Formel 1 - Lotus schnell aber glücklos

Spritmangel und gelbe Flaggen verhindern Q3-Einzug

Lotus kann zwar auf eine gute Pace zurückblicken, doch sowohl Romain Grosjean als auch Pastor Maldonado blieben aus verschiedenen Gründen in Q2 hängen.
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Motorsport-Magazin.com - Nach dem Muntermacher am Samstagmorgen mit den Plätzen drei und vier ging Lotus mit hohen Erwartungen ins Qualifying. Doch diese wurden jäh enttäuscht: Pastor Maldonado rollte ohne Vortrieb aus, Romain Grosjean verpasste als Elfter den Einzug ins Q3 um drei Zehntelsekunden. Benzinmangel war der Grund für das Ausscheiden des Venezolaners, der im Bereich der alten Start/Ziel-Geraden das Fahrzeug abstellen musste. Grosjean wurde durch eine gelbe Flagge an einer weiteren Steigerung seiner Zeit gehindert, nachdem sich Esteban Gutierrez von der Strecke gedreht hatte.

Das dritte freie Training hat unser Potenzial gezeigt.
Alan Permane

Das Beste, was Grosjean dem englischen Regen abgewinnen konnte: "Er war sicher gut für meinen Garten." Ansonsten war es ein enttäuschendes Resultat für eine starke Quali-Leistung: "Ich bin in Q2 auf eine gelbe Flagge in Turn 6 gestoßen, sonst hätte ich es sicher ins Q3 geschafft", ist sich der Franzose mit der doppelten Staatsbürgerschaft sicher. Trotzdem versucht er, das Positive mitzunehmen: "Bislang war ich an diesem Wochenende nicht wirklich glücklich mit dem Auto, aber im Qualifying war es schön zu fahren. Leider kam die gelbe Flagge zu einem Schlüsselmoment im Qualifying und hat meine Rundenzeit zerstört."

Pastor Maldonados Mannschaft muss nun herausfinden, wie es dazu kam, dass der venezolanisch besetzte E22 ohne Sprit ausrollen konnte. "Abgesehen davon lief das Fahrzeug gut und ich hätte es in die Top-10 schaffen könne. Bevor ich das Problem hatte, bin ich eine halbe Sekunde schneller gewesen als Romain - nur in den ersten zwei, drei Kurven", kommentierte der Unglücksrabe seine Zeit in Sektor 1. "Wir hatten eine ganz gut Strategie, mit den Wetterbedingungen umzugehen, deshalb bin ich enttäuscht mit der Position, die wir letztlich im Startgrid haben."

Nun gilt es, im Rennen zurückzuschlagen, wohl wissend, dass mit den beiden Ferrari und Williams vier gefährliche Autos hinter den schwarzen Boliden aus Enstone stehen. Sowohl Maldonado als auch Grosjean peilen die Punkteränge an - der Optimismus ist auch berechtigt, wie Alan Permane andeutete: "Wir haben im Qualifying wesentlich besser ausgesehen als in den letzten Rennen und die Fahrer konnten bei wechselhaften Bedingungen eine gute Pace zeigen. Das dritte freie Training hat unser Potenzial gezeigt. Die Startaufstellung ist ziemlich durchgemischt, deshalb könnte es zu verschiedenen Strategien kommen."


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