Formel 1 - Vorschau: F1-Testfahrten Bahrain

Kuriose Namen: Paffett, Gelael und Co. am Start

In Bahrain stehen die ersten Testfahrten in der Saison 2017 an. Motorsport-Magazin.com stimmt auf den zweitägigen Test ein.
von

Motorsport-Magazin.com - Nach dem Rennen ist vor dem Rennen, so heißt es zumindest. Allerdings ist das im Falle des Bahrain GP nicht ganz richtig, denn vor Russland findet in Sakhir noch ein zweitägiger Testtag auf dem Bahrain International Circuit statt. Dabei steht ein differenziertes Programm auf dem Plan.

Früher fand der erste Test während der laufenden Saison in Barcelona statt. In diesem Jahr wurde er jedoch nach Bahrain vorgezogen, damit die Teams zusätzliche Möglichkeiten haben, die Reifen zu testen. Ab dem fünften Saisonrennen in Monaco dürfen die Teams wieder selbst wählen, wie viele Sätze der vorgegeben Reifenmischungen sie bestellen. Wenn der Test wie üblich erst nach dem Rennen in Barcelona gewesen wäre, wäre dafür jedoch die Zeit zu knapp.

Während Ferrari unter anderem einen Tag zum Reifentesten für 2018 nutzt, bringen einige Teams weitere Updates für ihre Formel-1-Boliden mit. Dazu gehört auch Renault. "Wir haben dort einige neue Teile, die wir testen und in Sochi am Auto haben wollen. In der Theorie sieht das gut aus, in der Praxis wollen wir das bestätigen", hofft Nico Hülkenberg.

Die Fahrer

Bei den Fahrern gehen die Teams verschiedene Wege. Mercedes setzt an beiden Tagen die Stammpiloten ein. Lewis Hamilton macht dabei den Anfang am Dienstag, Valtteri Bottas wird am Mittwoch testen. Die meisten Teams entschieden sich jedoch für eine Mischung aus Stamm- und Testfahrern.

Force India gönnt Alfonso Celis Jr. einen weiteren Tag im Auto und Pierre Gasly pilotiert einen Tag lang den Red Bull. Bei Williams und McLaren kommen erfahrene Piloten als Unterstützung zum Einsatz. Simulator-Fahrer Gary Paffett darf am Mittwoch Informationen für Williams sammeln, Oliver Turvey muss am Dienstag für McLaren auf hohe Zuverlässigkeit hoffen. Fernando Alonso setzt beim Test aus.

Giovinazzi wieder im Ferrari

Bei Ferrari komplettiert Antonio Giovinazzi das Line-Up neben Sebastian Vettel, der den Test kaum noch erwarten kann. "Zur Rennhalbzeit hab ich schon darüber nachgedacht, wann ich denn das nächste Mal ins Auto darf, daher freue ich mich sehr auf den Test", sagte der Sieger aus Bahrain. Giovinazzi springt für Kimi Räikkönen ein, nachdem er zuletzt den verletzten Pascal Wehrlein bei Sauber vertreten hatte.

Toro Rosso bringt einen ganz neuen Namen ins Spiel. Der Formel-2-Pilot Sean Gelael darf zum ersten Mal bei einem offiziellen Test ans Steuer eines Formel-1-Boliden. Der Indonesier bestreitet aktuell seine zweite komplette Saison in der F1-Nachwuchsserie. Seinem Vater gehört der indonesische Ableger von Kentucky Fried Chicken, Agonya Ayam. Die Franchise engagiert sich seit Jahren als Sponsor im Motorsport.

Renault verzichtet beim Test auf Stammpilot Jolyon Palmer und gibt stattdessen dem jungen Russen Sergey Sirotkin eine Einsatzchance. Neben ihm kommt Nico Hülkenberg zum Einsatz. Bei Sauber sitzt Pascal Wehrlein, der seine Rückenverletzung überstanden hat, am Mittwoch im Auto, um sich weiter mit dem Boliden vertraut machen zu können.

Übersicht: Diese Fahrer testen in Bahrain

Team 18. April 19. April
Ferrari Antonio Giovinazzi Sebastian Vettel
Mercedes Lewis Hamilton Valtteri Bottas
Red Bull Daniel Ricciardo Pierre Gasly
Force India Esteban Ocon/
Sergio Perez
Alfonso Celis Jr.
Williams Lance Stroll/
Felipe Massa
Gary Paffett
Toro Rosso Sean Gelael Carlos Sainz/Daniil Kvyat
Haas Romain Grosjean Kevin Magnussen
Renault Nico Hülkenberg Sergey Sirotkin
Sauber Marcus Ericsson Pascal Wehrlein
McLaren Oliver Turvey Stoffel Vandoorne

Weitere Inhalte:

Wir suchen Mitarbeiter