Formel 1 - Ungarn GP: Die Stimmen nach dem Training

Die Suche nach dem Grip

Spektakuläre Drifts und Ausritte sowie die üblichen Verdächtigen vorne. Motorsport-Magazin.com zeigt, was die Fahrer nach dem Freien Training zu sagen hatten.
von

Motorsport-Magazin.com - Lewis Hamilton: Der Grip war heute sehr gering. Ich weiß nicht, ob es an den Reifen oder der Strecke an sich lag. Aber der Grip war in beiden Sessions sehr schlecht. Morgen wird es wichtig sein eine gute Startposition herauszufahren, da es auf dieser Strecke sehr schwierig ist dem Gegner zu folgen und zu überholen. Vor uns liegt noch einige Arbeit, um das bestmögliche Setup für das Wochenende zu finden. Noch sind wir nicht ganz mit dem Setup zufrieden, aber unsere Rennpace sieht gut aus.

Nico Rosberg: Ich war überrascht zu sehen, dass wir das schnellste Auto waren. Ich hatte die Red Bull näher an uns dran erwartet, somit war das ein vielversprechender Start ins Wochenende. Das Auto fühlt sich großartig an und ist in den Kurven superschnell. Alles in allem bin ich happy. Allerdings können wir definitiv noch Zeit aus dem Auto herausholen. Für mich und meine Ingenieure stehen daher noch Arbeiten am Setup an, aber ich bin zuversichtlich, dass wir das hinkriegen. Das Qualifying ist entscheidend, da es hier sehr schwierig ist zu überholen. Mal sehen was morgen passiert.

Foto: Sutton

Kimi Räikkönen: "Im 1. Training lief es gut, wir hatten einige Lösungen auf dem Programm. Mit dem Handling des Autos fühlte ich mich recht zufrieden. Nachmittags ging ich für einen zweiten Run auf den Medium-Reifen auf die Strecke, weil das Verhalten bei dieser Mischung mit steigenden Temperaturen schwieriger wird. Das wirkte sich aufs Handling aus. Mit den weichen Reifen hatte ich hingegen keine Probleme. Im zweiten Teil des Trainings absolvierte ich eine Rennsimulation mit beiden Mischungen. Als ich die Mediums aufziehen ließ, gab es leider hinten links ein Problem und musste früher als geplant an die Box. Die Telemetrie hat keine Probleme gezeigt."

Fernando Alonso: "Wenn es vom einen direkt zum nächsten Rennen geht, sind da meist nicht allzu viele Änderungen da. Hier mussten wir allerdings viel am Setup arbeiten und versuchen, das Auto auf die Strecke, die Reifen und hohen Temperaturen anzupassen. Deshalb gab es mehr Arbeit als üblich, aber wir konnten uns Run für Run verbessern. Natürlich gibt es noch viel zu tun, um so konkurrenzfähig zu sein wie wir es gern wären. Ich denke aber, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Foto: Sutton

Sebastian Vettel: "Ich denke, dass wir an diesem Wochenende ein bisschen näher dran sein könnten. Heute sah es zumindest ein bisschen besser aus. Wir wissen aber, dass die Leute von Freitag auf Samstag einen großen Schritt machen können, vor allem Williams. Deshalb müssen wir aufpassen. Hoffentlich ist unser Fortschritt groß genug, um die Pace von heute zu halten."

Daniel Ricciardo: Um ehrlich zu sein, hatten wir heute ein paar Probleme, den richtigen Grip zu finden. Wir dachten, dass wir heute Nachmittag etwas mehr finden würden, aber wir haben uns nicht so recht mit der Strecke entwickelt. Da haben wir also noch ein bisschen Arbeit vor uns, um das zu verstehen."

Valtteri Bottas: Wir haben uns heute auf die neuen Teile konzentriert und erfreulicherweise haben sie funktioniert wie erwartet. Wir haben somit weitere Fortschritte am Auto erzielt. Trotzdem wird es für uns hier schwieriger werden als in den letzten drei Rennen. wir müssen weiter hart arbeiten, um jedes mögliche Zehntel oder Hundertstel aus dem Auto herauszuholen.

Felipe Massa: Das war heute kein einfacher Tag. Auf meinen Longruns erwischte ich keine freie Runde. Aber es gibt ja noch das morgige Freie Training. Die Strecke liegt uns nicht so gut wie die vergangenen, aber wir werden im Qualifying unser Bestmögliches geben. Wir werden beide Autos mit dem neuen Heckflügel fahren - das ist schon einmal positiv.

Foto: Sutton

Jean-Eric Vergne: Der Tag bot heute Gutes und Schlechtes. Heute Morgen war ich mit dem Verhalten des Autos sehr zufrieden, aber am Nachmittag war die Balance nicht mehr so gut. Das machte es schwierig das Auto zu fahren. Wir müssen jetzt verstehen, warum wir im zweiten Training an Performance verloren haben, um für Samstag das Bestmögliche aus dem Auto herauszuholen. Aber ich bin überzeugt, dass wir das Potenzial haben uns zu verbessern.

Daniil Kvyat: Das war heute ein gewöhnlicher Freitag. Wir haben versucht so viel wie möglich auszuprobieren. Mit der Balance des Autos war ich im ersten Training nicht ganz zufrieden. In der zweiten Session gelang uns jedoch ein Schritt in die richtige Richtung. Hoffentlich können wir bis morgen weitere Fortschritte erzielen.

Kamui Kobayashi: Alles in allem war es der beste Freitag seit langem. Wir haben auf nahezu jeder Runde gute Fortschritte erzielt. Was die Zeiten angeht, scheinen wir etwas näher an unseren Gegnern dran zu sein. Im ersten Training hatte ich Probleme mit den Bremsen vorne und hinten, daher haben wir einige Änderungen am Auto vorgenommen. Aufgrund des geringen Grips ist es schwierig die Balance des Autos einzuschätzen - Über- und Untersteuern wechselten sich ab. Das Auto fühlte sich auf den weichen Reifen definitiv besser an als auf den medium Reifen. Auch auf den Longruns hielten die Reifen ziemlich gut - das ermöglicht uns einige Strategien für Sonntag.

Marcus Ericsson: Im ersten Training rutschte das Auto aufgrund des geringen Grips sehr viel herum. Wir haben versucht Arbeiten am Setup vorzunehmen, aber das war bei diesen Bedingungen nur schwer möglich. Somit mussten wir warten bis sich das Griplevel verbessert hatte. Auf meiner schnellsten Runde mit den weichen Reifen erwischte ich keine freie Runde. Es wäre definitiv noch mehr drin gewesen, allerdings nutzten wir die verbleibende Zeit für die Longruns. Unsere Pace im Renntrimm sieht ganz gut aus. Ich denke, dass wir im Vergleich zu den letzten Rennen etwas näher an Marussia dran sind. Wir müssen uns jetzt erst einmal die Daten anschauen und versuchen uns bis zum Qualifying weiter zu steigern.

Foto: Sutton

Romain Grosjean: Das Auto fühlt sich hier ganz gut an, obwohl wir aufgrund eines Kühlungsproblems sehr viel Zeit verloren haben. Ich liebe diesen Kurs, umso frustrierender war es, nicht fahren zu können. Natürlich hätten wir die Zeit auch gebracht, um das Auto zu verbessern. Wie immer steht uns noch viel Arbeit bevor. Wir werden im Qualifying alles geben, denn die Startposition ist in Ungarn entscheidend.

Pastor Maldonado: Der Tag verlief okay. Wir hatten keine größeren Probleme mit dem Auto - das ist schon mal positiv. Die Balance des Autos fühlte sich nicht schlecht an. Die größte Herausforderung ist hier stets der Grip. Morgen soll es wie heute sehr heiß werden, was uns dabei helfen sollte, die Reifen auf Temperatur zu kriegen. Ich denke, dass wir hier besser aussehen können als zuletzt. Das ist zumindest unser Ziel.

Jules Bianchi: Wir hatten heute ein wenig mit der Balance des Autos zu kämpfen. Das hat natürlich die Setup-Arbeit nicht leichter gemacht. Am Morgen war das Problem immens groß, aber wir konnten uns zum Nachmittag hin verbessern. Leider nicht gut genug, um vor Kamui Kobayashi zu landen. Wir werden weiter pushen, um bis zum Qualifying noch mehr aus dem Auto herauszuholen. Es ist wichtig, dass wir im Vergleich zu unserer direkten Konkurrenz einen guten Startplatz herausfahren.

Max Chilton: Wir erlebten heute einen sehr schwierigen Start. Zu Beginn des ersten Trainings brach im Heck ein kleines Feuer aus, was mich den Großteil des Trainings gekostet hat. Wir mussten das Getriebe wechseln, aber dank der guten Arbeit des Teams konnte ich gegen Ende der Session noch einmal fünf Runden fahren. Das hat ausgerechnet, um sagen zu können, dass das Auto sich im zweiten Training völlig anders verhielt. Das lag vermutlich an den höheren Temperaturen oder dem zusätzlichen Grip auf der Strecke. Aber noch sind wir nicht da, wo wir sein wollen - und zwar vor Caterham.

Foto: Sutton

Nico Hülkenberg: Der Tag verlief heute ganz gut: es war ein routinemäßiger Freitag. Wir haben viele Runden gedreht ohne größere Probleme zu haben. Wir konnten sämtliche Punkte unserer Liste abhaken, aus dieser Sicht war es ein guter Tag. Natürlich liegt noch einige Arbeit vor uns, vor allem was unsere Pace auf einer schnellen Runde angeht. Da geht noch mehr. Im Renntrimm sehen wir hingegen schon gut aus. Das Auto fühlt sich gut an, was zu diesem Zeitpunkt des Wochenendes wichtig ist. Der Schlüsselfaktor im Rennen wird das Reifenmanagement sein. Es ist unklar wie das Wetter wird, auf jeden Fall wird es heiß. Aber egal, was passiert, wir müssen das Beste daraus machen.

Sergio Pérez: Wir erlebten heute einen schwierigen Tag, speziell auf den härteren Reifen. Wir müssen uns jetzt die Daten ansehen und die Probleme, die wir hatten, analysieren. Positiv ist, dass wir in punkto Rennpace hier konkurrenzfähiger zu sein scheinen. Es gilt noch etwas Setup-Arbeiten zu leisten, um in engen Kampf im Mittelfeld bestmöglich dazustehen. In Ungarn ist die Startposition entscheidend, deshalb wird es wichtig sein, ein gutes Qualifying zu zeigen.

Esteban Gutiérrez: Es war ein guter Tag. Wir konnten an verschiedenen Fahrzeugeinstellungen arbeiten und neue Dinge ausprobieren. Der heutige Morgen verlief besser als das zweite freie Training. Wir haben am Nachmittag gewisse Änderungen an der Fahrzeugeinstellung vorgenommen, um herauszufinden, welche besser funktioniert. Dadurch konnten wir eine Menge an Daten sammeln, die wir nun auswerten, um für morgen einen guten Kompromiss zu finden. Alle Beteiligten geben ihr Bestes, um die richtige Balance des Autos zu finden. Wir müssen weiterhin in diese Richtung gehen.

Adrian Sutil: Wir haben heute das übliche Freitagsprogramm absolviert. Dabei haben wir die weichen und die Medium-Reifen getestet, wobei es klar war, dass die weiche Reifenmischung für mich besser funktioniert. Die Strecke ist sehr rutschig und das Fahrverhalten des Autos weiterhin schwierig. Im Vergleich zum letzten Jahr haben wir weniger Abtrieb, und das macht es nicht einfach, das Auto unter Kontrolle zu halten. Dennoch hat das Team gute Arbeit geleistet, und aus dieser Sicht waren es zwei gute Trainingssitzungen.

Foto: Sutton

Kevin Magnussen: Wir hatten heute keine größeren Schwierigkeiten und konnte somit unser Programm komplett abspulen. Die neuen Teile, die wir seit dem Deutschland GP am Auto haben, scheinen gut zu funktionieren. Natürlich gibt es noch Feintuning zu erledigen. Der fünfte Platz im zweiten Training ist gut, aber ich befürchte, dass uns dieses Wochenende ein schwieriger Job bevorsteht. In Hockenheim war die Pace des Autos gut genug für die Top-5, aber hier sollten wir etwas weiter hinten sein.

Jenson Button: Mein Run auf den weichen Reifen mit viel Sprit war sehr gut, allerdings müssen wir noch die Balance auf einer schnellen Runde verbessern. Das werden wir heute Abend versuchen. Die Setup-Arbeiten waren heute schwierig, da sich das Auto von Kurve zu kurve anders verhielt. Ich mache mir deshalb aber keine Sorgen. Was die Zeiten angeht, ist es schwer zu sagen, wo wir stehen. Mercedes und Red Bull scheinen schnell zu sein, allerdings scheinen die Williams nicht mehr so konkurrenzfähig zu sein wie in den letzten Rennen.


Weitere Inhalte:

Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x