Formel 1 - Mercedes erhält Rückendeckung von Alonso

Was sie tun, ist richtig

Fernando Alonso hegt Sympathie für Mercedes' Entscheidung seine Fahrer frei fahren zu lassen. Es sei nicht möglich alle glücklich zu machen.
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Motorsport-Magazin.com - Mercedes überlegt nach der Kollision von Nico Rosberg und Lewis Hamilton in der zweiten Runde des Belgien GP in den verbleibenden Rennen auf Teamorder zu setzen. Bis zu der Eskalation in Spa-Francorchamps hatte der Rennstall seine Fahrer frei fahren lassen. Eine Entscheidung, die Fernando Alonso begrüßt.

So lange sie sich nicht berühren, ist es fantastisch. Wenn es passiert, dann ist das Team der Buhmann.
Fernando Alonso

"Es ist immer eine schwierige Situation, wenn ein Team seine Fahrer frei fahren lässt. So lange sie sich nicht berühren, ist es fantastisch. Wenn es passiert, dann ist das Team der Buhmann. Es ist wirklich schwierig alle glücklich zu machen. Mercedes führt beide Weltmeisterschaften mit großem Vorsprung an, somit ist es toll, was sie machen", stellte sich der Spanier hinter Mercedes.

Mit Ausnahme von Belgien ging es zwischen den beiden WM-Konkurrenten auch stets fair zur Sache. "Lewis und Nico sind bisher fantastisch gefahren. Das beste Beispiel war Bahrain. Es war ein fantastisches Rennen, das jeder genossen hat", so Alonso.

Boullier warnt

McLaren-Renndirektor Eric Boullier sieht die Lage bei den Silberpfeilen als gefährlich an. "Wenn es einen ernsthaften Bruch in der Beziehung zwischen den Fahrern und zwischen den Fahrern und dem Team gibt, kommt es zu einem großen, großen Chaos", warnte der Franzose gegenüber Autosport.

Es ist unglücklich, dass es nach zwei Runden passiert ist, aber es ist ein Rennunfall
Eric Boullier

Eine Patentlösung, wie Mercedes seine Piloten nun kontrollieren könnte, hat Boullier allerdings nicht parat. "Das kann man nicht", betonte er. "Es ist unglücklich, dass es nach zwei Runden passiert ist, aber es ist ein Rennunfall. Ich verstehe, dass sie enttäuscht sind, weil sie einen Doppelsieg verpasst haben, aber das ist Racing."

Laut dem Franzosen müsse Mercedes nun entscheiden, wie man weiter verfährt, auch was die Kommunikation mit den Medien betrifft. "Es ist besser, die Sache abseits der Strecke zu klären, aber ich bin froh, dass nicht ich dieses Problem lösen habe", gab der McLaren-Mann unumwunden zu. "Am Ende glaubt man, sich selbst ins Knie zu schießen, aber das ist ebenfalls Teil des Racings."

Lösung bis Monza angestrebt

Am Montag konterte Rosberg in seinem Videoblog die Vorwürfe seines Teamkollegen, er habe ihn mit Absicht abgeschossen. "Mir wurde erzählt, was Lewis den Medien erzählt hat und wie er unsere Meetings und Diskussionen dargestellt hat. Was ich auf jeden Fall sagen kann, ist, dass ich die Darstellung sehr, sehr anders sehe", erklärte der WM-Leader.

Bis zum kommenden Grand Prix in Italien wird die Mercedes-Führung seinen Fahrern deutlich ins Gewissen reden, damit sich der Vorfall nicht wiederholt. "Solch eine Berührung so früh im Rennen zu riskieren, ist ein inakzeptables Risiko. Das darf und wird nicht mehr passieren. Jetzt liegt es an uns, die Nachricht richtig rüber zu bekommen, damit so etwas nicht mehr passiert", betonte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.


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