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Formel 1 - Interview - Jackie Stewart: Hamilton fehlt das Mind-Management

Eine Frage der richtigen Entscheidungen

Schwierige Bedingungen im Qualifying in Silverstone. Für Jackie Stewart kam es allein auf die richtigen Entscheidungen an. Motorsport-Magazin.com hakte nach.
von

Motorsport-Magazin.com - Hat Ihnen das Qualifying heute gefallen?
Jackie Stewart: Absolut, ja! Sehr sogar.

Lewis Hamilton scheint die Pole verspielt zu haben...
Jackie Stewart: Das war eine Frage der richtigen Entscheidung. Leider hat er sich falsch entschieden. Man muss mit dem Kopf immer voll bei der Sache sein - das ist entscheidend. Da kann man es sich noch nicht einmal leisten, nur zu blinzeln. Die Bedingungen waren sehr ungewöhnlich und er glaubte wohl, dass der Schauer keine Zeiten mehr erlauben würde. Aber so war es dann nicht. Nico hat sich anders entschieden. Manchmal braucht man das richtige Mind-Management. Fahrer wie Lauda, Clark, Prost oder Fangio hatten das. Ich glaube, ich konnte es auch. Vielleicht muss Lewis da erst noch hineinwachsen.

Da kann man es sich noch nicht einmal leisten, nur zu blinzeln.
Jackie Stewart

Was war die größte Überraschung für Sie? Vettel auf Platz zwei oder das frühe Ausscheiden von Ferrari und Williams?
Jackie Stewart: Für mich ist die größte Überraschung, dass Fernando Alonso so weit hinten steht. Das ist eine echte Überraschung. Damit hatte keiner gerechnet.

Musste Ferrari ein so großes Risiko heute eingehen, weil ihr Auto nicht gut genug ist?
Jackie Stewart: Ein Teil davon könnte an der Führung gelegen haben. Entweder Alonso hat sich selbst so entschieden oder das Team hat es für ihn gemacht. Das weiß ich nicht. Aber jemand hat definitiv falsch entschieden. Unter diesen Bedingungen kann ich es aber nicht nachvollziehen. Alle Fahrer saßen im gleichen Boot, aber einige haben es richtig gemacht, andere nicht.


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