Formel 1 - Vettel nach Motor-Ärger: Strafen unausweichlich

Zwangspause in Spa

Sebastian Vettel im Motoren-Pech: Zum Auftakt in Belgien ist der Weltmeister größtenteils zum Zuschauen verdammt. Für ihn ist klar: Es werden Strafen kommen.
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Motorsport-Magazin.com - Sebastian Vettel hat einen denkbar schlechten Auftakt zum Großen Preis von Belgien erwischt. Wegen eines Motorenproblems musste der amtierende Weltmeister das komplette 2. Training in Spa-Francorchamps auslassen. Bereits in der ersten Session konnte er lediglich elf Runden drehen.

Vettel und die Motoren - langsam wird es eng für den Red-Bull-Piloten. Aktuell nutzt er bereits den fünften Verbrennungsmotor in seinem Boliden. Sollte das Team in dieser Saison ein weiteres Mal das Aggregat wechseln müssen, droht Vettel eine Strafversetzung um zehn Positionen. "Natürlich ist das blöd, aber im Moment kann ich nichts machen", akzeptierte Vettel sein Schicksal. "Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich den Tag aber anders gestalten."

Deshalb hoffte er inständig, dass der in Spa eingesetzte Motor keinen größeren Schaden genommen hat. "Deshalb sind wir nicht gefahren - um ihn zu überprüfen", erklärte Vettel seinen Verzicht auf das 2. Training in den Ardennen. "Wenn er doch beschädigt sein sollte, müssen wir natürlich einen anderen Motor einsetzen - nicht unbedingt an diesem Wochenende, aber in der Zukunft. Warten wir es mal ab."

Unschöner Belgien-Auftakt für Vettel - Foto: Sutton

Motor auseinandergenommen

Nach dem ersten Training hatte Helmut Marko erklärt, was genau bei Vettels Motor schief gelaufen war. Einer der Zylinder habe ein Feuer entfacht und dadurch diverse Kabelbäume und die MGU-K zerstört. Red Bull musste die komplette Power Unit auseinandernehmen und auf mögliche weitere Schäden überprüfen. Laut Red Bulls Motorsportberater sei der Motor allerdings nicht beschädigt worden und war sowieso nicht für den Renneinsatz in Spa bestimmt gewesen.

Problem für Vettel: Er ist sicher, dass er dieses Jahr mindestens eine Platz-Strafe kassieren wird. Die Frage lautet nun, ob es bei der einen Bestrafung bleibt. "Wir müssen sowieso noch einen zusätzlichen Motor einsetzen", sagte der Heppenheimer. "Es geht darum, ob wir mit sechs auskommen - oder noch einen weiteren brauchen. Das hängt vom Motor heute ab. Es ist für uns aber sowieso unausweichlich, mit Strafen durch die zweite Saisonhälfte zu gehen."

Vettel rechnet dieses Jahr mit Motor-Strafen - Foto: Sutton

Platz 11 zum Auftakt

Vettel schloss die Auftakt-Session in Belgien auf dem elften Platz ab. Für seine beste Rundenzeit benötigte der Vierfach-Champion 1:53.369 Minuten. Zu Nico Rosbergs Bestzeit fehlten rund 1,7 Sekunden. Teamkollege Daniel Ricciardo war im 1. Training etwas vier Zehntelsekunden schneller als Vettel. "Es hat nicht geholfen, dass wir heute keine Erfahrungen sammeln konnten abgesehen von ein paar Runden heute Morgen", so Vettel. "Man hat gesehen, dass das nicht die beste Strecke für uns ist. Auf den Geraden fehlte der Speed - und davon gibt es hier ein paar ziemlich lange."

Schon am Donnerstag hatte Vettel über die künftigen Strafe geklagt, die er dieses Jahr in Folge des holprigen Saisonstarts wohl noch kassieren wird. "Es war eine harte Saison bisher", sagte er. "Wir hatten einige Probleme, die mich wirklich geärgert haben, aber die konnten wir größtenteils beseitigen. Die zweite Hälfte sollte also ruhiger verlaufen und wir werden mehr Zeit für die normale Arbeit am Freitag und Samstag haben." Doch es sollte anders kommen...


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