Formel 1 - Japan GP: Topspeeds, Boxenstopps und Top-Facts

Die wichtigsten Fakten zum Rennen in Suzuka: Mercedes holt Titel-Hattrick

Topspeeds, Boxenstopps und Top-Facts: Motorsport-Magazin.com liefert die wichtigsten Fakten zum Rennen in Japan. Ein Leckerbissen für Statistik-Freunde!
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Motorsport-Magazin.com - Beim Großen Preis von Japan wurden gleich mehrere Formel-1-Statistiken überholt. Mercedes holte den in Sepang verpassten Gewinn der Konstrukteurswertung nach und zog nebenbei noch mit Größen wie Ferrari und McLaren gleich. Silberpfeil-Pilot Lewis Hamilton musste im WM-Kampf zwar einen Rückschlag hinnehmen, durchbrach mit seinem dritten Platz allerdings eine bemerkenswerte Schallmauer. Wir haben die wichtigsten Zahlen und Fakten zur Achterbahnfahrt in Suzuka.

Die Topspeeds: Mercedes hat erneut die Konkurrenz im Griff

Mercedes war bei den Topspeeds dominant - Foto: Sutton

Wie in Malaysia, gaben die Power Units von Mercedes auch in Japan den Ton an. Lewis Hamilton markierte mit 326.9 km/h bei seiner Aufholjagd den Bestwert im 22-köpfigen Starterfeld. Gesellschaft leisteten dem Weltmeister in den Top-10 fünf der sieben weiteren von Mercedes-Aggregaten befeuerten Boliden. Neben seinem Teamkollegen Nico Rosberg waren das beide Manor sowie beide Force India. Weit abgeschlagen hingegen waren die sonst pfeilschnellen Williams-Mercedes: Sie schafften es nicht in die vordere Tabellenhälfte der Topspeeds.

Hamiltons erster Verfolger war allerdings weder der Teamkollege noch einer der Mercedes-Kunden, sondern Kimi Räikkönen im Ferrari. Der Finne legte mit 324,0 km/h den Höchstwert für die Power Units aus Maranello hin. Ferrari wurde in Form von Romain Grosjean im Haas allerdings nur von einem weiteren Auto in den Top-10 vertreten. Renault und Honda schafften es mit Kevin Magnussen (322,1 km/h) und Fernando Alonso (321,0 km/h) gar nur mit einem Fahrzeug unter die ersten Zehn.

Die Top-10 der Topspeeds beim Grand Prix von Japan 2016

Platz Fahrer Team Motor Geschwindigkeit
1 Lewis Hamilton Mercedes Mercedes 326,9 km/h
2 Kimi Räikkönen Ferrari Ferrari 324,0 km/h
3 Sergio Perez Force India Mercedes 323,0 km/h
4 Esteban Ocon Manor Mercedes 322,4 km/h
5 Romain Grosjean Haas Ferrari 322,4 km/h
6 Kevin Magnussen Renault Renault 322,1 km/h
7 Nico Rosberg Mercedes Mercedes 321,6 km/h
8 Nico Hülkenberg Force India Mercedes 321,5 km/h
9 Fernando Alonso McLaren Honda 321,0 km/h
10 Pascal Wehrlein Manor Mercedes 320,8 km/h

Die Boxenstopps: Williams wieder einmal Chef im Ring

Wie am Wochenende zuvor in Sepang, ließ sich Williams auch in Suzuka nicht die Butter vom Brot nehmen. Mit 2,05 Sekunden lieferte die Boxencrew bei Felipe Massa den schnellsten Reifenwechsel des Tages ab. Nach zwei Niederlagen in Folge, konnte der Traditionsrennstall aus Grove damit wieder zwei Bestwerte in Folge erzielen. Insgesamt hat Williams in Japan zum 13. Mal in dieser Saison diese Wertung für sich entschieden.

Erster Verfolger war wie so oft Red Bull. Die Crew von Teamchef Christian Horner fertigte Max Verstappen in 2,11 Sekunden ab. Dahinter folgte Mercedes mit 2,19 Sekunden. Red Bull und Mercedes sind nebenbei bemerkt die einzigen Teams, die Williams in diesem Jahr in der Boxengasse bezwingen konnten. Während der Rest des Feldes im Bereich von 2,50 Sekunden oder darunter lag, waren Haas, Sauber und Manor wieder weit abgeschlagen. Keine der drei Crews unterbot die 3-Sekunden-Marke.

Die schnellsten Boxenstopps der Teams in Japan

Platz Team Fahrer Zeit
1 Williams Felipe Massa 2,05 Sekunden
2 Red Bull Max Verstappen 2,11 Sekunden
3 Mercedes Nico Rosberg 2,19 Sekunden
4 Ferrari Kimi Räikkönen 2,20 Sekunden
5 Force India Sergio Perez 2,32 Sekunden
6 McLaren Fernando Alonso 2,37 Sekunden
7 Renault Kevin Magnussen 2,49 Sekunden
8 Toro Rosso Carlos Sainz 2,52 Sekunden
9 Haas Esteban Gutierrez 3,32 Sekunden
10 Sauber Marcus Ericsson 3,54 Sekunden
11 Sauber Esteban Ocon 3,55 Sekunden

Die 3 Top-Facts zum Rennen

1. - Mercedes zum Dritten: Das Mercedes-Werksteam holte nach 2014 und 2015 in Suzuka zum dritten Mal in Folge den Weltmeistertitel bei den Konstrukteuren. Damit ist der Rennstall rund um Teamchef Toto Wolff das vierte Team in der Geschichte der Formel 1, das einen Titel-Hattrick einfahren konnte. Zuvor gelang dies Ferrari, McLaren, Williams und Red Bull. Einen neuen Rekord konnten die Silberpfeile damit aber noch nicht aufstellen. McLaren und Red Bull schafften von 1988 bis 1991 beziehungsweise 2010 bis 2013 jeweils vier Weltmeistertitel in Folge.

Die Konstrukteursweltmeister in der Formel 1

Titel Konstrukteur Jahr
16 Ferrari 1961, 1964, 1975–1977, 1979, 1982, 1983, 1999–2004, 2007, 2008
9 Williams 1980, 1981, 1986, 1987, 1992–1994, 1996, 1997
8 McLaren 1974, 1984, 1985, 1988–1991, 1998
7 Lotus 1963, 1965, 1968, 1970, 1972, 1973, 1978
4 Red Bull 2010–2013
3 Mercedes 2014 - 2016
2 Cooper 1959, 1960
2 Brabham 1966, 1967
2 Renault 2005, 2006
1 Vanwall 1958
1 BRM 1962
1 Matra 1969
1 Tyrrell 1971
1 Benetton 1995
1 Brawn 2009

2. - Hamiltons 100. Edelmetall: Lewis Hamilton wird der Sonntag in Suzuka wohl kaum in guter Erinnerung bleiben, nachdem er im WM-Duell gegen Nico Rosberg erneut an Boden verlor. Einen bemerkenswerten Erfolg erreichte er mit seinem dritten Platz allerdings trotzdem: Der Brite machte sich zum erst dritten Fahrer in der Geschichte der Formel 1, der zum 100. Mal das Treppchen besteigen konnte. Vor Hamilton liegen mit 155 respektive 106 Podiumsplatzierungen nur Michael Schumacher und Alain Prost. Ebenfalls beeindruckend: 49 seiner 100 Trophäen waren Siegerpokale.

Top-10: Formel-1-Fahrer mit den meisten Podestplätzen: (01:46 Min.)

3. - Formel Zuverlässig: Ein weiteres seltenes Ereignis war der Fakt, dass in Suzuka alle 22 gestarteten Fahrzeuge die Zielflagge sahen. In der 66-jährigen Historie der Königsklasse war dies erst sieben Mal der Fall. Besonders verblüffend: Japan war nach China bereits das zweite Rennen in der Saison 2016, in dem es keine Ausfälle zu beklagen gab. Davor hatte die Formel 1 beim Grand Prix von Japan 2015 zuletzt eine Ausfallquote von 0 %. Dies spricht in Sachen Zuverlässigkeit klar für die aktuellen Hybrid-Motoren. Die erst drei Jahre alte Technologie setzt hier ganz neue Maßstäbe.

Wie schon 2015 sahen in Japan erneut alle Fahrer die Zielflagge - Foto: Sutton

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