Formel 1 - McLaren kämpft in schnellen Kurven

Keine Chance gegen Top-Drei-Teams

Bei McLaren macht man sich nach dem Freitag in Silverstone keine großen Hoffnungen. Die Spitzenteams seien außer Reichweite.
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Motorsport-Magazin.com - In den ersten beiden Freien Trainings zum Grand Prix von Großbritannien war McLaren einmal mehr weit von der Spitze entfernt. Jenson Button landete zwei Mal auf Rang sieben, Kevin Magnussen wurde am Vormittag Zehnter und landete in FP2 auf dem achten Platz. Am nähesten war Button noch im ersten Freien Training an der Bestzeit von Nico Rosberg dran, doch auch da verlor er 1,539 Sekunden auf den WM-Leader.

Button fährt in Silverstone mit einem Helmdesign im Gedenken an seinen verstorbenen Vater - Foto: Sutton

Dementsprechend ernüchtert gab sich der Routinier nach dem ersten Trainingstag: "Wir werden die Top-Drei-Teams an diesem Wochenende nicht fordern können. Es war ein schwieriger Tag, aber ich konnte definitiv einen Fortschritt erkennen, auch wenn wir noch Luft nach oben haben und uns in einigen Bereichen verbessern können." Wo diese Bereiche liegen, weiß Button bereits. "Das Auto fühlt sich okay an, aber wir sind weit von den Spitzenpiloten entfernt. Die schnellen Kurven hier sind aber einfach nicht unsere Stärke. Wir versuchen immer noch dort die richtige Balance zu finden, weil wir mit starkem Untersteuern kämpfen. Unser Ziel ist es, mehr Grip an der Vorderachse zu finden", verrät der Lokalmatador.

Auch Kevin Magnussen sieht die Charakteristik der Strecke als Nachteil für McLaren: "Wir wären sicher auf einem langsameren Kurs schneller, aber Silverstone ist nun einmal schnell und das muss man genießen. Es ist eine tolle, sehr schnelle Strecke."

Mit seinem MP4-29 war der Däne trotz mancher Schwierigkeiten nicht unzufrieden. "Das Auto fühlt sich in Ordnung an. Es ist nicht so gut wie in Australien, was wir auch nicht erwartet haben. Es ist aber gar nicht viel schlechter. Mal sehen was für uns möglich ist, aber ich denke, wir können hier ein paar Punkte holen", so Magnussen. An mehr als ein paar Zähler glaubt aber auch er nicht: "Wir werden wohl gegen Force India kämpfen. Es ist schwer zu sagen, wo Williams steht, aber sie sind wohl schneller als wir."

Button und Magnussen bevorzugen Option-Reifen

Der Prime-Reifen ist viel zu hart.
Jenson Button

In Sachen Reifenwahl hat das McLaren-Duo einen klaren Favoriten: den weicheren Reifen, also den Option. Button verliert über die härtere Mischung kein gutes Wort: "Der Prime-Reifen ist viel zu hart. Selbst bei diesen relativ hohen Temperaturen ist es sehr schwer, ihn in das richtige Arbeitsfenster zu bekommen. Man bekommt ihn einfach nicht auf die nötige Temperatur. Wenn man etwas Fahrt raus nehmen muss, weil man in den Verkehr kommt oder es gelbe Flagge gibt, dann ist es fast unmöglich ihn noch einmal richtig zum Arbeiten zu bekommen. Der Option ist gut. Man bekommt ihn schnell ins Arbeitsfenster und kann ihn verhältnismäßig lange fahren. Das wird wohl der bevorzugte Reifen am Sonntag sein."

Zustimmung gibt es von seinem Teamkollegen. "Der Prime ist ein sehr harter Reifen und es ist schwierig, ihn am Leben zu halten. Er verliert die Temperatur sehr schnell. Im Moment sieht es so aus, als wäre der Medium der bessere Reifen", meint der Rookie.


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