Formel 1 - Magnussen nach Highspeedcrash wohlauf

Strecke überraschend nass

Kevin Magnussen legte im Qualifying zum Grand Prix von Ungarn einen spektakulären Abflug hin, kam aber mit dem Schrecken davon.
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Motorsport-Magazin.com - Es war die große Schrecksekunde des samstäglichen Qualifyings am Hungaroring: Bei einsetzendem Regen zu Beginn von Q3 raste Kevin Magnussen in Kurve eins fast ungebremst geradeaus und knallte mit voller Wucht in die Reifenstapel. Sein McLaren bohrte sich unter die Stapel und er wurde von einem Teil der Reifen am Kopf getroffen. Magnussen kam aber mit dem Schrecken davon und blieb unverletzt.

Körperlich geht es mir gut, aber ich bin traurig, dass ich nicht mehr herausholen konnte.
Kevin Magnussen

"Körperlich geht es mir gut, aber ich bin traurig, dass ich nicht mehr herausholen konnte", meinte der Däne nach seinem heftigen Crash. Magnussen kannte den Grund für seinen Abflug: "Ich bin einfach in die Mauer gefahren. Die Strecke war in der ersten Kurve viel nasser als in der letzten Kurve vor der Start-Ziel-Geraden. Als ich aus der Zielkurve herausbeschleunigt habe, hatte ich vollen Grip, also habe ich für Kurve eins beim ganz normalen Bremspunkt begonnen zu bremsen, aber leider war es dort viel nasser."

Start aus der Boxengasse

So endete Magnussens Qualifying vorzeitig und er musste sich mit Rang zehn begnügen. In das Rennen gehen wird er aber aus der Boxengasse, wie sein Teamchef Eric Boullier verrät: "Das Wichtigste ist, dass er wohlauf ist, aber die schlechte Nachricht ist, dass sowohl das Chassis als auch das Getriebe schwer beschädigt sind und wir beides noch heute tauschen müssen. Daher muss Kevin das Rennen leider aus der Boxengasse starten." Ein Fakt, der nicht gerade für Auftrieb beim McLaren-Rookie sorgt. "Die Tatsache, dass ich jetzt aus der Boxengasse starten muss, macht es für mich auch nicht unbedingt einfacher, aber ich bin dennoch entschlossen, hier ein gutes Rennen zu zeigen", so Magnussen.

Magnussens Crash sorgte für eine Unterbrechung des Qualifyings - Foto: Sutton

Seinen Ärger konnte er aber dennoch nicht verbergen: "Ich bin einfach enttäuscht, dass ich diesen Fehler gemacht habe. In erster Linie tut es mir für das Team leid, weil ich denke, dass wir erneut ein gutes Qualifyingergebnis holen hätten können. Wir müssen das jetzt einfach abhaken." Teamchef Boullier hegt jedenfalls keinen Groll gegen seinen Schützling. "Wir sind sehr enttäuscht darüber, dass Kevin in den Reifenstapeln gelandet ist. Die Streckenverhältnisse in dieser Kurve haben aber alle Fahrer überrascht und Kevin konnte das Blockieren der Räder und den Einschlag nicht verhindern", ist der Franzose überzeugt.


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