Formel 1 - Ecclestone: Brauchen ein halbes Dutzend Hamiltons

Verstappen macht, was F1-Fahrer machen sollen

Vor kurzem äußerte Bernie Ecclestone, dass Nico Rosberg nicht der Champion seiner Wahl wäre. Doch was genau ist es, das ihm an Hamilton und Co. besser gefällt?
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Motorsport-Magazin.com - Die Formel-1-Saison 2016 befindet sich auf der Zielgeraden und schon beim kommenden Rennen in Brasilien könnte die Weltmeisterschaft entschieden werden. Wenn es nach Bernie Ecclestone geht, kann es im Sinne des Geschäfts nur einen richtigen Weltmeister geben - und der heißt nicht Nico Rosberg, wie der F1-Zampano erst vor wenigen Wochen klarstellte. Er wünscht sich den Mann, der die in seinen Augen beste Show liefert.

Er macht einen super Job. Wir bräuchten ein halbes Dutzend Lewis.
Bernie Ecclestone

Obwohl es für Hamilton der dritte Titel in Folge wäre, würde Ecclestone eine derartige Sieges-Serie beim Briten nicht stören. "Lewis ist etwas Besonderes", so der 86-Jährige. Und damit bezieht er sich nicht nur auf Hamiltons Leistungen auf der Rennstrecke: "Das gilt für ihn als Person und als Fahrer."

Hamiltons ständige Präsenz in Boulevard-Medien und im Dunstkreis von Hollywood-Prominenz ist in Ecclestones Augen mindestens genauso wichtig wie die starke Performance auf der Rennstrecke. Dementsprechend hätte er nichts dagegen, wenn sich andere Fahrer ein Beispiel am extrovertierten Briten nehmen würden. "Er macht einen super Job. Wir bräuchten ein halbes Dutzend Lewis", so Ecclestone.

Verstappen kann's auch

Die Fahrer in der Formel 1 sind dazu bestimmt, gegeneinander zu kämpfen.
Bernie Ecclestone

Seit seinem Aufstieg zu Red Bull ist Max Verstappen wahrscheinlich derjenige, der nach Hamilton für die meisten Schlagzeilen über die Formel 1 sorgt. Der von vielen Experten schon als Jahrhundert-Talent bezeichnete Teenager hat auch beim Formel-1-Boss schon einen hohen Stellenwert erreicht. "Max ist in der Position, in der er an die Spitze will. Er will gewinnen. Und er hat die Qualitäten und die Fähigkeiten, um es zu schaffen" sagt Ecclestone.

Während andere Piloten häufig verbal auf sich aufmerksam machen, macht Verstappen genau das, was nach Ecclestones Ansicht der Job eines Formel-1-Piloten ist. "Er fährt Rennen - und das ist es, wofür er hier ist. Die Fahrer in der Formel 1 sind dazu bestimmt, gegeneinander zu kämpfen."

Ecclestone sieht ein anderes Ferrari-Team als zu Michael Schumachers Zeiten - Foto: Sutton

Vettel ist nicht Schumacher

Ich beneide Maurizio Arrivabene wirklich nicht um seinen Job.
Bernie Ecclestone

Bei Ecclestones einstigem Liebling Sebastian Vettel läuft es mit Ferrari sportlich in dieser Saison nicht sonderlich gut. Bisher konnte der viermalige Weltmeister es nicht schaffen, an die Erfolge von Idol und Ferrari-Ikone Michael Schumacher anzuknüpfen. Der F1-Zampano glaubt nicht, dass Vettel dieselben Führungsqualitäten wie einst Schumacher besitzt. Für ihn spielen dabei allerdings auch die Teamstrukturen eine Rolle.

"Als ich Jean Todt davon überzeugen konnte, nach Maranello zu gehen, was es ein bisschen ein Risiko für Jean. Es war ein rein-italienisches Team und sie waren etwas skeptisch gegenüber einem Ausländer", so Ecclestone. Das Ferrari-Team, für das Vettel antritt, hat für ihn allerdings nichts mehr mit der Weltmeister-Truppe von Schumacher gemein: "Jetzt ist es wieder ein sehr italienisches Team und sie betreiben es wie einen italienischen Rennstall. Ich beneide Maurizio [Arrivabene] wirklich nicht um seinen Job. Ich würde ihn nicht machen wollen."


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