Formel 1 - Die Stimmen nach dem Training

Endlich ist's mal wieder richtig Sommer

Herrliches Badewetter am Freitag in Hockenheim, doch bei den Formel-1-Piloten sorgte die Hitze für wenig Freude. Die Reaktionen nach den ersten zwei Trainings.
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Motorsport-Magazin.com - Lewis Hamilton: Es war keine perfekte Session. Bei diesen hohen Temperaturen war es schwierig, die richtige Balance zu finden. Das Auto fährt sich nun etwas anders, weil wir, aber auch alle anderen, ihr Setup umstellen und in eine andere Richtung als zuletzt arbeiten mussten. Wir müssen heute Abend alles analysieren und viel trinken, denn morgen wird es heiß. Im Rennen wird es wahrscheinlich auf drei Stopps hinauslaufen, vielleicht kommt man mit zwei durch. Im Hinblick auf das Reifenmanagement könnte es eines der härtesten Rennen werden.

Nico Rosberg: Es war heute sehr heiß da draußen. Der Asphalt hatte über 50 Grad und wir sitzen ja quasi direkt am Asphalt, weil der Boden des Autos die meiste Zeit fast aufliegt. Es hat sich also angefühlt, als würde ich auf einer 50 Grad heißen Platte sitzen. Das Auto hat sich ohne FRIC anders als sonst angefühlt. Wir mussten uns ein wenig anpassen und neue Dinge ausprobieren, das Auto fühlt sich aber immer noch gut an. Am Vormittag war ich noch sehr unglücklich, aber wir haben einige Dinge geändert und am Nachmittag lief es.

Daniel Ricciardo hatte im Duell mit Sebastian Vettel erneut die Nase vorne - Foto: Sutton

Daniel Ricciardo: Heute ist es gut gelaufen. Wir sollten mit unserem Fortschritt zufrieden sein, aber morgen werden wir sehen, wie knapp wir wirklich dran sind. Vielleicht können wir die Mercedes ein wenig pushen, aber die heutige Pace ist ziemlich repräsentativ für unsere Performance. Vielleicht entwickelt sich die Strecke weiter und hilft uns. Es wird auf den Reifenverschleiß und das Wetter ankommen - am Sonntag könnte ein Sturm aufziehen.

Kimi Räikkönen: Der Tag verlief bis auf das kleinere Problem mit der Wasserpumpe relativ normal für uns. Natürlich stehen wir momentan relativ gut da, jedoch ist es definitiv noch zu früh, um daraus irgendwelche Verhältnisse für den Rest des Wochenendes abzuleiten. Morgen Abend werden wir dann eine bessere Vorstellung haben, was für uns noch drin sein wird.

Kevin Magnussen: Ich kann den relativ geringen Abstand zu den Autos vor uns nicht wirklich erklären, aber jeder fährt andere Programme und Spritmengen. Die Temperaturen sind sehr hoch, deshalb ist es die größte Herausforderung für uns, die Reifen zum Arbeiten zu bringen.

Felipe Massa: Wir haben sehr viel am Setup gearbeitet, speziell nach den Aufhängungsveränderungen, die wir vornehmen mussten. Wir haben uns im Bereich Balance und Setup im Vergleich zum Morgen am Nachmittag deutlich verbessert. Unsere Performance war im Vergleich zu anderen Teams recht gut. Nun hoffe ich wirklich, dass wir sie auch in die nächsten Tage mitnehmen können.

Jenson Button: Schaut man sich die Zeiten an, könnte man sagen, wir sehen ziemlich gut aus, aber die Longruns waren ein wenig schwieriger. Wir überhitzen die Reifen unter Traktion. Es ist schwierig, die Reifen unter diesen Temperaturen zu managen - vor allem die superweichen zum Arbeiten zum bekommen ist hart, ohne dass sie überhitzen.

Sebastian Vettel: Auf den neuen Reifen kam die Zeit nicht so zustande. Ich glaube, dass wir morgen noch ein bisschen zulegen müssen. Es war ein schwieriges Training, alle haben sich mit den Reifen schwer getan, vor allem hinten raus rutscht man dann sehr viel. Heute ist es sehr warm, morgen wird es noch heißer. Wichtig ist, das Auto für morgen für eine Runde hinzubekommen.

Fernando Alonso musste sich mit Rang neun begnügen - Foto: Sutton

Fernando Alonso: Ich freue mich sehr auf den Grand Prix, denn meine Erinnerungen an diese Strecke sind nach 2012 natürlich fantastisch. Wir haben heute am Setup vor allem hinsichtlich des extrem heißen Wetters gearbeitet, das am gesamten Wochenende erwartet wird. Vor allem das Thema Reifenabbau stand bei uns im Vordergrund, aber ich bin zuversichtlich, dass wir bis zum Rennen dahingehend optimal aufgestellt sein werden. Das Auto fährt sich auch ohne FRIC eigentlich noch ganz normal. Ich brauchte eine kurze Eingewöhnungszeit, und jetzt ist es auch okay.

Valtteri Bottas: Die Strecke war heute sehr heiß, was die Reifen stark beeinflusste. Es war mit den superweichen Reifen auf den Longruns nicht so einfach und an diesem Punkt müssen wir noch verstärkt arbeiten. Es war interessant, an den mechanischen Veränderungen zu arbeiten, die wir an der Aufhängung vornehmen mussten. Wir haben immer noch Raum für Verbesserungen und wir werden hart arbeiten, um sicherzustellen, dass wir diese auch erzielen.

Adrian Sutil: Es war ein schwieriger Tag. Bei den hohen Temperaturen war es nicht einfach, eine gute Abstimmung zu finden. Das war allerdings für alle anderen Teams das gleiche. Durch die extrem hohen Streckentemperaturen war es schwierig, mit den Reifen umzugehen, und ich hatte oft Übersteuern. Dennoch denke ich, dass der heutige Tag ein Lichtblick für uns ist, da wir dicht an den Top-10 dran sind. Ziel für morgen ist, diese Performance beizubehalten.

Daniil Kvyat: Es war ein normaler Freitag, an dem wir unser Programm so gut wie möglich abgearbeitet haben. Ich denke, wir können uns gut schlagen. Aufgrund der Hitze müssen wir mit unseren Reifen vorsichtig sein, aber das gilt für alle. Wir müssen einfach nur unseren besten Job machen.

Sergio Perez: Ich bin mit dem heutigen Tag ziemlich zufrieden, denn wir haben unser Programm beendet und viel gelernt. Das Auto hat sich am Nachmittag gut verhalten, vor allem in den Longruns, weshalb ich mich schon richtig auf Sonntag freue. Wir haben auch hart an der Qualifying-Pace gearbeitet, aber ich denke, dass wir unabhängig von unserer Qualifying-Leistung im Rennen um Punkte kämpfen können.

Nico Hülkenberg hatte auf seinen schnellsten Runden Pech - Foto: Sutton

Nico Hülkenberg: Es war nicht der nicht der reibungsloseste Tag, aber aus Sicht des Teams haben wir alle wichtigen Aufgaben erledigt. Unsere wirklich Pace kann man nur schwer einschätzen, weil ich bei meinem Shortrun auf dem Supersoft-Reifen durch einige gelbe Flaggen gebremst wurde. Es ist sicher noch etwas drinnen, wenn ich eine freie Runde erwische.

Jean-Eric Vergne: Ich war in beiden Sessions mit der Balance meines Autos nicht zufrieden, was bedeutet, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Es ist möglich, denn es ist uns schon in der Vergangenheit gelungen, deshalb bleibe ich für morgen zuversichtlich.

Pastor Maldonado: Es ist zwar ohne Vergleichswerte schwierig zu sagen, was wir nun an Zeit verlieren, jedoch hatte das Wegfallen des FRIC für mich einen enormen Einfluss. Ich hätte nicht erwartet, dass das mit dem FRIC so viel ausmacht. Vor allem die Balance des Autos ist nun viel schlechter. Es ist nun wirklich schwierig zu verstehen. Das Auto wurde mit FRIC gebaut und entwickelt, und plötzlich fällt das komplett weg. Wir müssen nun natürlich einen Setup-Kompromiss finden, aber es wird verdammt schwer.

Romain Grosjean: Das Auto war meiner Meinung nach gut zu fahren, obwohl wir in Sachen Speed natürlich nicht annähernd dort sind, wo wir sein wollen. Ich habe nur leichte Veränderungen im Fahrverhalten gemerkt, denn natürlich hatten wir FRIC nun eine lange Zeit aktiv als Hilfe, aber dennoch ist es für mich okay. Mit wenig Sprit fühlte sich das Auto wirklich sehr gut an und ich konnte meinen gewohnten Stil fahren. Dies könnte für Qualifying und das Rennende Gutes bedeuten.

Esteban Gutierrez: Ich habe versucht das Programm von heute Morgen aufzuholen. Es ging hauptsächlich darum, ein Gefühl für den C33 zu bekommen. Während meinem letzten Versuch konnte ich mich durchaus nochmal steigern. Nun werden wir die Daten analysieren, um anschließend eine gute Fahrzeugeinstellung für morgen festzulegen.

Jules Bianchi war einmal mehr bester der Nachzügler - Foto: Sutton

Jules Bianchi: Heute war viel Arbeit nötig, um das Setup dort hinzubekommen wo es sein soll. Die Veränderungen, die wir vorgenommen haben, haben die Balance des Autos gestört, also mussten wir wieder zurückbauen. Im zweiten Training fühlte sich das Auto aber besser an und ich konnte erkennen, dass wir am richtigen Weg sind. Es wartet aber noch viel Arbeit auf uns.

Marcus Ericsson: Im ersten Freien Training bin ich ein völlig anderes Setup als Kamui gefahren und die Balance war wirklich okay. Im letzten Sektor habe ich aber ziemlich viel Zeit verloren, weil das Auto zwischen Über- und Untersteuern gewechselt hat. In FP2 hatte ich ein Problem mit dem Öldruck und musste mein Auto abstellen. Ich konnte aber 35 Minuten vor Ende wieder auf die Strecke gehen. Wir sind also mit unserem Plan dennoch ziemlich gut durchgekommen.

Max Chilton: Wir hatten heute stärkere Probleme mit der Balance des Autos als das bei den Testfahrten in Silverstone der Fall war. Dadurch mussten wir einige Veränderungen am Setup vornehmen. Das haben wir aber erwarten und wir konnten bereits große Fortschritte machen. Ich glaube, das wird ein interessantes Wochenende.

Kamui Kobayashi: Das erste Freie Training war für mich eine wirklich gute Session, auch wenn das Auto etwas übersteuert hat. In FP2 konnte ich in meinem ersten Run zehn Runden fahren. Das Auto hat sich nach ein paar Veränderungen viel besser angefühlt. Dann musste ich aber leider stehen bleiben weil das Heck meines Autos brannte. Ich bin dann gelaufen um schnell einen Feuerlöscher zu holen und beim Löschen zu helfen, aber das war natürlich das Ende der Session.


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