Formel 1 - Österreich GP - Die Fahreranalyse

Mercedes macht stark

Mit Mercedes im Rücken konnte man in Spielberg entzücken. Das gelang allerdings nicht allen Fahrern gleichermaßen.
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Motorsport-Magazin.com - Nico Rosberg: Der Führende der Weltmeisterschaft hat mit sechs Siegen nun einen Erfolg mehr auf dem Konto als sein Vater Keke. Auf seiner Fahrt von Platz drei an die Spitze ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen, als Valtteri Bottas direkt nach dem Start konterte oder Lewis Hamilton in der Schlussphase Druck machte. Bis auf einen kleinen Verbremser in der letzten Runde, der ohne Folgen blieb, leistete sich Rosberg bei seinem dritten Saisonsieg keine Fehler.

Note: 1

Lewis Hamilton: Nach gleich zwei Fehlern im Qualifying drehte Hamilton im Rennen auf. Schon auf den ersten Metern gewann er vier Positionen, am Ende der ersten Runde quetschte er sich sehenswert an Fernando Alonso vorbei. Auch wenn er am Ende erneut hinter seinem Teamkollegen landete, zählte Hamilton zu den großen Siegern des Rennens - immerhin fuhr er vom neunten Startplatz bis den den zweiten Platz nach vorne.

Note: 1

Valtteri Bottas: Der junge Finne zeigte schon am Start, dass er keine Angst vor den schnellen Mercedes hat und konterte Rosberg mustergültig aus. Als er vor dem ersten Boxenstopp einige schnelle Runden fahren musste, machte er genau das und reihte sich hinter Rosberg ein. Den zweiten Platz konnte er gegen Hamilton nicht mehr verteidigen, dafür gab es am Ende den ersten Podestplatz in der noch jungen Formel-1-Karriere.

Note: 1

Pole-Mann Massa war einer der Verlierer des Rennens - Foto: Sutton

Felipe Massa: Auch wenn er zu Beginn des Rennens einige Führungskilometer sammelte, war Massa der große Verlierer der ersten Boxenstopps. Seine Crew benötigte einige Sekunden länger als die Mercedes-Mannschaft, Massa kam direkt hinter Rosberg aus der Box zurück und musste auch Hamilton und Bottas passieren lassen. Spätestens als er hinter Perez festhing, war der Podestzug abgefahren.

Note: 2

Fernando Alonso: Der Spanier machte das, was er am besten kann: Das Maximum aus den beschränkten Möglichkeiten herausholen. Hinter dem Mercedes-Quartett an der Spitze fuhr der Ferrari-Pilot ein unauffälliges, aber auch fehlerfreies Rennen. Insbesondere im Vergleich zum Teamkollegen sah Alonso mal wieder deutlich besser aus.

Note: 2

Sergio Perez: Neben Hamilton war Perez einer der weiteren Gewinner des Rennens, der Mexikaner machte gleich neun Runden Positionen gut. Dabei profitierte er einmal mehr davon, dass er seine Reifen perfekt ausnutzte und nach dem ersten Stint über 27 Runden sogar lange in Führung lag. Am Ende überzeuge er mit einem tollen Überholmanöver gegen Magnussen.

Note: 1

Magnussen steht bei McLaren hoch im Kurs - Foto: Sutton

Kevin Magnussen: In seinem achten Rennen holte Magnussen zum fünften Mal Punkte und war erneut deutlich besser unterwegs als sein Teamkollege Button. Wirklich ankreiden kann man ihm wohl nichts, allerhöchstens den kleinen Verbremser in der Schlussphase, der ihm heute zwei WM-Punkte kostete.

Note: 2

Daniel Ricciardo: So schnell geht es von ganz oben zurück ins Mittelfeld. Ricciardo hatte zu keiner Phase des Rennens die Möglichkeit, in den Kampf um die Spitzenpositionen einzugreifen. Trotzdem gab der Kanada-Sieger bis ins Ziel alles und quetschte sich in der letzten Runde an Hülkenberg vorbei, obwohl er den Overtake-Button nicht mehr nutzen durfte. Ein achter Platz ist aber wahrlich keine Meisterleistung.

Note: 3

Nico Hülkenberg: Stand zum zweiten Mal in Folge im Schatten seines Teamkollegen, der wie in Kanada auf der besseren Strategie unterwegs war und heute bis ins Ziel kam. Hülkenberg war mehr mit einen Rückspiegeln beschäftigt als mit der Attacke nach vorne, kam aber zum achten Mal in diesem Jahr in die Punkte.

Note: 3

Kimi Räikkönen fuhr tatsächlich mit - Foto: Sutton

Kimi Räikkönen: Der Finne ist immer wieder für einen lockeren Spruch im Teamradio gut. Die Forderung nach mehr Leistung war die einzige Situation im 71 Runden langen Rennen, in der man bemerkte, dass Räikkönen überhaupt mitfährt.

Note: 4

Jenson Button: Auf Platz elf gestartet und auf Platz elf im Ziel. An Button zog der Österreich Grand Prix beinahe spurlos vorbei. War das gesamte Wochenende langsamer als sein Teamkollege und konnte das auch im Rennen nicht ändern.

Note: 4

Pastor Maldonado: Eine Runde Rückstand und zumindest der beste Fahrer aus dem hinteren Mittelfeld. Wenn er so weiter macht, bleibt er in dieser Saison ganz ohne Punkte, aber was soll er auch aus dem Auto herausholen? Immerhin räumte er keinen Konkurrenten unsanft aus dem Weg.

Note: 4

Für Sauber geht es nicht nach vorne - Foto: Sutton

Adrian Sutil: Schon vor dem Rennen war Sutil klar, dass der Sauber noch schlechter aussehen würde. Umso erstaunlicher war es, dass er immerhin drei Plätze gutmachen konnte. Interessanterweise sind dabei drei Piloten vor ihm ausgeschieden.

Note: 5

Romain Grosjean: Startete aus der Boxengasse und direkt mit einem großen Rückstand in das Rennen, dem er die ganze Zeit hinterher fuhr. Fehlende Performance, Probleme mit den Reifen - Lotus kommt einfach nicht voran.

Note: 5

Jules Bianchi: Versuchte es mit nur einem Stopp und setzte sich so zumindest gegen die Hinterbänkler-Konkurrenz durch. Nach dem Ausfall in Kanada war das die richtige Antwort, doch viel wichtiger bleiben die zwei Punkte aus Monaco, auf denen sich Bianchi weiter ausruhen kann.

Note: 4

Kamui Kobayashi: Stoppt schon nach zwölf Umläufen und fuhr danach 55 Runden mit einem Reifensatz, so viel wie kein anderer Fahrer. Der Mut zum Risiko wurde nicht belohnt, wohl auch weil es ein Rennen ganz ohne Zwischenfälle war. Genau das benötigt Caterham aber, um noch eine Chance gegen Marussia zu haben.

Note: 5

Max Chilton: Wieder im Ziel - Foto: Sutton

Max Chilton: Nachdem seine phänomenale Zielankunfts-Serie nach dem Unfall in Kanada abriss, knüpfte Chilton heute an vergangenen Erfolge an und sah einmal mehr die Zielflagge. Wirklich besonders ist das aber nicht mehr.

Note: 5

Marcus Ericsson: Der mit Abstand langsamste Kandidat der vier Hinterbänkler war auf der schnelleren Zwei-Stopp-Strategie unterwegs, hatte aber dennoch keine Chance gegen seine direkten Kontrahenten.

Note: 6

Esteban Gutierrez: Holte zunächst das aus dem Sauber heraus, was man aus dem Sauber herausholen kann - nicht viel. Die Krönung gab es dann in der Boxengasse, als ein Rad nicht festgezogen wurde und er inklusive der fälligen Strafe eine Runde verlor. Immerhin behielt er im Zweikampf mit dem noch amtierenden Vierfach-Champion Vettel die Oberhand.

Note: 4

Jean-Eric Vergne: Nach einem durchwachsenen Qualifying kämpfte Vergne um den Anschluss an die Punkteränge, musste etwas mehr als zehn Runden vor dem Ziel allerdings mit einer gebrochenen Bremsscheibe aufgeben.

Note: 4

Sebastian Vettel wäre lieber im Bett geblieben - Foto: Sutton

Sebastian Vettel: Mal wieder ein rabenschwarzer Sonntag für den Weltmeister. Vettel startete gut, wurde dann aber mal wieder von der Technik im Stich gelassen. Sinnbildlich war der Zweikampf mit Gutierrez, bei dem er sich den Frontflügel beschädigte und das Rennen kurze Zeit später aufgab. Mit einer Runde Rückstand wäre aber schon zuvor nichts mehr möglich gewesen.

Note: 4

Daniil Kvyat: Kam nach einem guten Qualifying nicht aus dem Quark und nur als Zehnter aus der ersten Runde zurück. Danach kämpfte bis zu einem Defekt an der Hinterachse tapfer um Anschluss und mögliche Punkte.

Note: 4


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