Formel 1 - Deutschland GP: Die Stimmen zum Samstag

Was macht das Wetter?

Das Qualifying in Hockenheim ist vorbei. Zeit, zurückzublicken, aber auch nach vorne zu schauen: Alle rätseln über das Wetter.
von

Motorsport-Magazin.com - Nico Rosberg: Das war ein ziemlich anspruchsvolles Qualifying. Die Option-Reifen halten nur für eine schnelle Runde und ohne FRIC mussten wir das Setup sehr anpassen. Ich hatte einen schwierigen Start, weil ich mich in den Bremszonen mit der Balance nicht ganz wohl fühlte. Das verbesserte sich aber durch die Sessions hinweg. Die schnellste Runde zum Schluss war gut. Ich bin wirklich glücklich, hier bei unserem Heim-Grand-Prix von der vordersten Position zu starten. Ich kann aber nicht ganz zufrieden sein, weil Lewis heute einen Unfall hatte. Ich bin froh, dass es ihm gut geht. Ich hätte mir einen normalen Kampf um die Pole mit ihm gewünscht. Ich bin aber sicher, dass er durch das Feld fliegen wird. Unser Auto ist da draußen immer noch das schnellste. Unsere deutschen Fans werden morgen also ein spannendes Rennen sehen.

Vatteri Bottas: Wir können mit diesen Resultat glücklich sein. Zweiter und Dritter - da haben alle einen guten Job gemacht. Die Runde am Ende war super und fehlerlos, Mercedes ist aber nach wie vor einen Schritt voraus.

Felipe Massa: Ich hatte Probleme, eine gute Runde zusammenzubekommen. Ich habe das Auto nicht richtig hinbekommen. Einmal war der eine Sektor gut, dann wieder der andere. Aber insgesamt bin ich glücklich mit dem Resultat und dem Auto. Und das Rennen wird sowieso eine andere Geschichte, denn dort fühlt sich das Auto anders an.

Ganz stark: Valtteri Bottas fuhr wieder in die erste Reihe - Foto: Sutton

Kevin Magnussen: Es war ein guter Tag für mich. Wir haben beim Setup das Maximum herausgeholt und unsere Strategie im Qualifying war perfekt. Es war ein großer Erfolg, dass wie die Red Bull hinter uns halten konnten. Ich fühle, dass wir gar nicht allzu weit hinter den richtig starken Fahrern liegen. Es gibt kein Geheimnis hinter unserer Verbesserung: unsere harte Arbeit hat den Unterschied ausgemacht. Wir haben noch immer nicht das beste Auto, aber es ist nun gut ausbalanciert und fahrbar. Wir können jetzt regelmäßig das Beste herausholen.

Daniel Ricciardo: Es war gar nicht so schlecht heute, aber wir möchten weiter vorne stehen als auf Platz fünf. Die Runden, die ich gefahren bin waren ziemlich gut. Auf einer Runde waren die Williams-Piloten sehr stark. Vielleicht sind sie über die Distanz nicht so gut, auch wenn sie in den vergangenen Rennen bereits sehr stark waren. Wir müssen versuchen, vor ihnen zu bleiben. Es ist noch nicht klar, wie sich das Wetter entwickelt: Wenn es regnet, dann vermutlich sehr heftig. Es wird ein harter Kampf um den letzten Podestplatz.

Sebastian Vettel: Es lief generell besser als am Morgen, deshalb bin ich recht zufrieden, aber im letzten Run waren wir nicht in der Lage, eine gute Runde zusammenzubekommen und uns zu steigern. Um ehrlich zu sein, sah Williams gestern nicht so konkurrenzfähig aus, sie haben für heute einen großen Schritt gemacht. Aber sie waren schon in den letzten Rennen stark und werden es auch morgen sein. Wenn es abkühlt, könnte es sowohl schwieriger als auch einfacher werden.

Fernando Alonso: Wir dürfen nicht zu viel erwarten aber die Rennen in dieser Saison haben doch bereits des Öfteren Überraschungen parat gehabt. Manchmal dachten wir, wir sind konkurrenzfähig und fuhren dennoch hinterher, auf anderen Strecken war es genau andersherum. Das Rennen wird verdammt hart, aber wir müssen wie immer über das Limit gehen und das Beste aus unserer Situation machen. Wir müssen die Reifentemperatur stets im Auge behalten und das kann sich natürlich stark auf den Fahrstil und die Möglichkeiten zu attackieren auswirken. Leider haben wir hier bei heißen Bedingungen einen sehr hohen Verschleiß. Es sind jedoch immerhin viele strategische Varianten möglich, und wir müssen antizipieren, welche davon die beste ist, um die Gegner möglicherweise zu überraschen. Vielleicht wird es ja aber auch ein Regenrennen - und dann ist eh alles anders.

Daniil Kvyat beeindruckte mit Startplatz acht - Foto: Sutton

Daniil Kvyat: Ich bin zufrieden, wie das Qualifying lief, obwohl die Bedingungen ziemlich speziell und knifflig waren. Das Team hat tolle Arbeit geleistet, um sich an die Verhältnisse anzupassen und es ist uns gelungen, einen soliden Job zu machen, auch wenn man in Betracht zieht, wo wir uns im Vergleich zu unseren üblichen Gegner qualifiziert haben.

Nico Hülkenberg: Ich würde nicht sagen, dass es das beste [Qualifying] war; wir hatten schon viele gute, aber wir haben aus uns und dem Auto das Maximum herausgeholt und deswegen können wir zufrieden sein. In den letzten Rennen sahen wir bei der Renn-Pace im Vergleich zum Qualifying gut aus und gestern sahen die Longruns ermutigender als die Qualifying-Pace aus. Gestern hat sich das Auto aber relativ gut angefühlt, daher bin ich relativ optimistisch und werde auch gut schlafen. Man muss es aber auch jeden Sonntag aufs Neue umsetzen.

Sergio Perez: Ich bin sehr glücklich, dass wir es ins Q3 geschafft haben. Wir konnten unseren ersten Run auf Option-Reifen nicht zu Ende fahren, was es schwierig gemacht hat, weil man alle Referenzpunkte auf der Strecke verliert; diese hat sich nämlich sehr schnell verändert durch den Wind und die hohen Temperaturen. Deshalb hatten wir nur einen Schuss für die Top-10 und der wurde eine großartige Runde. Ich denke, die Plätze neun und zehn sind ganz okay, aber erwartet und morgen im Rennen stärker - vor allem, wenn es trocken bleibt!

Jenson Button: Ich hatte Verkehr von Grosjean auf meinem ersten Lauf in Q2. Das hat mich leider die Chance auf Q3 gekostet. Er war nicht einmal auf neuen Reifen unterwegs, als er dort gefahren ist, und war auf keiner schnellen Runde. Auf meinem letzten Run in Q2 hatte ich eine andere Balance und zu viel Übersteuern. Da war ich einfach nicht schnell genug. Ich hatte heute Probleme mit der Balance des Autos.

Sergio Perez kündigt ein starkes Rennen für Force India an - Foto: Sutton

Kimi Räikkönen: Der Ausgang des Qualifyings ist natürlich sehr bitter für mich, jedoch habe ich es einfach nicht hinbekommen, eine saubere Runde hinzulegen. Das Auto war in der ersten Runde von Q2 noch sehr gut und beim zweiten Run war es dann auf einmal sehr schwierig zu kontrollieren, was sehr komisch ist. Ich habe in Kurve zwei das Heck verloren, kam zu weit hinaus und verlor so viel Schwung vor dem langen Geradeausstück. Im dritten Sektor habe ich dann ebenfalls die Ideallinie verpasst und fuhr so ziemlich unrund durch diesen flüssigen Streckenabschnitt, was dann meine Runde endgültig ruinierte.

Jean-Eric Vergne: "Insgesamt denke ich, dass es ein gutes Qualifying war. Ich bin in meinem ersten Run in Q2 auf gebrauchten Reifen gefahren, während andere vor mir einen neuen Satz verwendet haben - das hat den Ausschlag gegeben. Dafür habe ich jetzt neue Reifen. Das bringt mich in eine vielversprechende Position, um ein gutes Ergebnis zu erreichen - auch von Platz 13.

Romain Grosjean: Wir haben uns das Ziel gesetzt, Q2 zu erreichen und das haben wir geschafft, also können wir sagen, dass die Jungs einen guten Job gemacht haben. Wir sind noch immer nicht dort, wo wir gerne sein würden; es ist nicht ideal, außerhalb der Top-10 zu landen, dabei hat sich das Auto gar nicht mal so schlecht angefühlt.Wir haben einfach ein bisschen Abtrieb verloren. Für das Rennen morgen könnte sich das Wetter ändern - das kann alles helfen, deshalb werden wir jede situation so annehmen wie sie kommt und das Beste draus machen.

Lewis Hamilton: Das Auto fühlte sich heute großartig an. Ich bremste an der gleichen Stelle wie ich es schon zuvor getan hatte, und plötzlich verlor ich den Bremsdruck - das überraschte mich und wegen des Defekts drehte sich das Auto in die Mauer. Das war kein tolles Gefühl, als es passierte. Du musst einfach deine Hände vom Lenkrad nehmen und dich auf den Einschlag vorbereiten. Zum Glück geht es mir gut. Meine Beine tun etwas weh, aber für das Rennen morgen bin ich wieder fit. Nichts hält mich davon ab, ins Auto zu steigen.

Was kann Lewis Hamilton von Startplatz 15 ausrichten? - Foto: Sutton

Adrian Sutil: "Leider hat uns die Technik heute nicht in die Karten gespielt und uns damit ein gutes Resultat vermasselt. Ich konnte heute Morgen im dritten freien Training nur eine Runde fahren, wodurch unsere Vorbereitung auf das Qualifying nicht gut genug war. Es ist sehr schade, da Q3 womöglich drin gewesen wäre. Aufgrund der verlorenen Zeit heute Morgen war aber leider nicht mehr zu erwarten, obwohl wir im Qualifying unser Bestes gegeben haben. Wir hatten auch Pech mit den roten Flaggen, die gerade geschwenkt wurden, als ich auf einer schnellen Runde war.

Esteban Gutierrez: Ich denke, unsere Performance in Q1 war sehr gut, in Q2 habe ich allerdings ein paar Zehntel verpasst, die uns in eine bessere Position gebracht hätten. Im Vergleich zur gestrigen Performance haben wir einen Schritt nach vorne gemacht. Beim Rennen morgen wird es sicher spannend, vor allem was die Reifen betrifft. Alle im Team arbeiten sehr hart, irgendwann muss das belohnt werden.

Jules Bianchi: Ich denke, wir haben heute einen guten Job gemacht, deshalb bin ich sehr glücklich. Auf meiner zweiten schnellen Runde habe ich einen Fehler gemacht und habe dadurch etwa eine Zehntel verloren, aber sonst war ich immer am Limit unterwegs. Ich bin vor allen, vor denen ich sein muss und dicht dran an Sutil, deshalb glaube ich, dass wir ein gutes Rennen fahren können.

Pastor Maldonado: Wir arbeiten noch daran, einen Teil der Performance zurückzugewinnen, die wir durch die Veränderungen im Bereich der Aufhängung verloren haben. Ich denke, wir können diese Pace zurückgewinnen, aber es trifft uns sicherlich. Wir müssen nun schauen, wie sich jeder einzelne Bestandteil der Aufhängung verhält, ohne mit den anderen verbunden zu sein. Das Rennen morgen ist lang und könnte sehr anstrengend werden, aber wir werden wie immer pushen, um das bestmögliche Resultat zu holen.

Bei Lotus geht die Welt unter - Foto: Sutton

Kamui Kobayashi: Der erste Run war okay, aber ich wusste, dass ich noch härter pushen konnte. Nach dem Abbruch durch Lewis‘ Crash haben wir die Strategie angepasst und sind auf nur eine schnelle Runde auf Supersofts gegangen. Ich denke, ich habe so viel wie möglich aus dem Auto geholt. Im letzten Sektor hat sich die Balance etwas ins Übersteuern verkehrt und am Ende der runde hat der Reifenverschleiß zugeschlagen. Ich musste sehr mit dem Heck kämpfen und konnte deshalb nicht mehr Zeit finden.

Max Chilton: Ich bin mit dem Job im Qualifying zufrieden. Es ist nicht das Resultat, das wir gerne gehabt hätten, aber wenn man bedenkt, dass ich vor dem Qualifying heute nur die Prime-Reifen gefahren bin, ist es sicherlich nicht so schlecht wie es hätte sein können. Wir hatten ein Elektronikproblem im dritten freien Training, das mich die halbe Session gekostet hat, deshalb ist es nicht allzu schlecht, selbst wenn es etwas frustrierend ist, weil doch noch viel mehr im Fahrzeug steckte. Ich bin mir sicher, dass wir uns im Rennen steigern können, aber natürlich müssen wir abwarten, was das Wetter für uns bereithält.

Marcus Ericsson: Ich habe erst im dritten freien Training in keinem einzigen Run eine Balance hinbekommen, mit der ich glücklich gewesen wäre, und dann habe ich 15 Minuten vor Schluss ein Hydraulikproblem bekommen. Leider bedeutete dies, dass ich im Qualifying nicht fahren konnte, was natürlich sehr enttäuschend ist. Ich glaube aber, dass wir trotz dieses Problems morgen uns im Gegensatz zu den letzten Rennen steigern können.


Weitere Inhalte:

Motorsport-Magazin.com fragt
Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x