Formel 1 - Ungarn GP: Die Stimmen zum Samstag

Viel Gesprächsbedarf nach turbulentem Qualifying

Unfälle, Defekte, Wetterkapriolen - im Qualifying zum Grand Prix von Ungarn ging es heiß her. Das hatten die Fahrer danach zu sagen.
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Motorsport-Magazin.com - Nico Rosberg: Q3 war wirklich eine große Herausforderung. Die Strecke hat sich ständig verändert. Mit meinem ersten Reifensatz war es in der ersten Kurve wirklich schwierig einzuschätzen, wie viel Risiko geht. Es war sehr nass. Ich kam dann etwas neben die Strecke, konnte aber einen Crash verhindern. Es wurde dann glücklicherweise leichter, weil die Strecke abtrocknete. Meine letzte Runde war wirklich gut.

Sebastian Vettel: Der Charakter der Strecke kommt uns etwas entgegen. Wir waren hier in der Vergangenheit immer sehr schnell und ein bisschen näher dran, aber die letzte Runde von Nico war sehr gut. Die Lücke ist sehr groß, größer als wir erhofft hatten. Es sah so aus, als wenn wir es mit einer perfekten Runde hätten schaffen können. Wenn wir alles auf den Punkt bekommen hätten, dann hätten wir Nico vielleicht knacken können.

Valtteri Bottas: Es ist eine kleine Überraschung. Wir wussten, dass Red Bull, Ferrari und Mercedes wie immer sehr schnell sein würden. Die Strecke liegt uns theoretisch nicht gut, aber wir arbeiten als Team sehr gut und haben Updates gebracht, die gut funktionieren. Uns fehlt noch etwas Grip gegenüber den anderen, aber wir hatten einen sehr guten Tag und haben eine Chance, gute Punkte zu machen.

Daniel Ricciardo: Das Auto fühlt sich an diesem Wochenende ziemlich gut an. In Q1 und Q2 haben wir gut ausgesehen, aber in Q3 konnte ich nach dem Regen einfach nicht mehr genug Temperatur in die Reifen bekommen, deshalb bin ich ein bisschen enttäuscht, dass ich nicht weiter vorne stehe. Es wäre schön gewesen, in der ersten Reihe zu stehen, aber Platz vier ist auch kein Desaster. Auf dieser Strecke kann man nur sehr schwer überholen, also muss es unser Ziel sein, so wenige Stopps wie möglich zu machen.

Fernando Alonso war mit Platz fünf mehr als zufrieden - Foto: Sutton

Fernando Alonso: Das ist ein fantastisches Ergebnis. Vielleicht hätte man auf der trockeneren Strecke noch ein oder zwei Zehntel finden können, aber der Vierplatzierte liegt sechs Zehntel vor mir. Platz fünf ist viel besser, als wir erwartet haben. Wäre Hamilton auf der Strecke gewesen und Felipe hätte eine normale Runde gefahren, wäre unsere Position ein bisschen schlechter gewesen. Hoffentlich kann ich Positionen gutmachen und am Ende der ersten Runde am dritten oder vierten Platz liegen.

Felipe Massa: Es war ein wirklich schwieriges Qualifying, vor allem aufgrund des Wetters. Mein größtes Problem in Q3 war aber der Verkehr. In einer Runde musste ich fünf Autos oder so überholen und konnte somit keine gute Zeit fahren. Es ist schade, aber wir werden am Sonntag im Rennen dennoch unser Bestes geben.

Jenson Button: Bis zum Qualifying hat an diesem Wochenende gar nichts funktioniert. Am Nachmittag hat sich das Auto dann aber plötzlich viel besser angefühlt als in all den bisherigen Sessions. Das war natürlich sehr positiv. Ich glaube, das ist einfach diese Niemals-aufgeben-Einstellung der Jungs in der Box. Wir haben das ganze Wochenende über am Setup gearbeitet. Es ist jetzt schon besser, aber es gibt immer noch Arbeit für uns. Wir hatten eine annehmbare Pace und ich glaube, dass wir mit Rang sieben wirklich eine gute Leistung gezeigt haben.

Jean-Eric Vergne: Das war ein gutes Qualifying. Das Team hat super Arbeit geleistet und mir ein Auto gegeben, das sich viel besser als noch am Freitag anfühlte. Das ist sehr motivierend für das Rennen am Sonntag, jetzt müssen wir nur fokussiert bleiben. Ich werde alles geben und versuchen, so viele Punkte wie möglich zu holen.

Nico Hülkenberg zeigte eine ordentliche Leistung - Foto: Sutton

Nico Hülkenberg: Ein weiteres solides Qualifying. Es war eine ziemliche Überraschung in Q3 zu kommen, besonders nach heute Morgen hatte ich das nicht erwartet, denn da sah es ziemlich weit entfernt aus. Wir sprechen nicht über das Podium, sondern unsere Hauptgegner sind jetzt McLaren und Toro Rosso. Gegen die haben wir vor einem Jahr oder so zum letzten Mal gekämpft.

Kevin Magnussen: Körperlich geht es mir gut, aber ich bin traurig, dass ich nicht mehr herausholen konnte. Ich bin einfach in die Mauer gefahren. Die Strecke war in der ersten Kurve viel nasser als in der letzten Kurve vor der Start-Ziel-Geraden. Als ich aus der Zielkurve herausbeschleunigt habe, hatte ich vollen Grip, also habe ich für Kurve eins beim ganz normalen Bremspunkt begonnen zu bremsen, aber leider war es dort viel nasser. Ich bin einfach enttäuscht, dass ich diesen Fehler gemacht habe. In erster Linie tut es mir für das Team leid, weil ich denke, dass wir erneut ein gutes Qualifyingergebnis holen hätten können.

Daniil Kvyat: Ich hätte es heute locker in Q3 schaffen können, aber leider haben beim Bremsen meine Hinterreifen blockiert und ich habe mich gedreht. Ich bin frustriert wegen diesem Fehler, aber daraus kann ich sicher lernen. Ich werde das jetzt hinter mir lassen und mich auf das Rennen konzentrieren. Es ist hier nicht einfach zu überholen, aber ich werde mein Bestes geben.

Adrian Sutil fuhr das beste Qualifyingergebnis seiner Saison ein - Foto: Sutton

Adrian Sutil: Der zwölfte Platz ist mein bisher bestes Ergebnis in dieser Saison. Wir waren heute konkurrenzfähig, weshalb das Fahren auch mehr Spaß macht. Es war nicht einfach, eine perfekte Runde hinzubekommen. Letztendlich war es wichtig, die Nerven zu behalten. Mein Ingenieur und ich haben einwandfrei zusammengearbeitet. In unserer derzeitigen Situation ist dieses Ergebnis sehr wichtig. Ich freue mich über die tolle Teamarbeit von heute.

Sergio Perez: Es war eine schwierige Session. Das Hauptproblem war ein Hydraulikleck in Q2, das mein Auto gestoppt hat. Ich konnte nur einen Run fahren, bevor ich den Wagen in der Garage parken musste. Ohne diesen Defekt hätte ich wohl das Potential für Q3 gehabt, vor allem weil wir am Vormittag noch einen großen Schritt nach vorne bei der Balance des Autos gemacht haben. Es ist schade, dass wir unser Potential nicht besser ausschöpfen konnten, weil man auf dieser Strecke nur sehr schwer überholen kann.

Esteban Gutierrez: Es war ein positiver Tag für uns. Am Freitag haben wir verschiedene Fahrzeugeinstellungen getestet und es geschafft, die Richtige für heute zu finden. Wir müssen weiterhin in diese Richtung arbeiten, da wir durchaus ein paar Zehntel zu den vor uns liegenden Teams gefunden haben. Meine letzte fliegende Runde war gut. Ich musste diese aber aufgrund gelber Flaggen unterbrechen und bin direkt zurück an die Box gefahren.

Romain Grosjean: Ich dachte, wir könnten es ins Q3 schaffen, aber so war es nicht. Das Auto fühlte sich im Qualifying nicht so gut an wie früher am Tag. An diesem Wochenende haben wir viel gelernt, auch wenn wir es nicht in eine gute Qualifying-Position ummünzen konnten. Wir werden morgen alles geben, speziell, da es regnen könnte. Das könnte uns helfen, in die Punkte zu kommen.

Jules Bianchi: Ich bin sehr, sehr glücklich über den 16. Startplatz, denn ich habe es im Trockenen bei ganz normalen Bedingungen in Q2 geschafft. Wir hatten nicht den besten Start ins Wochenende aber das haben wir heute gutgemacht. Mein erster Run war nicht so gut, weil ich einen Fehler gemacht habe. Dafür war der zweite perfekt. So sind wir zum zweiten Mal in diesem Jahr in Q2 gekommen und das ist großartig für mich und das Team.

Kimi Räikkönen schied schon in Q1 aus - Foto: Sutton

Kimi Räikkönen: Ich wäre gerne mehr gefahren und habe ein paar Mal gefragt, ob ich denn nicht doch noch einmal auf die Strecke gehen soll. Das Team war der Meinung, dass es auch so reicht, aber das Ergebnis kennen wir ja.

Kamui Kobayashi: In Q1 sind wir zwei Runs auf den Options gefahren und meine schnellste Runde im ersten Run hat mich auf Platz 16 gebracht. Durch die Probleme für Lotus und Mercedes sah es so aus, als könnten wir um den Einzug in Q2 kämpfen. Wir warteten bis zum allerletzten Moment um wieder hinauszugehen und meine erste Runde war gut, aber im zweiten Umlauf waren die Reifen schon kaputt und ich konnte nichts mehr herausholen.

Max Chilton: Ich bin von dem heutigen Ergebnis ziemlich enttäuscht. Das Wochenende war bisher ziemlich schwierig, aber wir konnten das Auto für das Qualifying verbessern, weshalb es besonders schade ist, dass wir nicht sehen konnten, was damit möglich gewesen wäre. Mein erster Run war gut, aber im zweiten hatte ich ein elektrisches Problem. Ich hatte keine Leistung mehr und konnte keine schnelle Runde fahren.

Marcus Ericsson: Ich war im Qualifying einfach nicht schnell genug, weil sich die Balance des Autos praktisch von Kurve zu Kurve verändert hat und ich so nicht pushen konnte. Es ist ziemlich frustrierend, weil wir wissen, dass noch viel mehr Zeit im Auto steckt, aber wenn es sich so verhält können wir einfach nicht mehr tun. Zumindest war es am Freitag in den Longruns viel besser und wir haben ja auch heute gesehen, dass viele Teams Probleme haben. Wir müssen also zur Stelle sein, wenn sich eine Möglichkeit für uns bietet.

Lewis Hamiltons Mercedes ging in Flammen auf - Foto: Sutton

Lewis Hamilton: Das ist eine der Strecken, auf denen das Überholen am schwierigsten ist. Wir müssen den Motor und das Getriebe wechseln, dadurch droht später in der Saison noch eine Strafe. Hier ist es aber nicht so schlimm, weiter hinten kann ich sowieso nicht stehen. Aber ich werde versuchen, morgen wieder so viele Plätze wie möglich gut zu machen. Ich kann nicht glauben, dass das schon wieder passiert. Mir geht eine Menge durch den Kopf. Aber ich muss jetzt einfach versuchen, das für morgen in etwas Positives umzuwandeln. Ich denke, das hat nichts mehr mit Pech zu tun - das ist etwas anderes. Es muss jetzt einfach besser laufen.

Pastor Maldonado: Alles am Auto lief gut bis zur vorletzten Kurve. Natürlich ist das sehr enttäuschend, besonders da wir dachten, wir könnten heute Q3 erreichen. Wir waren in einer guten Position, um zu attackieren, darum ist es frustrierend. Das wird hart, aber wir werden wie immer hart arbeiten, um das heutige Problem zu lösen und das Potential im Rennen voll auszuschöpfen. Am Hungaroring kann alles passieren, wir werden weiterhin pushen.


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