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Formel 1 - Wolff zu Rosberg: Harte Arbeit wird gern vergessen

Wie der Vater, so der Sohn

Das Video des kleinen Nico Rosberg bei seinen ersten Runden im Kart ging um die Welt. Jetzt verrät der Weltmeister die Entstehungsgeschichte.
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Emotion pur: Rosberg als kleines Kart-Kind: (04:54 Min.)

"Danke Mama und Papa." Nico Rosberg sorgte nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft auch in den sozialen Netzwerken für einen emotionalen Moment. Der Mercedes-Pilot veröffentlichte noch am Sonntagabend ein Video, das ihn als kleines Kind zusammen mit Vater Keke zeigt. Hier drehte der junge Nico im alter von etwa sechs Jahren Runden im Go-Kart. Das Video wurde innerhalb kurzer Zeit mehr als 18.000 Mal retweetet. Es sind fünf Minuten aus dem Privatarchiv der Rosbergs. Bilder, die so vorher noch nie zu sehen waren.

"Es war eines der emotionalsten Dinge für mich, dieses Video von damals mit meiner Mutter und meinem Vater zu sehen", sagte Rosberg am Mittwoch während seines Besuchs in Wiesbaden. "Die Bilder kannte ich selbst nicht." Rosberg wusste auch nicht, dass seine Eltern das Video vorbereitet hatten. Papa Keke fand die Aufnahmen und leitete sie an Rosbergs Pressebetreuer weiter. Der veröffentlichte das Video dann auf Rosbergs Social-Media-Kanälen. Auf Facebook wurde es 51.000 Mal geteilt.

Papa Keke mit der Stoppuhr

Zu sehen ist etwa, wie der junge Nico Rosberg seine allerersten Runden im Kart dreht, während Papa Keke mit der Stoppuhr zuschaut. "Als ich es Sonntagabend in den sozialen Netzwerken gesehen habe, weinte ich wie ein Schlosshund", blickte Rosberg zurück. "Denn es erinnerte mich daran, wie stark mich meine Eltern in all diesen Jahren unterstützt haben." Seine Eltern waren während des Rennens in Abu Dhabi gar nicht an der Strecke gewesen, sondern hatten Rosbergs Triumphfahrt aus Dubai mitverfolgt. Erst nach Rennende erreichten sie die Rennstrecke - wo Mutter Sina zunächst nicht reingelassen wurde, weil sie keinen Paddock Pass besaß.

Das emotionale mit Musik von Ed Sheeran unterlegte Video blieb auch Toto Wolff nicht verborgen. "Ich fand es wirklich sehr inspirierend", sagte der Mercedes-Motorsportchef. "Wenn wir die Fahrer heutzutage in der Formel 1 erleben, tendieren wir dazu, zu vergessen, welch harte Arbeit dahinter steckt, um sie dorthin zu bringen, wo sie jetzt sind. Wenn ich dieses kleine Kind vor 25 Jahren in einem Go-Kart sehe, dann erkenne ich wieder, was für ein weiter Weg hinter Nico liegt und was alles nötig war, um seinen Traum zu erfüllen. Er hat so viel Einsatz und Engagement gezeigt, um hierher zu gelangen - das macht ihn zu einem absolut verdienten Weltmeister."

Wie der Vater, so der Sohn

Die Kart-Aufnahmen waren nicht das einzige Video, das Rosberg berührte. In den letzten Tagen gab es zahlreiche Video-Vergleiche zwischen seinem eigenen WM-Triumph und dem seines Vaters aus dem Jahr 1982 - unter anderem auf der Facebook-Seite der Formel 1. "Es war wahnsinnig emotional, das zu wiederholen, was mein Dad vor 34 Jahren erreicht hat", sagte Rosberg. "Ich finde es einfach nur schön, dass es uns beiden gelungen ist."


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