Formel 1 - Tost: Top-5 ab 2016 Pflicht für Toro Rosso

Sehe uns auf dem richtigen Weg

Teamchef Franz Tost hat eine genaue Vorstellung, wie es mit Toro Rosso weitergehen soll. 2016 soll es eines der Top-5-Teams in der Formel 1 sein.

Motorsport-Magazin.com - Seit dem ersten Grand Prix von Toro Rosso in Bahrain 2006 sind acht Jahre und weitere 158 GP-Starts verstrichen. 2008 erzielte der Rennstall mit Platz sechs die beste Teamplatzierung in der Konstrukteurswertung. Aktuell liegt das Team mit 17 WM-Zählern auf Rang sieben. "Ich sehe uns auf dem richtigen Weg", sagte Teamchef Franz Tost gegenüber Motorsport-Magazin.com. In der zweiten Saisonhälfte erwartet der Österreicher noch einmal eine Steigerung.

Ab 2016 müssten wir unter den besten fünf Teams sein. Das ist unsere Zielsetzung
Franz Tost

"Eine weitere Verbesserung sollte es dann 2015 geben. Ab 2016 müssten wir unter den besten fünf Teams sein. Das ist unsere Zielsetzung", stellte er klar. Dass es sich dabei um keine leichte Aufgabe handelt, weiß Tost. "Toro Rosso ist ein kleines Team. Wir sind im Mittelfeld platziert. Natürlich entwickeln auch wir weiter, aber wir besitzen bei weitem nicht das Entwicklungstempo der Top-Teams. Wir haben aber auch bei weitem nicht deren Budget", erklärte der Österreicher.

Motorsport-Magazin.com sprach mit Franz Tost - Foto: Sutton

Seit vier Jahren baut Toro Rosso ohne Hilfe seines großen Bruders Red Bull seine Autos. "Das nimmt Zeit in Anspruch", betonte Tost. So ist die erste Baustufe der Kunststoffabteilung im Werk in Faenza gerade erst abgeschlossen. Der zweite Bauabschnitt wurde vor zwei Monaten in Angriff genommen und soll im Sommer 2015 fertig gestellt werden. "Wir haben mittlerweile 350 Mitarbeiter. Als ich zu Toro Rosso gekommen bin, waren es nur 85", erklärte Tost. "Jetzt gilt es, die einzelnen Abteilungen richtig zu ordnen und die richtigen Verstärkungen zu finden. Auf diesem Gebiet werden in den kommenden Monaten einige neue Ingenieure zu uns stoßen."

Man sieht alle zwei Wochen, ob man gut oder schlecht gearbeitet hat.
Franz Tost

Doch der 58-Jährige ist lang genug im F1-Geschäft, um zu wissen, dass letztlich nur die Resultate zählen. "Man sieht alle zwei Wochen, ob man gut oder schlecht gearbeitet hat. Wir haben dieses Jahr bei einigen Rennen gut gearbeitet. Aber leider gab es zu viele Rennen, bei denen wir schlecht gearbeitet haben. Manchmal kamen wir noch nicht einmal mit beiden Autos ins Ziel. Hier gibt es also ein gewaltiges Verbesserungspotential. Auf diesen Gebieten haben wir hoffentlich den richtigen Weg eingeschlagen", sagte Tost.

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