Formel 1 - Belgien GP im Rückblick: Christians Lehren

Wolff bekommt, was er wollte

Sommerpause adé: die Formel 1 sorgte am Wochenende wieder für Action. Und wie! Wir blicken auf ein aufregendes Wochenende zurück.
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Lehre 1: Smedley nicht nach Bremsen fragen

Wie war das nochmal mit den Bremsen, Rob? - Foto: Sutton

Nach dem Regen-Qualifying waren die Bremsen mal wieder im Mittelpunkt. Hamilton, Massa und Hülkenberg klagten über verglaste Bremsen. Ja, auch bei Karbonbremsen kann das passieren. Aber wieso genau? Diese Frage hätte der britische Journalist Rob Smedley lieber nicht stellen sollen. Es folgte ein fünfminütiger Monolog über die chemische Zusammensetzung der einzelnen Karbonlagen einer Bremsscheibe. Schlauer waren die meisten Journalisten danach nicht.

Lehre 2: Wolff bekommt, was er will

Über mangelnde Medienpräsenz kann Nico Rosberg nicht klagen - Foto: Sutton

Vor dem Rennen versuchte Toto Wolff den Zweikampf zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton noch herunterzuspielen. "Natürlich bauschen die Medien das auf und das ist auch richtig so", sagte der Österreicher. Ob er am Sonntagnachmittag noch immer so darüber dachte? Die Mercedes-Hospitality war jedenfalls ähnlich überfüllt mit Journalisten wie die Caterham-Hospi bei André Lotterers erster Medienrunde. Nur, dass Mercedes nicht ganz so bescheiden im Paddock haust. Um Medienpräsenz braucht sich Mercedes also keine Sorgen machen.

Lehre 3: Mattiacci nicht reizen

Marco Mattiacci kann ganz schön ungemütlich werden - Foto: Sutton

Nicht nur Toto Wolff war am Sonntagnachmittag 'not amused'. Auch Ferrari Teamchef Marco Mattiacci war nicht gerade gut gelaunt. In der italienischen Medienrunde scheint ein Kollege die falsche Frage gestellt zu haben. Mattiacci war jedenfalls ganz außer sich, der Journalist aber auch. Es folgten - auch ohne ein Wort davon verstanden zu haben - amüsante zwei Minuten. Ferrari Sprecher Renato konnte die Situation aber einigermaßen unter Kontrolle bringen. Zumindest bis zum Ende der Medienrunde, da diskutierten Mattiacci und der italienische Kollege das Ganze noch einmal alleine.

Lehre 4: Alle Reifen gut, außer Pirelli

André Lotterer hätte wohl gerne Michelin oder Bridgestone montiert - Foto: Sutton

Angesprochener André Lotterer musste am Wochenende jede Menge Vergleiche ziehen. Zwischen Le Mans und Formel 1, zwischen Super Formula und Formel 1 und so weiter. Am Freitag rutschte ihm dann ein Satz raus: "In Le Mans haben wir auch mit den Michelin-Pneus gute Reifen." In der Formel 1 etwa nicht? "Naja, hier gibt es nur einen Reifenhersteller, in Le Mans herrscht ein Wettbewerb", versuchte er sich noch zu retten. Am Sonntag zog er aber auch noch einen Vergleich mit den Reifen der Super Formula, in der es mit Bridgestone ebenfalls nur einen Hersteller gibt. Und diese Reifen seien ebenfalls besser.

Lehre 5: Besser nicht schmuggeln

Die Polizei, dein Freund und Helfer - Foto: Sutton

Spa-Francorchamps ist für uns Deutsche ganz gut gelegen. 30 Kilometer hinter der Grenze kann man problemlos noch ein Hotel auf deutscher Seite wählen. Jeden Abend sind wir am Zoll vorbeigefahren, nie wurden wir aufgehalten. Nur Sonntagnacht, als dann die lange Heimreise Richtung München an stand und man einfach nur noch nach Hause will, da wurden wir vom Zoll gestoppt. Zum Glück hatten die Beamten schnell gemerkt, dass wir keine heiße Ware an Bord hatten und haben uns schnell durchgewinkt. 15 Minuten später dann allerdings die nächste Kontrolle, diesmal stoppte uns die Polizei. Zum Glück dauerte auch dieser Stopp nicht lange. Mit so einem Paddock-Pass kommt man nicht nur ins Fahrerlager, sondern auch schnell aus Polizeikontrollen raus.


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