Formel 1 - Eddie Jordan: Mercedes-Fahrer führungslos

Verzogene Fahrer, die machen was sie wollen

Eddie Jordan kritisiert nach der Kollision in Spa die Mercedes-Teamleitung. Der Rücktritt des ehemaligen Teamchefs Ross Brawn sei der Grund für das Chaos.
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Motorsport-Magazin.com - Seit der Kollision in Spa herrscht zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg Eiszeit. Eddie Jordan sieht die Schuld für den Zusammenstoß nicht bei den Fahrern, sondern bei der Teamführung. "Das Team ist schuld. Sie sagen zwar, dass sie beide Piloten fahren lassen, aber machen es nicht", erklärte Jordan. Als Beweis für seine These nennt er Ungarn.

"Im Rennen wurde Rosberg darüber informiert, dass er Hamilton überholen könne und Hamilton bekam Befehl seinen Teamkollegen durchzulassen, was er aber nicht tat. Wie kann man sagen, dass man keine Teamorder hat, wenn es schon eine gibt? Das ist Unsinn", kritisiert Jordan. Der 66-Jährige ist sich sicher, dass Mercedes eine Führungsperson wie Ross Brawn fehlt. Brawn trat nach der Saison 2013 zurück. Aktuell besteht die Führungsriege aus Toto Wolff, Niki Lauda und Paddy Lowe, die nach dem Belgien-Vorfall mit Konsequenzen drohten.

Eddie Jordan glaubt, dass dem Team Ross Brawn fehlt. - Foto: Sutton

"Rosberg und Hamilton sind wirklich tolle Typen, aber ihnen fehlen die Erfahrung und ihr alter Teamchef. Sie entwickeln sich zu verzogenen Fahrern, die das machen was sie wollen", meinte Jordan und erinnerte an den Großen Preis von Malaysia 2013, wo Ross Brawn, Rosberg mitgeteilt hatte, dass er Hamilton nicht überholen darf und somit einen Zweikampf verhinderte. "Wenn Brawn noch im Team wäre, würde es eine ganz andere Show in der Formel 1 geben und Mercedes hätte in Belgien einen Doppelsieg geholt", ist Jordan überzeugt.


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