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Formel 1 - Interview - Nico Rosberg: Man hat meinen Speed nicht gesehen

Getriebeprobleme noch ungeklärt

Nico Rosberg beendete den Testtag in Silverstone mit 90 Runden auf Rang drei. Motorsport-Magazin.com sprach mit dem Pechvogel vom Sonntag.
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Motorsport-Magazin.com - Das kurze Interview mit Nico Rosberg hat eine lustige Entstehungsgeschichte. Nachdem der Mercedes-Pilot von den britischen Kollegen ausgiebig nach den Äußerungen von Lewis Hamilton befragt wurde, der meinte, Rosberg sei gar kein richtiger Deutscher, bewies Rosberg das Gegenteil. Obwohl schon extrem in Eile, nahm er sich noch die Zeit, Motorsport-Magazin.com als einzigem noch für die Testfahrten in Silverstone verbliebenem deutschen Medium, die wichtigsten Fragen zu beantworten.

Wisst ihr schon, was mit dem Getriebe los war?
Nico Rosberg: Nein, weil das komplett kaputt ist und es schwierig ist, es auseinanderzunehmen.

Hattet ihr dieses Problem schon einmal?
Nico Rosberg: Ja, nein... Wir sind uns da noch nicht ganz sicher.

Im Rennen hat auch Lewis' Strategie ein bisschen für Aufsehen gesorgt. Glaubst du, er wäre auch zweimal in die Box gekommen, wenn du das Rennen zu Ende gefahren wärst?
Nico Rosberg: Wieso Aufsehen?

Nico Rosberg im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com - Foto: Sutton

Weil sein zweiter Stopp eigentlich nicht mehr nötig gewesen wäre...
Nico Rosberg: Das ist immer schwierig, von außen zu beurteilen. Da zu sehr ins Detail zu gehen, bringt jetzt auch nichts mehr. Man hat meinen Speed ja nicht gesehen. Nach dem Boxenstopp haben die Getriebeprobleme angefangen, deshalb ist kein Vergleich da. Wenn ich nach dem Boxenstopp schneller unterwegs bin, dann muss er auch früher zum Boxenstopp. Bei so etwas kommt das eine zum nächsten und man kann keine Schlüsse daraus ziehen.

Noch kurz zum Test: Was habt ihr heute getestet?
Nico Rosberg: Viel Aerodynamik, für mich ein bisschen Bremsen, mit denen ich mich sehr wohl gefühlt habe - das fand ich cool.

Waren das schon die neuen Bremsen, die seit Ewigkeiten in der Pipeline sind?
Nico Rosberg: Neu ist hier immer schwierig. Bei den Bremsen ist es immer ein Schritt nach den nächsten. Man weiß nie, ob es wirklich gut ist [Neue Bremsen benötigen eine sehr lange Vorlaufzeit, weil die Produktion sehr aufwendig ist, Anm. d. Red.]. Silverstone ist die schlimmste Strecke, um Bremsen zu testen, weil man hier quasi nie bremsen muss. Aber ich glaube, wir haben hier einen Fortschritt gemacht. Dann haben wir auch noch viele andere interessante Sachen getestet, auch mechanische Dinge. Insgesamt haben wir viel gelernt.

Das war der dritte von vier Tests während der Saison. Du hast gesagt, ein solcher Tag ist viel besser als ein Training, weil man quasi immer neue Reifen hat und somit viel besser vergleichen kann. Im nächsten Jahr gibt es nur noch zwei. Schmerzlich?
Nico Rosberg: Ja, das ist sehr schade. Hier lernt man an einem solchen Tag so viel.


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