Formel 1 - Bianchi: Ferrari für 2015 wohl dicht

Eines Tages mit Ferrari Rennen gewinnen

Bei den Insidern hat sich Jules Bianchi längst ins Gedächtnis eingebrannt. Viele trauen ihm einen Ferrari-Vertrag zu. Bianchi rechnet 2015 noch nicht damit.
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Motorsport-Magazin.com - Wer fährt 2015 für Ferrari? Fernando Alonso und Kimi Räikkönen haben Verträge, die über 2014 hinausgehen. Doch nicht erst in der Silly Season sind Gerüchte aufgekommen, wonach Alonso einem Lockruf von McLaren-Honda folgen könnte. Eine Ausstiegsklausel könnte wirksam werden, sollte Ferrari nicht unter die Top-3 der Konstrukteursweltmeisterschaft kommen.

Bald Teamkollegen oder doch Alonso-Ersatz? - Foto: Sutton

Bei den aktuellen Formkurven von Williams und Ferrari ist fraglich, ob die Scuderia Platz drei halten kann. Und auch Kimi Räikkönens Zukunft ist nicht über alle Zweifel erhaben. Die schwachen Resultate - es steht teamintern 27 zu 115 gegen den Finnen - sind Wasser auf den Mühlen jener, die Räikkönen auch bei seiner zweiten Ferrari-Karriere ein vorzeitiges Ende vorhersagen.

Ein möglicher Ersatzkandidat, sollte tatsächlich ein Platz in Maranello frei werden, ist Jules Bianchi. Der Marussia-Pilot ist nicht nur Mitglied der Ferrari Driver Academy, sondern durfte sogar schon bei Testfahrten in den roten Boliden klettern. Bei Marussia überzeugte der Franzose zuletzt in Monaco mit den ersten Punkten der Teamhistorie.

Dennoch glaubt Bianchi nicht an eine baldige Zukunft in Rot. "Sie haben für das nächste Jahr Verträge mit beiden Fahrern und ich glaube nicht, dass sie daran etwas ändern werden", sagte er gegenüber Crash.net.

Natürlich ist es mein Ziel, eines Tages für Ferrari zu fahren und mit ihnen Rennen zu gewinnen.
Jules Bianchi

Aus seinem langfristigen Ziel macht der 25-Jährige aber keinen Hehl. "Natürlich ist es mein Ziel, eines Tages für Ferrari zu fahren und mit ihnen Rennen zu gewinnen", sagte Bianchi im Exklusiv-Interview mit Motorsport-Magazin.com. "Ich bin in der Formel 1, um zu beweisen, dass ich ein Sieger sein kann."

Ein weiteres Jahr bei Marussia sei aber kein Weltuntergang, ganz im Gegenteil: "Wenn ich bleiben darf, mache ich das gerne. Es ist ein gutes Team, das mir die Chance gegeben hat, in die Formel 1 einzusteigen. Ich kann mich absolut nicht darüber beschweren."


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