Formel 1 - Neue Details zum Mercedes-AMG Hypercar

F1-Technik und 1.000PS für zwei Millionen

Mercedes-AMG setzt beim Hypercar-Projekt als einziger Hersteller auf echte Formel-1-Technik.
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Motorsport-Magazin.com - R50: Project One heißt das Projekt von AMG, das in Zusammenarbeit mit Mercedes zum ersten Hypercar mit Formel-1-Technik führen soll. Insgesamt 275 Fahrzeuge für je 2,27 Millionen Euro sollen insgesamt produziert werden. Dabei soll der Bolide aus dem Hause Daimler Formel-1-Feeling auf die Straße bringen. Auf dem Genfer Autosalon präsentierte Mercedes jetzt weitere Daten zum neuen Fahrzeug.

Der Motor könnte kaum näher an der Königsklasse des Motorsports sein. 1,6 Liter, ein dreifacher Turbo, Drehzahlen von bis zu 11.000 U/min und zwei Elektromotoren mit je 120 Kilowatt Leistung, die zusätzlichen Schub liefern. Das Ergebnis aus diesen Motordaten sind beeindruckende 1.000 Pferdestärken. Damit liegt die Antriebseinheit des Mercedes-AMG Hypercars von den Leistungsdaten auf einem Niveau mit den F1-Prototypen.

"Es ist phantastisch, dass wir einen echten Formel-1-Motor in ein echtes Straßenauto bringen", kommentiert Mercedes-AMG-Teamchef Toto Wolff das "Project One". "Es ist nicht Formel-1-ähnlich, es ist wirkliche Formel-1-Technologie! Ich bekomme Gänsehaut bei den Daten, die ich dazu gesehen habe."

Mit seiner Motorphilosophie im Formel-1-Stil geht Mercedes einen ganz anderen Weg als Red Bull und Ferrari, die bei ihren neuen Hypercars auf satte V12 Saugmotoren mit deutlich mehr Hubraum setzen. Alle 50.000 Kilometer wird eine grundlegende Revidierung nötig sein, was bedeutet, dass der Motor einmal komplett zerlegt und überprüft wird. Bedenkt man jedoch, dass man mit diesem Auto wohl eher nicht täglich zur Arbeit, zum Bäcker oder in den Urlaub fährt, dürfte diese Fahrleistung trotzdem nicht innerhalb weniger Jahre erreicht werden.

Doch nicht nur der Antrieb des R50 soll aus der Formel 1 kommen. Auch die eigentliche Karosserie erinnert durch Materialien wie Karbon an die Königsklasse. Bei den elektronischen Hilfen gönnt Mercedes dem Straßenfahrzeug jedoch mehr Extras, als es in der F1 erlaubt ist. Ein aktives Fahrwerk, Hinterradlenkung und Allradantrieb sollen die Fahrdynamik auf sichere Art und Weise in unbekannte Sphären bringen.


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