Formel 1 - Deutschland GP: Die Stimmen vor dem Wochenende

Ein anderer Level von Verrücktheit

Mit dem Rennen in Hockenheim erreicht die Formel 1 die Saisonhalbzeit. Motorsport-Magazin.com fasst die Stimmen vor dem Wochenende zusammen.
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Motorsport-Magazin.com - Nico Rosberg: Die deutschen Zuschauer haben mich schon immer stark unterstützt. Sie sind sehr begeisterungsfähig und es ist fast schon eine Tradition, dort am Rennwochenende mit der Familie campen zu gehen. Jetzt freue ich mich darauf, vor meinem Heimpublikum ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Lewis Hamilton: Ich habe das Gefühl, dass ich bislang die gesamte Saison im Hintertreffen war. Obwohl ich Rennen gewann, führte ich die Weltmeisterschaft nur kurz an. Jetzt wieder fast gleichauf zu sein, war genau das, was ich gebraucht habe.

Kann Nico Rosberg vor heimischem Publikum gewinnen? - Foto: Sutton

Daniel Ricciardo: Es ist eine der kürzeren Strecken und wieder so eine aus der Kategorie, die von allem etwas bietet. Ich denke nicht, dass sie sonderlich hohe Anforderungen an die Fahrer stellt, aber sie erfordert viel Mut in der ersten Kurve und der Rechtskurve, die ins Motodrom hinein führt - da kommt es sehr aufs Vertrauen ins Auto an.

Fernando Alonso: Wenn wir realistisch sind, wird es wieder ein hartes Wochenende für uns. Wir werden hier hohe Temperaturen haben und als Reifen die Soft- und Supersoft-Mischung, was gutes Reifenmanagement verlangt. Leider waren wir bei Rennen mit ähnlichen Vorzeichen zuletzt nicht allzu konkurrenzfähig.

Valtteri Bottas: Hier ist Überholen absolut möglich - vor allem mit DRS auf dem langen Weg zur Haarnadel am Ende der Parabolika. Wir sollten also gutes Racing am Sonntag erleben. Hockenheim sollte uns sehr liegen und so wie wir uns jüngst verbessert haben, glaube ich, dass wir noch einmal einen Sprung machen können.

Sebastian Vettel genießt die Atmosphäre in Hockenheim. - Foto: Red Bull

Sebastian Vettel: Ich genieße die Atmosphäre in Hockenheim jedes Mal aufs Neue. Wenn man morgens zur Strecke kommt, sitzen die Zuschauer bereits auf ihren Plätzen und wenn man im Auto sitzt, sieht man viele deutsche Flaggen auf den Tribünen. Die Autogrammsessions sind ebenfalls immer gut besucht.

Nico Hülkenberg: Es wird eine sehr aufregende Woche und ich freue mich darauf. Ich kenne Hockenheim sehr gut, weil es meine Heimstrecke war, als ich aufgewachsen bin. Es ist die Strecke, auf der ich 2005 mein erstes Rennen hatte und ich habe auch gute Erinnerungen an die Formel 3. Es ist immer ein spannendes Rennen und die Fans erzeugen eine spezielle Atmosphäre. Sie zeigen immer viel Unterstützung für die deutschen Fahrer.

Jenson Button: Es ist ein Rennen, das oft ein oder zwei Überraschungen liefert, daher freue ich mich auf das Wochenende. Ich kann mich noch daran erinnern, wie es war, auf dem alten Hockenheimring Rennen zu fahren - vier 200 km/h-Geraden, ein paar knifflige Schikanen und ein Stadion-Abschnitt, wo man gut aufpassen musste, wenn das Auto keinen Abtrieb hatte. Das mutet verglichen mit heute wie ein anderer Level von Verrücktheit an, hat aber viel Spaß gemacht.

Jenson Button kennt noch den alten Hockenheimring. - Foto: Sutton

Kevin Magnussen: Es ist eine Strecke, die uns hoffentlich etwas mehr liegen sollte als die schnelleren, aerodynamisch anspruchsvolleren Kurse, auf denen wir zuletzt zu Gast waren. Ich denke zwar nicht, dass sich dadurch die Rangordnung signifikant ändern wird, aber es wäre gut, ein paar Punkte mehr zu machen, weil wir uns in der Fahrer- und Konstrukteurs-Wertung verbessern wollen.

Felipe Massa: Gute Downforce ist in Hoffenheim wirklich sehr wichtig und wir müssen uns bis zum Rennen in diesem Punkt definitiv noch verbessern. Nach der jüngsten Entwicklung von Auto und Team habe ich jedoch keinerlei Bedenken, dass das Wochenende für uns nicht erfolgreich sein könnte.

Sergio Perez: Die Strecke sieht so aus, als könnten wir uns dort gut schlagen. Mit den weicheren Reifen und den warmen Temperaturen wird es ein interessantes Rennen. Ich mag die Strecke, besonders den letzten Sektor mit dem Stadionbereich. Ich liebe es, diese Kurven zu attackieren - man kann in diesem Abschnitt viel Zeit finden. Ich habe während meiner Karriere schon viel Zeit in Deutschland verbracht, daher ist es gut, zurückzukommen.

Kimi Räikkönen: Es schmerzt noch ein bisschen an den Rippen, deshalb bin ich den Test in Silverstone nicht gefahren. Ich hatte wahrscheinlich schon härtere Unfälle. Es tut alles noch etwas weh, aber oft kann man sich bei langsamen Unfällen schlimmer verletzten. So etwas gehört zu unserem Sport einfach dazu.

Kimi Räikkönen greift nach seinem schweren Unfall in Silverstone wieder an. - Foto: Sutton

Jean-Eric Vergne: Es ist eine schöne Strecke und ich mag den Stadion-Abschnitt, die Rechtskurve und die Haarnadel, die in einem Formel-1-Auto ein fantastischer Abschnitt ist: Man freut sich die ganze Runde lang auf diesen Abschnitt. Wenn die Strecke nur so wäre, dann wäre es fantastisch.

Romain Grosjean: Eines meiner ersten Rennen in einem Einsitzer war dort und ich bin über die Jahre in den verschiedensten Klassen und Serien dort angetreten. Die kürzere Variante hat vielleicht nicht mehr den Flair des alten Hockenheimrings, jedoch gibt es dort für gewöhnlich immer viele Überholmanöver und die Atmosphäre in der Stadion-Sektion ist unglaublich. Es ist ein weiterer Kurs, auf dem die Fans wirklich brillant sind und ihre Liebe und Wertschätzung für den Sport klar zeigen. Ich freue mich sehr, dorthin zurückzukehren.

Daniil Kvyat: Es ist ein schön flüssig zu fahrender Kurs mit ein paar schnellen Geraden, ein paar harten Bremszonen, vor allem vor der berühmten Haarnadelkurve, wo man überholen kann, schnellen Kurven und dem Stadion-Abschnitt mit den vielen Menschen. Ich mag die Landschaft und den Wald, weil mir das mehr liegt als eine turbulente Stadt.

Jules Bianchi: Nachdem wir es in Silverstone in Q2 geschafft haben, hoffen wir zeigen zu können, dass wir noch näher an Sauber dran sind - hoffentlich mit einem weiteren guten Qualifying.

Holt Adrian Sutil beim Heimrennen endlich die ersten Punkte der Saison? - Foto: Sutton

Adrian Sutil: Hockenheim ist mein Heimrennen und daher immer ein besonderer Event. Ich freue mich sehr auf das Wochenende. Ich bin dort lange nicht mehr gefahren, das letzte Mal war im Jahr 2010. Es erwarten mich spannende Tage, ich treffe dort viele Gäste und Sponsoren. Diese Strecke, mit der ich sehr viele Erinnerungen verbinde, gefällt mir gut. Ich bin in Hockenheim schon viele Rennen gefahren und hoffe, auch für meine Fans in Deutschland, auf ein positives Resultat und eine gute Performance vom Team.

Marcus Ericsson: Im Auto wird es ein weiteres, herausforderndes Wochenende für uns, was die reine Pace angeht, aber das Team hat aus dem zweitägigen Test in Silverstone nach dem Großbritannien GP viel gelernt und wir wollen das auf der Strecke zeigen.

Pastor Maldonado: Ich bin in Hockenheim sowohl mit der GP2 als auch in der Formel 1 gefahren. In der Vergangenheit bin ich hier recht schnell gewesen, als ich beispielsweise in der GP2 gewonnen habe. Es ist eine sehr schön zu fahrende Strecke, schauen wir mal, wie es laufen wird. Ich mag die Leute hier; die Fans sind großartig und es sind viele, die zum Rennen kommen. Es gibt eine tolle Atmosphäre, speziell in den letzten Kurven auf den großen Tribünen.

Esteban Gutierrez: Der Hockenheimring ist eine Strecke, die ich schon immer gerne mochte. Ich habe schöne Erinnerungen, da ich dort zu Beginn meiner Karriere in jeder Rennserie gefahren bin. Im Jahr 2010 habe ich ein GP3-Rennen gewonnen. Der Kurs in Hockenheim hat einige Geraden, die zu einer Herausforderung für uns werden könnten. Es ist eine technische Strecke mit schnellen Kurven und einer Spitzkehre am Ende der langen Geraden. Die Rechtskurve eingangs des Motodroms ist sehr schnell, die darauffolgende Sachskurve ebenfalls schwierig zu fahren. Die letzten beiden Kurven vor der Start-und-Ziellinie sind auch interessant, und ich denke, dass dieser Teil der Strecke der entscheidende sein wird. Außerdem mag ich die Atmosphäre in Hockenheim immer sehr, da dort oftmals viele Fans an der Strecke sind, die uns großartig unterstützen.

Max Chilton: Wir haben im letzten Rennen gezeigt, dass wir gute Fortschritte machen, besonders im Qualifying. Deshalb hoffen wir an diesem Wochenende auf mehr davon.

Kamui Kobayashi: Für uns wird es ein weiteres Rennen sein, in dem wir uns zum Ziel setzen, gegen unsere nächsten Rivalen zurückzuschlagen.


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