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Formel 1 - Silverstone-Qualifying: Die fünf Frustkandidaten

Von Fehleinschätzungen & Fahrfehlern

Hamilton, Ferrari & Co. - Motorsport-Magazin.com weiß, bei welchen Teams und Fahrern der Frustpegel in Silverstone besonders hoch ausschlug.
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Motorsport-Magazin.com - "Es ist manchmal ein schmaler Grad zwischen Held und Depp", erklärte Ferrari-Pilot Fernando Alonso. Allerdings machten sich im turbulenten Qualifying zum Großen Preis von Großbritannien einige mehr zum Deppen als andere. Motorsport-Magazin.com weiß, bei welchen Teams und Fahrern der Frustpegel in Silverstone besonders hoch ausschlug.

1. Frustkandidat: Lewis Hamilton

"Ich habe gekämpft. Ich dachte einfach nicht, dass eine Verbesserung möglich wäre", verteidigte sich Lewis Hamilton nach dem Qualifying gegenüber den Journalisten, die nicht verstanden, warum er seine Runde abbrach und damit eine potenzielle Pole Position wegschmiss. Sein Frust ist umso verständlicher, da sich ausgerechnet Teamkollege Nico Rosberg anders entschied. Die Folge: Pole für Rosberg und P6 für Hamilton, der in der WM bereits 29 Punkte zurückliegt. Während er seine letzten Versuch in Q3 aufgab, gilt dies nicht für seine WM-Chancen. "Ich werde morgen mein Bestes geben. Die WM ist noch lang. Ich schaue von Rennen zu Rennen", erklärte der Mercedes-Pilot.

Frustpegel: explosiv

Hamilton suchte schnell das Weite - Foto: Sutton

2. Frustkandidat: Pastor Maldonado

"Ich hätte es in die Top-10 schaffen könne. Bevor ich ausgerollt bin, bin ich eine halbe Sekunde schneller gewesen als Romain", jammerte Pastor Maldonado nach dem Qualifying. Doch hätte, wäre, wenn zählen in der Formel 1 nicht. Doch für den Venezolaner kam es noch dicker, denn zu diesem Zeitpunkt hatte der Lotus-Pilot anoch den 15. Startplatz inne. Um 17:41 Uhr folgte schließlich die Hiobsbotschaft der Stewards. Weil sich nach dem Qualifying nicht mehr ausreichend Benzin im Tank des Lotus E22 befand, wurde Maldonado disqualifiziert und muss am Sonntag das Rennen von ganz hinten aufnehmen.

Frustpegel: extrem hoch

3. Frustkandidat: Ferrari

Da sahen Fernando Alonso und Kimi Räikkönen plötzlich dumm aus der Wäsche. Statt den üblichen Verdächtigen wie Marussia waren es in Silverstone die beiden Ferrari-Piloten, die in Q1 ausschieden, während sich wiederum Jules Bianchi in Q1 unter den Top-3 wiederfand. "Größere Teams haben längere Abläufe als kleinere Teams", versuchte sich Fernando Alonso in Erklärungen. Zudem hätten kleinere Teams wie Marussia nichts zu verlieren und könnten daher leichter ein Risiko bei der Reifenwahl eingehen. Zum Glück hat der Spanier schnell bemerkt, dass er mit solchen Erklärungen nur noch blöder aussieht und räumte ein: "Wenn in Q1 zwei Williams und zwei Ferrari ausscheiden, haben diese Teams definitiv etwas falsch gemacht."

Frustpegel: wird verleugnet

Bottas entwischte den Journalisten nicht - Foto: Sutton

4. Frustkandidat: Williams

Wie Alonso bereits klarstellte, lief nicht nur bei Ferrari alles schief, sondern auch bei Williams. In Spielberg standen Felipe Massa und Valtteri Bottas noch in der ersten Startreihe und ausgerechnet beim Heimrennen finden sich beide als Schlusslichter wieder. "Das war eine verpasste Gelegenheit", gab ein enttäuschter Massa zu. Wie Ferrari verpokerte sich Williams und wartete in Q1 zu lange ab, doch anders als die Scuderia gab man den Fehler offen zu. "Wir haben nicht gesehen, dass der Regen so schnell kam wie er letztlich gekommen ist. Das ist keine Entschuldigung; es ist ein Fehler, den wir nie wieder machen dürfen", stellte Rob Smedley klar.

Frustpegel: ansteigend

5. Frustkandidat: Sauber

Was ging wohl durch den Kopf von Monisha Kaltenborn als innerhalb von wenigen Minuten ihre beiden Fahrer das Auto ins Kiesbett setzten. Wie bereits im Monaco-Qualifying hatten sich Adrian Sutil und Esteban Gutierrez einen Fahrfehler geleistet. Hinzukommt, dass Letzterer bereits eine Strafversetzung um 10 Startplätze aus Spielberg mitschleppt. "Ich habe versucht, alles herauszuholen. Leider verlor ich die Kontrolle über mein Auto und bin in die Leitplanken geprallt", räumte Gutierrez seinen Fehler ein. Auch Sutil suchte keine Ausreden. "Es ist am Ende mein Fehler gewesen. Ich muss es beim nächsten Mal besser machen." Den Frustpegel ihrer Teamchefin wird das aber wohl nicht senken.

Frustpegel: durch die Decke gehend


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