Formel 1 - Brown: McLaren braucht mehr Sponsoren

Rückkehr an die Spitze nur Frage der Zeit

Zak Brown ist der neue Executive Director von McLaren. Beim Formel-1-Rennen in Abu Dhabi erläuterte er seine Rolle und die Bedeutung von Sponsoren.
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Motorsport-Magazin.com - McLaren ist im Umbruch. Zak Brown leitet bald die Geschicke im Bereich des Marketing. Auch, wenn er erst im Dezember 2016 seine Arbeit aufnimmt, war der neue Executive Direktor der McLaren Technology Group bereits in Abu Dhabi vor Ort, um sich den Fragen der Presse zu stellen. Genaue Visionen für das Formel-1-Team hat er dabei noch nicht. Fest steht für ihn nur, dass weitere Sponsoren mit an Bord geholt werden müssen.

Zusammen mit Jonathan Neale ist Brown zukünftig insbesondere für das Formel 1 Team verantwortlich. "Rein technisch haben ich noch gar nicht angefangen", bekräftigte der US-Amerikaner. Erst im Dezember wird er mit seiner Arbeit beginnen und dann gilt es viel zu lernen: "Meine ersten Aufgaben werden sein: Lernen, zuhören und zuschauen." Erst, wenn er sich mit dem Team vertraut gemacht hat, kann er seine eigentlich Arbeit beginnen.

Nichts geht ohne Sponsoren

Ohne Ron wäre ich heute nicht hier
Zak Brown

Weil Sponsoren und mit ihnen natürlich Geld eine wichtige Rolle spielen, wird Zak Brown speziell auf diesem Gebiet tätig werden. Für den Erfolg gibt es ein recht einfaches System, dass er sogar mit einem Ökosystem vergleicht. "Das besteht aus drei Pfeilern", erklärt Brown. Diese sind Fans, Sponsoren und Erfolg und alle gehen sie Hand in Hand.

"Erweitern wir unsere Fangemeinde, bekommen wir mehr Sponsoren, die uns mehr Geld bringen. Dadurch können wir das Budget erhöhen, ein besseres Auto bauen und mehr Erfolge einfahren. Durch Erfolge bekommen wir automatisch mehr Fans, dann die Zuschauer bejubeln die Fahrer an der Spitze", erklärt Brown das Prinzip. Jetzt ist es seine Aufgabe neue Sponsoren anzuwerben, damit der Kreislauf angekurbelt wird.

Zak Brown im Gespräch mit Ron Dennis - Foto: Sutton

"Es ist enorm wichtig, dass wir mehr Logos auf das Auto bekommen", so Brown. Ron Dennis vertrat die Ansicht, dass die Zeit der Titelsponsoren vorbei sei. Brown ist in diesem Punkt etwas offener: "Es ist egal ob wir das jetzt Titelsponsor oder Hauptsponsor nennen." Entscheidender sei es, mehr Partner zu haben, die bei der Titeljagd helfen.

Doch als Sponsoren kommt nicht jede Firma in Frage. "Unsere Partner müssen die gleichen Kunden wie wir ansprechen und für die selben Dinge stehen. Diese Dinge sind: Technologie, Lifestyle, Wohlstand, Wettkampf, Geschwindigkeit", geht Brown weiter ins Detail. Die Grundlage für den Erfolg sieht er bereits bei McLaren: "Wir haben ein unglaubliches Talent in unseren Reihen und den, meiner Meinung nach, besten Rennfahrer der Welt mit Fernando Alonso." Es gilt also nur das vorhandene Potenzial richtig zu nutzen.

Dennis hat Brown unterstützt

Während Ron Dennis als Teamchef abdanken musste, verstärkt mit Brown ein Mitarbeiter das Team, der noch von Dennis angeworben wurde. "Ohne Ron wäre ich heute nicht hier", erklärt der Amerikaner, der früher selbst einige Rennen gefahren ist. Sowohl vor als auch nach der Ankündigung, dass Dennis seinen Posten räumen muss, habe er Kontakt zum ehemaligen McLaren-Boss gehabt und sei durchgehend bestärkt worden.


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