Formel 1 - Motor: Kaltenborn bestätigt Gespräche mit Honda

Baldige Entscheidung nötig

Teamchefin Monisha Kaltenborn bestätigt, dass Sauber mit Honda über Motoren für die Saison 2018 verhandelt. Aber auch Mercedes ist eine Option.
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Motorsport-Magazin.com - Bereits seit einiger Zeit wird Sauber mit Motoren von Honda in Verbindung gebracht. Nun hat Monisha Kaltenborn offiziell bestätigt, dass das Traditionsteam Gespräche mit den Japanern führt. Sauber startet in der Saison 2017 mit Vorjahresmotoren von Ferrari und ist für 2018 auf der Suche nach einem neuen Motorenpartner.

Natürlich ist es auch für die Entwicklung besser, je früher man Klarheit hat.
Monisha Kaltenborn

"Alles, was ich sagen kann, ist: Ja, wir hatten Gespräche mit ihnen", sagte Kaltenborn auf die Frage nach einem Kontakt zu Honda. Sie betonte gegenüber Autosport jedoch auch, dass noch nichts entschieden ist und das Team auch noch andere Optionen hat. Mercedes wäre eine Möglichkeit, wenn zum Beispiel in Kombination mit Junior Pascal Wehrlein ein Vertrag zustande käme - nach dem Prinzip von Manor im vergangenen Jahr.

Das größte Problem ist die Zeit: Die Hersteller der Motoren müssen der FIA bis zum 6. Mai mitteilen, welche Teams sie 2018 beliefern. "Wir wissen, dass wir eine baldige Entscheidung brauchen. Natürlich ist es auch für die Entwicklung besser, je früher man Klarheit hat", sagte Kaltenborn.

Kaltenborn erklärt neues Kapitel für Sauber in 2017: (11:50 Min.)

Der Zeitpunkt der Entscheidung für einen Motor spielte auch für die aktuelle Saison eine Rolle. Als Sauber sich für Vorjahresmotoren von Ferrari entschied, war die Übernahme durch die neuen Besitzer noch nicht vollzogen. "Natürlich war das mit der finanziellen Situation zu diesem Zeitpunkt verbunden", erklärte die Sauber-Teamchefin. "Es ist nicht so, dass wir die Extra-Millionen nicht hätten zahlen können, sondern es war eine strategische Entscheidung. Wir fokussieren uns mehr auf die Aerodynamik."

Kaltenborn stellte außerdem klar, dass der 'alte' Motor kein Handicap ist. "Wir kennen die Zahlen", sagte sie. "Natürlich wird es Entwicklungen geben, von denen wir nicht profitieren. Das wird sich in der zweiten Saisonhälfte bemerkbar machen, wenn die zweiten oder dritten Motoren kommen. Aber das wussten wir von Beginn an. Trotzdem glauben wir nicht, dass es ein so großer Nachteil sein wird, weil wir unseren Entwicklungsplan auf dem Chassis aufgebaut haben."


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