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Formel 1 - Nach Massa: Auch Smedley will kürzer treten

20 Jahre bei jedem Rennen sind genug

Felipe Massa verabschiedet sich nach dem Abu Dhabi GP aus der F1. Auch sein langjähriger Begleiter Rob Smedley liebäugelt damit, in Zukunft kürzer zu treten.
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Motorsport-Magazin.com - "Felipe baby, stay cool." Kaum ein Satz verbindet in der Formel 1 zwei Menschen so sehr wie dieser Funkspruch Felipe Massa und Rob Smedley. Einst waren die beiden bei Ferrari ein unzertrennbares Duo, und seit knapp drei Jahren stehen sie nun gemeinsam in Diensten von Williams. Noch - denn nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi beendet Massa seine lange Formel-1-Karriere, die 2008 um ein Haar mit dem Weltmeistertitel gekrönt worden wäre.

Ich reise seit fast 20 Jahren zu jedem Rennen - das ist eine lange Zeit
Rob Smedley

Nun ist es aber nicht so, dass sich nur Massa aus der Formel 1 zurückzieht, auch Smedley denkt bereits daran, sich in der Königsklasse rar zu machen. Nicht sofort, aber in absehbarer Zeit. "Ich bin nicht davon abhängig, was Felipe tut, aber ich reise seit fast 20 Jahren zu jedem Rennen - das ist eine lange Zeit", sagt Smedley gegenüber der brasilianischen Publikation UOL.

"Deshalb denke ich, dass ich in zwei oder drei Jahren etwas kürzer treten werde", so der Brite, der den Titel Head of Performance Engineering trägt, weiter. "Aus professionellen Gründen ist es richtig, zu den Rennen zu kommen, aber auf der persönlichen Seite vermisse ich meine Familie sehr." Ganz aus der Formel 1 zurückziehen will sich Smedley allerdings nicht - "ich werde weiterhin ein Teil der Formel 1 und von Williams bleiben" -, lediglich seine Vorortpräsenz möchte er zurückschrauben.

Dream Team: Smedley und Massa: (4:00 Min.)

Massa-Rücktritt: Smedley wusste es als Erster

Massa kündigte seinen Rücktritt im Rahmen des Großen Preises von Italien Anfang September an. Während dieser Schritt für die breite Öffentlichkeit überraschend kam, wusste Smedley über die Pläne seines langjährigen Freundes schon seit geraumer Zeit Bescheid. "Wir waren mit unseren Familien im Juli auf Ibiza im Urlaub", verrät er. "Er hat mir davon erzählt, als wir dort waren. Damals hatte er sich zwar noch nicht komplett entschieden, aber mein Gefühl sagte mir, schon so gut wie."

Ich bin froh, dass er sich in der Rangordnung nicht nach hinten entwickelt und zu immer schlechteren Teams wechselt
Rob Smedley

Smedley selbst begrüßt Massas Schritt und wollte ihn deshalb auch nicht umstimmen, noch eine Saison dranzuhängen. "Ich bin froh, dass er sich in der Rangordnung nicht nach hinten entwickelt und zu immer schlechteren Teams wechselt", sagt der Brite, der auch Massas Angehörige im Sinn hat. "So sehr ich Felipe liebe, ich war froh für seine Familie. Seine Mutter, sein Vater und seine Frau sind sehr gute Leute. Er wird jetzt mehr ein Vater und Ehemann sein."

Felipe Massa wird nach dem Abu Dhabi GP exakt 250 Rennen in der Formel 1 bestritt haben, von denen er (mindestens) elf gewann. Zum bis dato letzten Mal auf dem Podium stand der Brasilianer als Dritter im vergangenen Jahr in Monza.


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