Formel 1 - Häkkinen: Mercedes-Konkurrenzkampf wird bleiben

Keiner wird nachgeben

Mika Häkkinen glaubt nicht, dass Mercedes den Konkurrenzkampf zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg unterbinden kann.
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Motorsport-Magazin.com - Für Freitag ist in Brackley eine Krisensitzung einberufen. Toto Wolff und Paddy Lowe wollen mit Nico Rosberg und Lewis Hamilton besprechen wie es weitergeht. Ein Vorgehen, das für Mika Häkkinen nicht überraschend kommt. "Der Rennstall wird sich die beiden Fahrer vornehmen und mit ihnen ein ernstes Gespräch führen", prophezeite der zweifache Weltmeister kurz nach dem Belgien GP. Nach der Kollision der Teamkollegen im Belgien GP überlegt Mercedes künftig eine Teamorder einzusetzen.

Trotz der Entspannungsbemühungen wird es nach wie vor einen starken Konkurrenzkampf geben und keiner wird nachgeben
Mika Häkkinen

Doch Häkkinen befürchtet, dass das im Fall von Rosberg und Hamilton nichts bringen wird. "Beide Fahrer wollen Weltmeister werden. Natürlich kann Mercedes interne Regeln einführen. Das Team kann beispielsweise von den Fahrern verlangen, dass es in der ersten Kurve auf keinen Fall zu einem Zusammenstoß kommen darf. Aber dann beginnt die Wettfahrt auf's Neue. Ich glaube, dass es trotz der Entspannungsbemühungen nach wie vor einen starken Konkurrenzkampf geben und keiner nachgeben wird", sagte Häkkinen.

Der Finne weiß aus eigener Erfahrung wie intensiv solch ein interner Kampf zwischen Teamkollegen sein kann. Trotzdem ist er der Meinung, dass Spitzenfahrer in der Lage sein sollten, einen kühlen Kopf zu bewahren. "Top-Fahrer sollten in der Lage sein, zu bedenken, dass das Rennen noch lang ist und sich Taktieren auf das Endergebnis auswirken kann. Es lohnt sich in den ersten Runden nicht, irgendwelche todesmutigen Versuche zu unternehmen", schrieb der Finne in seiner Hermes-Kolumne.

Einen Schuldigen wollte er im Krieg der Sterne nicht ausmachen. "Ich verstehe Nico insofern, als dass er sofort zuschlagen wollte, wenn sich die erste Gelegenheit bietet. Wenn Lewis es geschafft hätte, etwas weiter weg zu kommen, hätte sich das beispielsweise auf die Boxenstopps ausgewirkt. Wenn man versucht außen zu überholen, wird man in der Regel Zweiter. In Spa kam die nächste Kurve so schnell, dass dies Nicos Chancen eher eingeschränkt hat. Ich will niemanden verteidigen und auch nicht beschuldigen, aber das war schon negativ für den Rennstall", so Häkkinen.


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