Formel 1 - FIA: Zurückrunden nach Safety Car lohnt sich

Akzeptables Ärgernis

Immer wieder ein Krampf während einer Safety-Car-Phase: das Zurückrunden der Hinterherfahrer. Charlie Whiting erklärt jetzt, warum diese Regel Sinn macht.
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Motorsport-Magazin.com - Das will bei einem Formel-1-Rennen niemand sehen: ewig lange Safety-Car-Phasen, bei dem die Autos hinter Bernd Mayländer im Führungsfahrzeug hinterher schleichen. Jede Runde kostet hier wertvolle Rennzeit - schlimmer wird es noch, wenn weitere Minuten vergehen, bis sich die überrundeten Autos wieder in der Führungsrunde und im Feld eingeordnet haben. Beim so genannten Entrunden vergeht jedes Mal einiges an Zeit, doch die FIA wünscht dieses Prozedere.

"Natürlich kostet das viel Zeit, aber ich bin der Meinung, dass es sich lohnt, diesen Preis zu zahlen", sagte FIA-Renndirektor Charlie Whiting. Als Beispiel führte der Brite den Bahrain Grand Prix in diesem Jahr an, als sich Lewis Hamilton und Nico Rosberg nach dem Re-Start der Safety-Car-Phase ein packendes Duell um den Sieg geliefert hatten. "Wären da noch vier, fünf überrundete Autos dazwischen gewesen, wäre es wo möglich nie dazu gekommen - und das ist die Idee dahinter", argumentierte Whiting.

Safety-Car-Phasen kosten wertvolle Rennzeit - Foto: Sutton

Akzeptables Ärgernis

Durch das Prozedere des Zurückrundens seien laut Whiting noch nie mehr als zwei Runden verloren gegangen. "Natürlich will niemand ein Safety Car länger als nötig, aber das ist ein Ärgernis, das wir gerne eingehen", sagte Whiting weiter. Die Teams dürften sich sowieso nicht über diese Regelung ärgern, schließlich sei der Vorschlag aus ihren Reihen gekommen.

Whiting abschließend: "Wenn die Autos zu langsam sind und es nicht rechtzeitig ans Ende des Feldes schaffen, starten wir ja trotzdem neu, ohne auf sie zu warten."


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