Formel 1 - Mercedes Vorschau: Italien GP

Wo alles anfing...

Spa war für Mercedes ein Weckruf, dass die Konkurrenz da ist, wenn sich die Gelegenheit bietet. In Monza soll wieder das volle Potential ausgeschöpft werden.

Motorsport-Magazin.com - Nach dem Krisengipfel heißt es für Mercedes back to business. Aufgrund der vielen verlorenen Punkte in Spa ist Lewis Hamilton besonders motiviert. "Mein Ziel für dieses Wochenende ist natürlich, den Abstand in der Fahrer-Weltmeisterschaft zu verringern. Es liegt also viel Arbeit vor mir, aber in unserem Sport ist alles möglich. Ich werde nicht aufgeben, bis die Zielflagge in Abu Dhabi gefallen ist. Bis dahin gibt es noch viele Punkte zu holen. Es ist noch lange nicht vorbei", betonte er.

Mit Monza verbindet er Erinnerungen, die bis in seine Kart-Zeit zurückreichen. "Die Kart-Meisterschaften fuhren recht häufig in Italien. Dort habe ich auch Nico kennen gelernt. Damals hat unsere Rivalität ihren Lauf genommen", spielte er auf die jüngsten Ereignisse an.

Für Nico Rosberg lief es in der Vergangenheit in Monza nicht rund, weshalb er darauf hofft, dass sich nun das Blatt wendet. "Wir haben ein großartiges Auto und dank der Mercedes-Benz Hybrid Power Unit bin ich zuversichtlich, dass wir ein starkes Ergebnis erzielen können", meinte er. "In der Weltmeisterschaft ist noch alles offen. Mit Blick auf die doppelten WM-Punkte beim Finale in Abu Dhabi kann noch immer alles passieren. Deshalb konzentriere ich mich in den verbleibenden sieben Rennen darauf, die maximale Punktzahl einzufahren. Das gilt genauso für das Team. Los geht es hoffentlich mit einem Spitzenergebnis an diesem Wochenende."

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff betonte, dass Mercedes in den letzten Rennen nicht das volle Potential ausschöpfte. "Spa war für uns eine Erinnerung daran, dass unsere Konkurrenten nicht weit weg sind. Wir müssen weiterhin jedes Wochenende so angehen, als ob es der entscheidende Moment in dieser Saison wäre", stellte er klar.

Mercedes: Monza Bilanz

Mercedes in Monza: Die größten Erfolge der Silbernen liegen schon mehr als ein halbes Jahrhundert zurück. In den Jahren 1954 und 1955 siegte der Daimler-Benz-Pilot Juan Manuel Fangio im königlichen Park von Monza. Seit der Rückkehr 2010 lassen die Siege noch auf sich warten. Das höchste der Gefühle war der fünfte Platz 2010 von Nico Rosberg und ebenfalls ein fünfter Rang von Michael Schumacher 2011.

Lewis Hamilton in Monza: In seinem Formel-1-Debütjahr 2007 gelang Hamilton auf Anhieb der Sprung auf den zweiten Podestplatz. Seinen bis dato einzigen Erfolg feierte Hamilton 2012 ebenfalls in Diensten von McLaren.

Nico Rosberg in Monza: In Monza sollte es bisher nicht wirklich klappen. Ein fünfter, zwei sechste und ein siebter Platz stellen Rosbergs Bestleistungen dar. Der Mercedes-Pilot schied zudem zwei Mal aus und erreichte zwei Mal nicht die Top-10.

Redaktionskommentar

Motorsport-Magazin.com meint: Mercedes steht in Monza mehr denn je unter Beobachtung, denn alle warten gespannt darauf, wie Hamilton und Rosberg gegeneinander fahren werden. Mit wie viel Wut im Bauch fährt Hamilton? Kommt es erneut zum Crash? Wer steckt zurück? Für Fans und Konkurrenz ist die Situation ein gefundenes Fressen. Den Verantwortlichen am Mercedes-Kommandostand wird dagegen der Schweiß auf der Stirn stehen. (Annika Kläsener)


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