Formel 1 - Großbritannien GP: Die Stimmen zum Samstag

Frust und Freude

Das Qualifying in Silverstone ist vorbei. Motorsport-Magazin.com hat die Reaktionen der Fahrer gesammelt.
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Motorsport-Magazin.com - Nico Rosberg: "Wow, was für ein Qualifying. Das war ein wirklich schwieriger Nachmittag. Es regnete und die Bedingungen veränderten sich sehr schnell. Umso schöner ist es, alles bei diesen schwierigen Verhältnissen richtig hinbekommen zu haben und ganz vorne zu stehen. Meine schnellste fliegende Runde war etwas heikel, weil uns die Zeit ausging und ich direkt hinter Lewis hing. Zum Glück beendete er seine Runde nicht. Ich erinnerte mich daran, dass wir im Nassen drei oder vier Sekunden in der letzten Kurve verloren haben. Somit gab es dort einigen Spielraum für Verbesserungen. Aus diesem Grund bin ich meine Runde zu Ende gefahren."

Sebastian Vettel startet von P2 - Foto: Sutton

Sebastian Vettel: "Es ist schwierig einzuschätzen, wie viel Druck du bei derartigen Bedingungen machen kannst, denn du fährst ins Ungewisse. Am Ende kann ich sagen, dass ich mich für heute für das richtige Maß entschieden habe, daher bin ich glücklich."

Jenson Button: "Sobald ich auf der Strecke war, fand ich Grip und fühlte mich wohl. Ich fuhr in Q1 sogar die schnellste Runde, kam im Verkehr aber zu weit raus und die Runde wurde gestrichen. In meiner finalen Runde in Q3 dachte ich schon, dass alles vorbei ist. Aus Kurve fünf heraus passierte mir ein Fehler und dadurch hatte ich massives Übersteuern auf die Gerade hinaus, aber ich konnte über den Rest der Runde dennoch Zeit gutmachen."

Nico Hülkenberg: "Alles klappte sehr gut für uns und ich bin froh, nun Vierter zu sein. An Tagen wie diesen musst du einfach mit gutem Timing und ein bisschen Glück zur Stelle sein. Die Bedingungen haben sich am Ende von Q3 so stark verändert und ich habe nie eine Strecke so schnell abtrocken sehen wie diese. Wir haben über Nacht durch einige Kniffe auf jeden Fall Fortschritte mit der Balance des Autos gemacht und der etwas geringere Wind spielte uns auch in die Karten."

Kevin Magnussen: "Es ist fantastisch für Jenson und das Team, dass er von Drei startet, aber ich bin auch mit Platz fünf zufrieden. Es war wirklich schwierig zu beurteilen, wie sich die Strecke von Runde zu Runde entwickeln würde. Ich ließ es daher eher ruhiger angehen und bereue nun, dass ich nicht etwas mehr gepusht habe."

Lewis Hamilton hat sich verpokert - Foto: Sutton

Lewis Hamilton: "Leider habe ich heute einen Fehler gemacht. Ich gab die Runde auf, als ich hätte weiterfahren sollen. Der Großteil der Session verlief wirklich gut für uns - bis zum entscheidenden Moment. Es war meine Entscheidung, leider entpuppte sie sich als schlecht. Das hat mein Qualifying entschieden. Ich muss so einen Start wie vor zwei Wochen in Österreich haben. Danach muss ich mit Vollgas in Richtung Spitze stürmen. Man weiß ja nie, was vielleicht alles passiert."

Sergio Perez: "Der heutige Tag lässt gemischte Gefühle zurück. Ich war bis zur letzten Runde Dritter, aber als die Strecke besser wurde und ich für einen finalen Run auf die Strecke ging, kam ich in Kurve 12 weit raus und verlor die Temperatur der Reifen. Zudem musste ich noch einige andere Autos passieren lassen, ansonsten wäre ich vermutlich in einer der ersten beiden Reihen geblieben."

Daniel Ricciardo: "Ich erwartete nicht, am Ende der Session noch schneller fahren zu können, als der Regen kam. Wir dachten wirklich, dass die Strecke nicht mehr schneller werden würde. Vettel ging nur raus, weil er zu diesem Zeitpunkt noch keine Zeit hatte. Daraus müssen wir wohl unsere Lehren ziehen. Ich war sehr erstaunt, wie viel schneller der Kurs wurde, es muss deutlich schneller abgetrocknet sein, als ich erwartete."

Daniil Kvyat: "Wir kämpften heute um eine wirklich gute Position, aber gegen Ende entschieden wir uns, nicht mehr auf die Strecke zu gehen. Zu diesem Zeitpunkt sah das nach der richtigen Entscheidung aus, denn es regnete ziemlich stark und daher war es schwer vorstellbar, dass irgendjemand seine Zeit noch verbessern können würde."

Toro Rosso hat sich für die falsche Strategie entschieden - Foto: Sutton

Jean-Eric Vergne: "Es war ein gutes Qualifying - zumindest bis zum Ende, als wir den Fehler machten und entschieden, nicht nochmals auf die Strecke zu gehen. Ich weiß nicht warum, aber es ist eine Tatsache, dass alle anderen rausgingen und ihre Zeit wie erwartet verbesserten. Es ist schade, denn unser Auto war gut genug, um weiter vorne zu stehen. Ich bin enttäuscht, denn wir waren über das gesamte Wochenende schneller als einige der Konkurrenten, die nun vor uns stehen."

Romain Grosjean: "Q1 war knifflig, aber glücklicherweise nutzten wir zur richtigen Zeit die Slicks. In Q2 kamen mir unglücklicherweise die gelben Flaggen dazwischen, ansonsten denke ich, dass ich den Sprung in Q3 geschafft hätte. Das Auto fühlte sich im Gegensatz zum restlichen Wochenende im Qualifying gut an und das ist sehr wichtig für uns."

Jules Bianchi: "Ein fantastischer Tag fürs Team und ich freue mich einfach für jeden einzelnen. Die Situation war heute nicht einfach und dieses Ergebnis ist eine Kombination aus einer großartigen Strategie und der Beurteilung der Bedingungen in Perfektion. Dann musste ich einfach das Beste aus dem Fenster machen, als die Bedingungen auf der Strecke richtig für die Reifen waren. Wenn die gelben Flaggen nach dem Gutierrez-Unfall nicht herausgekommen wären, hätte ich mich noch mehr verbessern können - wer weiß, was dann möglich gewesen wäre."

Jules Bianchi brachte Marussia zum Strahlen - Foto: Sutton

Max Chilton: "Ich bin begeistert von Platz 13, aber in Wirklichkeit hätten wir ohne die gelben Flaggen durch Gutierrez noch weiter vorne landen können. Natürlich bekomme ich noch die Strafversetzung um fünf Plätze für den Getriebewechsel heute Morgen, aber gerade wegen dieser Strafe war eine gute Qualifying-Session so wichtig - daher kann ich nicht niedergeschlagen sein."

Esteban Gutierrez: "Die Wetterbedingungen waren heute sehr schwierig und unbeständig. Wir hatten eigentlich eine gute Strategie, aber auf meiner letzten Runde ist ein schnellerer Fahrer hinter mir aufgelaufen. Ich habe versucht, alles herauszuholen. Leider verlor ich die Kontrolle über mein Auto und bin in die Leitplanken geprallt."

Pastor Maldonado: "Uns fehlte im zweiten Qualifying-Segment der Sprit, daher musste ich das Auto auf der Strecke abstellen. Das Team sucht nun nach den Gründen, denn ansonsten fühlte sich das Auto gut an und wir hatten das Potenzial für die Top-10. Die Pace war heute Morgen plötzlich da und das Auto machte genau was ich wollte."

Adrian Sutil: "Ich habe heute leider einen Fehler gemacht. Bei meinem Ausritt ins Kiesbett habe ich nicht gesehen, dass es in der vorausgegangenen Kurve sehr feucht war. Das Heck meines Autos ist ausgebrochen, ich verlor die Kontrolle und bin daraufhin im Kies stecken geblieben. Es ist sehr schade, da ich zu diesem Zeitpunkt auf Platz neun lag und es somit in die zweite Qualikationsrunde schaffte, jedoch nicht mehr teilnehmen konnte."

Williams wurde vom einsetzenden Regen kalt erwischt - Foto: Sutton

Valtteri Bottas: "Die gesamte Session war unglaublich. Wir sind zu spät auf den Trockenreifen raus und konnten daher keine Runde mehr fahren, bevor es wieder zu regnen begann. Wir hatten die Pace für Q3, daher haben wir wirklich eine Chance verspielt. Es ist morgen ein langes Rennen und unser Auto ist gut, wir haben also immer noch Chancen auf Punkte."

Felipe Massa: "Wir haben wirklich die Chance vergeben, das Auto für morgen in eine gute Position zu bringen. Wir hatten den Regen nicht erwartet und die Strecke trocknete eigentlich ab, daher mussten wir die Runde schnell hinbekommen. Als es erneut zu regnen begann, wussten wir, dass es vorbei ist."

Fernando Alonso: "Wenn es regnet, ist das Qualifying immer eine Lotterie - es kann gut oder schlecht ausgehen. In komplizierten Momenten wie diesen musst du die richtigen Reifen zur richtigen Zeit montieren, aber auch Glück gehört dazu. Ich denke, wenn wir die Medium-Reifen 30 Sekunden früher oder später montiert hätten - bei trockener Strecke - hätten die Dinge ganz anders verlaufen können."

Kimi Räikkönen: "Wir wussten, dass die wechselhaften Bedingungen das Qualifying recht unvorhersehbar machen würden, aber ein derartiges Ergebnis hätte ich definitiv nicht erwartet. Als ich mit Slicks auf die Strecke ging, waren die Verhältnisse im ersten Sektor akzeptabel, aber im zweiten Sektor begann es erneut zu regnen - eine Zeit für Q2 war unmöglich."

Kamui Kobayashi und Marcus Ericsson strauchelten im Qualifying - Foto: Sutton

Kamui Kobayashi: "Ich ging sehr früh auf Intermediates raus, aber bald war der Zeitpunkt für Options gekommen. Ich wechselte an der Box, wurde wegen eines Problems am Auto aber kurz nach dem Herausfahren wieder an die Box gerufen. Wir machten ein paar Anpassungen und versuchten einen weiteren Run, aber das Problem blieb bestehen und eine Verbesserung war nicht mehr möglich."

Marcus Ericsson: "Ich ging zunächst auf Intermediates raus und wechselte zum richtigen Zeitpunkt auf die Trockenreifen. Allerdings waren die Bedingungen sehr kritisch und mir unterlief ein Fehler in Sektor zwei, als ich gerade richtig Druck machte. Danach konnte ich mich nicht mehr verbessern."


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