Formel 1 - Interview - Romain Grosjean: Monza wird für uns schwierig

Den richtigen Kompromiss finden

Romain Grosjean spricht im Team-Interview über seine Liebe zu Italien, die Herausforderung Parabolica und die Chancen für Lotus.
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Motorsport-Magazin.com - Wie sehr gefällt dir Monza?
Romain Grosjean: Ich liebe die Strecke, denn sie ist unverkennbar du besitzt sehr viel Geschichte. Es ist schön auf einer Rennstrecke zu fahren, auf der all unsere Helden gefahren sind. Die Atmosphäre rund um die Strecke ist einfach großartig und die Tatsache, dass wir im Royal Park von Monza fahren, macht es umso spezieller. Natürlich spielen die Ferrari-Fans eine große Rolle. Es ist einfach toll auf einem so legendären Kurs zu fahren.

Hast du irgendwelche speziellen Erinnerungen an Monza?
Romain Grosjean: Ich fuhr eines meiner ersten Rennen in Monza und zwar war das 2003 in der Formel Lista. Ich gewann das Rennen in Italien sowie sämtliche andere Rennen in meiner Rookie-Saison. Im Verlauf meiner Karriere konnte ich noch andere Erfolge in Monza sammeln, daher habe ich sehr gute Erinnerungen an die Strecke.

Zumindest auf dem Papier sieht es nach einer Strecke aus, die uns nicht entgegen kommt.
Romain Grosjean

Welche Erwartungen hast du an das Wochenende?
Romain Grosjean: Es wird für uns ein schwieriges Wochenende. Zumindest auf dem Papier sieht es nach einer Strecke aus, die uns nicht entgegen kommt. Trotzdem werden wir hart kämpfen und unser Bestes geben, damit wir mit einem positiven Gefühl nach Singapur weiterreisen können - ein Kurs, der uns mehr liegen sollte. Für Monza haben wir einen speziellen Heckflügel im Gepäck, der uns dabei helfen sollte, den Performance-Nachteil auf der Geraden aufzuheben. Entscheidend ist, dass wir das Auto in punkto Aerodynamik schnell bekommen. Wichtig wird auch das Reifenmanagement sein. Für uns werden besonders Kurven wie Lesmo oder Ascari schwierig werden, denn je weniger Abtrieb man besitzt, umso weniger Grip hat man in den Kurven. Es ist ein schwieriger Kompromiss, aber ich bin zuversichtlich, dass das Team die richtige Lösung finden wird.

Glaubst du, dass die 2014er Autos mit ihrem geringeren Abtrieb in Monza schwieriger zu fahren sein werden?
Romain Grosjean: Ja, aber es ist für alle gleich. Durch den Verlust des angeblasenen Diffusors wird Monza dieses Jahr sicher eine größere Herausforderung sein als 2013. Aber wir fahren in der Formel 1, daher muss man die Herausforderungen annehmen - und das werden wir tun. Wir müssen einfach positiv bleiben und das Maximum aus unserem Paket, das wir in Italien haben, herausholen.

Grosjean freut sich auf Monza - Foto: Sutton

Die Auslaufzonen der Parabolica wurden verändert. Deine Meinung?
Romain Grosjean: Die Parabolica ist eine sehr schnelle und herausfordernde, daher ist es aus Sicherheitsgründen sicherlich eine gute Sache. In der Vergangenheit habe ich mir schon öfters gedacht, dass ich dort bloß nicht zu spät auf der Bremse sein darf, weil ich dann in die Schotter-Auslaufzone komme und womöglich direkt in die Wand knalle. Ich denke, dass wir Fahrer jetzt schneller unser Limit finden werden, weil uns nicht mehr der Schotter und ein möglicher Crash droht.

Pizza oder Pasta?
Romain Grosjean: Ich kenne eine sehr gute Pizzeria in der Nähe der Strecke. Daher sage ich Pizza. Aber ich muss vorsichtig sein, denn ich nehme sehr schnell zu. Italien ist ein magischer Ort mit sehr viel Geschichte und Kultur. Wie viele andere Fahrer bin ich sehr viele Rennen - auch schon im Kart - in Italien gefahren. Daher kenne ich das Land sehr gut. Ich kenne niemanden, der nicht gern nach Italien kommt.


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