Tipp

Formel 1 - Österreich GP im Rückblick: Kerstins Lehren

Von Kürbiskernöl und anderen Emotionen

Die Formel 1 legte in Österreich ein fulminantes Comeback hin und sorgte bei Journalisten und Fans für einige emotionale Momente - auf und abseits der Strecke.
von

Motorsport-Magazin.com - Lehre Nummer 1: Österreich ist back - und das ist auch gut so! Als Österreicherin bin ich in punkto Österreich GP natürlich etwas vorbelastet, nichtsdestotrotz kann das Spielberg-Comeback nur als Erfolg angesehen werden. Dietrich Mateschitz & Konsorten haben es nicht nur geschafft, die Journalisten dank ultramodernen Media Center samt Gratis-Internet und eigenem Buffet auf seine Seiten zu ziehen, sondern auch die Fans. Legendenrennen, Konzerte ... es gab nichts, was es nicht gab. Besonders großer Beliebtheit erfreute sich der Bankomat im Fan-Village. Der Mega-Stau am Donnerstag ist da schnell vergessen....

Massa hat sich von den Ferrari-Fesseln befreit - Foto: Sutton

Lehre Nummer 2: Alonso ist nicht schneller als Felipe. Das Qualifying verlief alles andere als nach dem Geschmack vom erfolgsverwöhnten Spanier. Während Alonso sich 'nur' Startplatz vier sicherte, brannte sein ehemaliger Ferrari-Teamkollege bzw. -Adjutant die schnellste Zeit in den Asphalt. Für den Brasilianer war es die erste Pole Position seit 2008. Der Brasilianer feierte in Spielberg seinen zweiten Frühling - mutiger, kämpferischer. Das freut nicht nur die Massa-Fans.

Gastfreundschaft wird in Spielberg groß geschrieben - Foto: Motorsport-Magazin.com

Lehre Nummer 3: Kernöl ist nicht zum Trinken! Die GP-Verantwortlichen hatten sich für die Journalisten etwas ausgedacht. Am ersten Tag gab es für die über 500 Journalisten aus aller Welt ein kleines Willkommensgeschenk, inklusive Hirschwurst und dem weltberühmten steirischen Kürbiskernöl. Letzteres sorgte bei meinen nicht-deutschsprachigen Kollegen für einige Fragezeichen. "Ist das zum Trinken?", fragte mich ein Kollege aus Russland. Als ich ihm erklärte, dass Kernöl nicht zum Trinken, sondern für den Salat ist, war ihm die Enttäuschung deutlich ins Gesicht geschrieben. Zum Glück hatte Red Bull auch noch ein kleines Fläschchen Zirbenschnaps eingepackt.

Im Gespräch mit Button wird es emotional - Foto: Sutton

Lehre Nummer 4: Emotionen sind nicht out! Für die meisten Journalisten war der Kuss zwischen Felipe Massa und seiner Ehefrau nach der Pole der emotionalste Moment dieses Spielberg-Wochenendes. Meiner war ein ganz anderer... Im Exklusiv-Interview mit Jenson Button kam die Sprache auf den kommenden Grand Prix in Silverstone. Für Button ist es nicht nur das Heimrennen, sondern der erste England GP ohne seinen Papa Schlumpf. Im Auto ist der Brite voll und ganz auf seinen Job konzentriert, doch außerhalb ist es für ihn nicht immer einfacher. "Er ist nicht mehr da, um mir High-Five zu geben oder mich zu umarmen", erklärte Button mit gesenktem Kopf.


Motorsport-Magazin.com fragt
Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x