Formel 1 - Belgien GP: Die Stimmen vor dem Wochenende

Fahrer einig: Motorpower entscheidet

Die Sommerpause ist beendet! Ab Freitag heißt es für die Piloten der Formel 1 wieder Gas geben. Was die Piloten von Spa halten, erfahrt ihr wie immer bei uns.
von

Motorsport-Magazin.com - Mit welchen Erwartungen reisen die F1-Piloten zum ersten Grand Prix nach der Sommerpause? Worauf kommt es auf der belgischen Traditionsstrecke Spa besonders an? Wir fassen die wichtigsten und besten Zitate für euch zusammen:

Nico Rosberg:Meine Bilanz fällt in Spa nicht so gut aus wie auf einigen anderen Strecken. Aber ich bin fest entschlossen, das am kommenden Wochenende zu ändern. Wir haben einen großartigen Saisonstart mit vielen guten Ergebnissen hingelegt. Das zurückliegende Rennen hat jedoch gezeigt, dass die anderen Teams nicht weit weg sind. In der Formel 1 kann man sich keine Fehler leisten.

Lewis Hamilton:Ich habe hier 2008 und bei meinem ersten Rennen für das Team im vergangenen Jahr gute Ergebnisse erzielt. Nicht zu vergessen meinen Sieg 2010. Ich habe in Spa noch nicht so oft gewonnen, wie ich es gerne hätte, aber dieser Erfolg war ein ganz besonderer für mich. Gerne möchte ich daran anschließen.

In Spa geht das WM-Duell Hamilton gegen Rosberg in die nächste Runde - Foto: Sutton

Daniel Ricciardo:Spa ist eine Strecke, die aufregende Rad-an-Rad-Action bietet. Der Kurs bietet echtes Racing, auch wenn sich über die Jahre die F1 verändert hat und Kurven wie Eau Rouge und Blanchimont etwas an ihrer Strahlkraft verloren haben. Dafür haben wir Pouhon, die Linkskurve zwischen Turn 10 und 11 - diese Kurve ist unfassbar schnell. Ich freue mich riesig auf das erste Rennen nach der extrem langen Sommerpause.

Fernando Alonso:Ich denke, ein Sieg ist ein bisschen unrealistisch. Wir müssen unsere Ziele für den Rest des Jahres wohl etwas tiefer ansetzen. Wir müssen versuchen in der Konstrukteurswertung so gut wie möglich abzuschneiden, aber es ist ein harter Kampf - vor allem mit Williams. Die nächsten beiden Rennen kommen ihnen entgegen, während wir mit zwei harten Wochenenden rechnen. Spa und auch Monza sind Motorestrecken, auf denen wir wohl wenig Chancen haben, aber danach heißt es wieder Attacke.

Valtteri Bottas:Um in Spa konkurrenzfähig zu sein, braucht man ein Auto mit effizienter Aerodynamik. Deshalb erwarten wir, dort stark zu sein und wollen ein gutes Ergebnis einfahren.

Sebastian Vettel:Im Vorjahr startete hier meine Siegesserie von neun Rennen und an sowas erinnert man sich natürlich gerne zurück. In diesem Jahr werden wir aufgrund der fehlenden Motorpower wohl nicht ohne weiteres aus eigener Kraft siegen können, aber vielleicht kommt uns ja schlechtes und wechselhaftes Wetter etwas entgegen.

Vettel holte sich im Vorjahr den ersten von neun Siegen in Folge - Foto: Sutton

Nico Hülkenberg:Wir haben in der ersten Hälfte der Saison das Maximum aus unseren Möglichkeiten herausgeholt. Das müssen wir auch in den letzten acht Rennen tun. Spa sollte unserem Auto und seinen Stärken sehr entgegenkommen und ich will hier ein gutes Resultat und viele Punkte herausfahren. Ich erwarte in der WM einen engen Kampf bis zum Finale, umso wichtiger ist es, dass wir konstant gute Punkte holen.

Jenson Button:Ich hatte im vergangenen Jahr eines meiner besten Wochenenden in Spa. Das war nicht mein bestes Saisonergebnis, aber es war positiv, weil ich das Beste aus dem Paket herausgeholt habe und eng mit einigen Fahrern kämpfen konnte. Budapest war enttäuschend, aber wir haben die Schwierigkeiten analysiert und glauben, nun zu wissen, was schief gelaufen ist. Ich gehe also davon aus, dass wir nun weniger Probleme haben werden.

Felipe Massa:Ich hatte eine wirklich schöne Sommerpause, aber jetzt freue ich mich wieder auf Racing. Die langen Geraden in Spa sollten unserem Auto liegen und wir sollten mit Erfolgen in die zweite Saisonhälfte starten können. Ich habe hier 2008 gewonnen und weiß also, was es braucht, um hier zu gewinnen.

Kevin Magnussen:Die zweite Saisonhälfte wird unglaublich wichtig für uns. Wir müssen die kommenden acht Rennen nutzen, um unsere Entwicklungsstrategie voranzutreiben. So wollen wir unsere Position in beiden Meisterschaften zunächst festigen und dann verbessern. Ich glaube, dass wir als Team dazu bereit sind.

F1-Rookie Kevin Magnussen steht vor seiner Spa-Premiere in der Königsklasse - Foto: Sutton

Sergio Perez:Ich glaube, dass wir dort gut sein können. Man muss im Verlauf des Wochenendes aber auch mit Regen rechnen. Es könnte also etwas unberechenbar werden.

Kimi Räikkönen:Spa ist vermutlich mein Lieblingskurs, weil es eine Old-Style-Strecke ist, die auf und ab durch den Wald führt. Es gefällt mir, dass sie schnell und flüssig ist. Ich denke, man kann als Fahrer in jedem Teil der Strecke den Unterschied ausmachen. Wir hatten auch 2009 Probleme bei Ferrari, haben das Auto aber für Spa deutlich besser hinbekommen. Das würde bedeuten, dass das Racing wieder etwas mehr Spaß macht. Es macht immer mehr Spaß, wenn wir gute Resultate erreichen.

Jean-Eric Vergne:Es sind immer viele belgische Fans an der Strecke, die mich unterstützen. Somit fühlt es sich für mich wie eine Art Heimrennen an. Es ist immer ein tolles Wochenende. Belgien ist bekannt für sein wechselhaftes Wetter. Es kommt schon mal vor, dass ein Teil der Strecke nass ist und der andere trocken. Ich finde das großartig.

Romain Grosjean:Spa ist bekanntlich eine der besten Strecken, auf der wir fahren, wenn nicht die beste. Für einen Fahrer ist es eine Traumstrecke mit den Höhenunterschieden, schnellen Kurven, mittelschnellen technischen Kurven und einigen guten Geraden zum Überholen. Es ist eine Strecke mit einer Seele. Ich genieße es immer hier zu fahren, wie die meisten anderen Fahrer. Aber an Spa gefällt mir nicht nur die Strecke, sondern auch die wunderschöne Umgebung mit den Wäldern der Ardennen.

Beim Trackwalk machte sich Romain Grosjean ein genaues Bild seiner Lieblingsstrecke - Foto: Sutton

Daniil Kvyat:Ich habe gute Erinnerungen an Belgien, allerdings starte ich hier das erste Mal in einem F1-Boliden. Alles beginnt wieder bei null. Im ersten und zweiten Sektor braucht man einen starken Motor kombiniert mit viel Downforce. Im ersten und dritten Sektor ist eine gute Bremsstabilität gefragt.

Adrian Sutil:Unser Power-Nachteil ist hier bestimmt zu spüren. Man muss kein Spezialist sein, um vorauszusehen, wer hier die Nase vorne hat. Aber wir haben auch hier und da ein paar kleine Verbesserungen. Ich hoffe, dass wir beim Antriebsstrang ein bisschen besser aufgestellt sein werden. Vom Auto selbst sollte die Strecke uns ganz gut liegen. Bezüglich der Abstimmung des Autos gibt es zwei Varianten, entweder ist man schnell im zweiten Sektor und relativ langsam auf den Geraden, oder umgekehrt. Das kann durchaus zur gleichen Rundenzeit führen. Ich würde eher zu mehr Höchstgeschwindigkeit auf den Geraden tendieren.

Marcus Ericsson:Unser Ziel ist, in Belgien richtige Fortschritte zu machen, was das ganze Wochenende für das Team und mich besser machen wird. Wir haben viel Arbeit vor uns, um das Beste aus den neuen Teilen herauszuholen, aber jeder ist dafür bereit und wenn wir erreichen, was wir uns vornehmen und eine gute Zuverlässigkeit haben, könnte es ein wirklich gutes Wochenende für uns werden.

Pastor Maldonado:Wenn wir aus technischer Sicht ein problemloses Wochenende haben, denke ich, dass wir durchaus in der Lage sein sollten, um Punkte zu kämpfen. Der Rundkurs ist einfach nur unglaublich und ohne Zweifel einer der besten auf diesem Planeten. Was du als Fahrer in Kurven wie Eau Rouge/Raidillion, Pouhon und Blanchimont erlebst, kann dir kein Gefühl auf einer anderen Strecke der Welt vermitteln. Spa ist in allen Belangen einzigartig und der Gedanke daran, dass du gerade auf Teilen der Strecke fährst, auf der 1950 der erste Grand Prix überhaupt ausgetragen wurde, macht das Erlebnis noch einzigartiger.

Der Deutsche Andre Lotterer gibt in Spa sein F1-Debüt für Caterham - Foto: Sutton

Esteban Gutierrez:Der Circuit ist im Vergleich zu anderen sehr lang und verfügt über einige interessante Kurven und lange Geraden. Zudem geht es hoch unter runter, es ist immer ein Erlebnis dort zu fahren. Eine meiner Lieblingskurven ist die Doppel-Links, Pouhon, die sehr viel Spass macht. Aufgrund der langen Geraden wird die Motorleistung ein entscheidender Faktor sein, der für uns allerdings zu einer Herausforderung werden könnte. Das Wetter spielt in Spa oft eine Rolle. Die Bedingungen können sehr schnell wechseln, was in der Vergangenheit oft zu spannenden Rennen führte.

Alexander Rossi:Das ist ein wichtiger Moment für mich. Es gibt viel vorzubereiten und nur sehr wenig Zeit dafür. Andererseits fühle ich mich schon seit einiger Zeit bereit dafür. Ich kann es kaum erwarten, morgen im MR03 zu fahren. Hoffentlich kann ich das Team mit einem soliden Rennwochenende belohnen.

André Lotterer:Es wird sicherlich nicht einfach, erwartet also nicht zu viel von mir. Ich muss jetzt erst einmal mit der F1-Welt klarkommen und mich mit dem Auto vertraut machen, um auf einem guten Level zu sein. Wenn es die Möglichkeit gibt, etwas Gutes zu machen, dann wäre ich natürlich bereit dazu. Große Ziele darf man aber nicht von mir erwarten. Es war immer mein Traum, mal in der Formel 1 zu fahren. Es kam leider ein bisschen später als geplant, trotzdem vielen Dank an Caterham und auch Audi, dass sie mir die Freiheit geben.


Weitere Inhalte:

Motorsport-Magazin.com fragt
Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x