Verhandlungen mit Liberty Media laufen

RTL will die Übertragungsrechte an der Formel 1 nur unter bestimmten Bedingungen über 2017 hinaus halten. Die Verhandlungen laufen.
von

Motorsport-Magazin.com - Müssen sich die deutschen Formel-1-Fans für die Saison 2018 umstellen? Ende 2017 laufen die Übertragungsrechte von RTL für die Formel 1 ab. Die Verhandlungen zwischen RTL und dem neuen Rechteinhaber der Formel 1, Liberty Media, laufen. Allerdings ließ Anke Schäferkordt, CEO der Mediengruppe RTL Deutschland, gegenüber new business durchblicken, dass der Sender nicht um jeden Preis an der Königsklasse festhalten wird.

"Als langjähriger Formel 1-Broadcaster mit über 20 Jahren Erfahrung würden wir natürlich gern die Königsklasse des Motorsports behalten, aber wir setzen uns wie bei jeder anderen Investition gewisse Kriterien und falls diese nicht erfüllt werden, würden wir auf das Recht verzichten. Mehr kann ich dazu noch nicht sagen, denn die Gespräche mit dem neuen Eigner beginnen gerade erst", erklärte sie.

Quotenplus zu Saisonbeginn 2017

RTL verzeichnete in den ersten drei Rennen der Saison 2017 steigende Zuschauerzahlen. Im Schnitt schalteten 3,85 Millionen Menschen ein. Im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt 3,19 Millionen Zuschauer.

Beim Saisonauftakt in Australien saßen durchschnittlich 2,27 Millionen Fans vor dem Fernseher - 330.000 mehr als im Vorjahr. Auch beim China GP gab es ein Quotenplus: Waren es 2016 durchschnittlich 3,2 Millionen Zuschauer, erreichte RTL diesmal 3,7 Millionen Formel-1-Fans. Die größte Steigerung fand jedoch beim Bahrain GP statt: 5,58 Millionen Zuschauer bedeuteten ein Plus von 1,14 Millionen gegenüber 2016.

In Sochi, beim vierten Rennen der Formel-1-Saison, kommt für RTL zum ersten Mal in diesem Jahr Ex-MotoGP-Pilot Alex Hofmann zum Einsatz, der auch in Monza und Suzuka Florian König vertreten wird. Das Experten-Team von RTL bilden in dieser Saison Niki Lauda (13 Rennen), Timo Glock (5 Rennen) und Christian Danner (2 Rennen).


Weitere Inhalte:

Motorsport-Magazin.com fragt
Wir suchen Mitarbeiter