Formel 1 - Force India will Preisgeldvorschuss von Ecclestone

Cashflow droht ins Stocken zu geraten

Force India bittet Bernie Ecclestone um eine Vorschusszahlung bei den Preisgeldern. Es ist nicht das erste Mal, dass das Geld im Winter knapp zu werden droht.
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Motorsport-Magazin.com - Alle Jahre wieder kommt im Winter nicht nur das Christuskind, sondern wird bei den einigen Formel-1-Teams auch das Geld knapp. Das ist dem Grund geschuldet, dass die Preisgelder, die auf der Platzierung in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft beruhen, sich darüber hinaus aber auch aus Bonuszahlungen wegen historischer Leistungen zusammensetzen, auf Monatsbasis von Februar bis November ausbezahlt werden.

Force India liegt in der Konstrukteurs-Wertung vor Williams - Foto: Sutton

Im Dezember und Januar droht somit die Gefahr, dass bei den kleinen Teams der Cashflow ins Stocken gerät, weshalb Force India laut Informationen von Autosport wie schon im Vorjahr Bernie Ecclestone um einen Vorschuss auf die Preisgelder der Saison 2016 bittet. Die Inder werden das Jahr aller Voraussicht nach auf dem vierten Platz der Konstrukteurs-Wertung abschließen, so gut wie noch nie in der Geschichte des Teams. Vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi beträgt der Vorsprung auf Williams 27 Punkte.

Neben Force India baten 2015 auch Sauber und Manor um einen Vorschuss, welcher gewährt wurde. Dazu ist allerdings die einstimmige Zustimmung aller Teams vonnöten, erst dann kann Ecclestone vorzeitig die Schatulle öffnen.

Preisgelder der Formel-1-Saison 2015 in Millionen US-Dollar:

Team (WM-Platz) Gesamt Leistung Bonus Anteil
Ferrari (2.) 192 87 105 19,90%
Mercedes (1.) 171 97 74 17,72%
Red Bull (4.) 144 70 74 14,92%
Williams (3.) 83 73 10 9,02%
McLaren (9.) 82 50 32 8,50%
Force India (5.) 67 67 - 6,94%
Lotus/Renault (6.) 64 64 - 6,63%
Toro Rosso (7.) 57 57 - 5,91%
Sauber (8.) 54 54 - 5,60%
Manor (10.) 47 47 - 4,87%
Summe 965 670 295 100%

Neues Reglement geht ins Geld

Dem Vernehmen nach bittet Force India nicht aufgrund von Engpässen beim nächstjährigen Budget um einen Vorschuss, dieses soll bereits gesichert sein, sondern, um zu gewährleisten, dass der Cashflow aufrecht bleibt. Das ist besonders in diesem Winter wichtig, da 2017 ein neues Technisches Reglement in Kraft tritt und dementsprechend viel Entwicklungsarbeit notwendig ist.

Die genaue Höhe der an die Teams ausgeschütteten Preisgelder für die Saison 2016 ist derzeit noch unbekannt, nach 884 Millionen US-Dollar im Jahr 2014 und 965 Millionen im Jahr 2015, dürfte diesmal jedenfalls die Milliardengrenze gesprengt werden. Force India kassierte für den fünften Platz in der Konstrukteurs-Wertung zuletzt 67 Millionen Dollar, die Verbesserung um einen Rang dürfte ein Plus von drei Millionen Dollar nach sich ziehen.


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