Formel 1 - Österreich GP: Die Stimmen nach dem Qualifying

Hamiltons Fehler kostete mich die Pole

Das Qualifying bei der Rückkehr der Formel 1 nach Spielberg lieferte Spektakel, Überraschungen und Sensationen. Die Piloten lieferten spannende Reaktionen.
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Motorsport-Magazin.com - Felipe Massa: Ich bin so glücklich darüber, was heute passiert ist. Ich bin emotional sehr berührt - ein wirklich großartiger Moment. Das ist ein toller Augenblick für das Team. Ich musste seit Brasilien 2008 auf eine Pole Position warten, das war eine lange Zeit. Wir starten in einer besseren Position als Mercedes und müssen sehen, wie sie im Rennen drauf sind, aber wir werden auf jeden Fall alles versuchen - definitiv.

Valtteri Bottas: P2 ist ein toller Erfolg. Herzlichen Glückwunsch an Felipe. Ich bin auch zufrieden. Es ist toll für das Team. Platz 1 und 2 ist eine tolle Sache. Jetzt ernten wir die Früchte der harten Arbeit. Es wird nicht leicht sein, Mercedes in Schach zu halten und es gibt ja auch noch Red Bull und Ferrari. Es ist ein toller Tag, aber wir müssen die Konzentration jetzt halten.

Mit der 'Doppel-Pole' in Spielberg sorgte Williams für eine der Überraschungen der Saison - Foto: Sutton

Nico Rosberg: In der letzten Runde lief es nicht so toll, denn Lewis hat sich gedreht und ich konnte meine Runde nicht zu Ende fahren. Ich hätte ein paar Zehntel aufholen müssen und das wäre nicht gegangen, es hat mich die Pole gekostet. Aber der dritte Platz ist auch okay. Das war eine starke Leistung von Williams. Im Rennen sollte ich schneller sein. Hier kann man überholen, da rechne ich mir gute Chancen aus.

Fernando Alonso: Es war definitiv kein normales Qualifying. Wir haben von den nicht ganz normalen Verhältnissen profitiert. Es ist zum Beispiel nicht normal, dass Hamilton hinter uns ist. Die neuen Teile, die wir mit nach Kanada gebracht haben und auch hierher, scheinen zu funktionieren. Ich erwarte auch von Ricciardo und Vettel - mit all den neuen Reifen, die er nun hat -, dass sie im Rennen stark sein werden. Es wird schwierig, den vierten Platz zu halten.

Daniel Ricciardo: Es war sehr hart für uns da draußen. Um ehrlich zu sein, war es schon das gesamte Wochenende so und ich hatte das Gefühl, wirklich auch das letzte Bisschen aus dem Auto herausquetschen zu müssen, um da zu stehen, wo ich jetzt bin. Wir sind das gesamte Wochenende bereits irgendwie im Hintertreffen gegenüber den anderen Top-Teams. Respekt an sie für ihre gute Leistung, denn sie haben ihre Autos wohl besser auf die Herausforderungen hier eingestellt. Ich werde dennoch alles geben im Rennen und bin nicht geknickt, denn mehr als Platz fünf war heute definitiv nicht drin.

Daniel Ricciardo unterstrich seine Vorherschaft in der Red-Bull-Box - Foto: Sutton

Kevin Magnussen: Wenn heute alles perfekt gelaufen wäre, hätten wir es in die Top-5 schaffen können. Leider habe ich in der letzten Kurve auf meiner letzten Runde in Q3 einen kleinen Fehler gemacht. "Es ist schön, dass die Startaufstellung ein bisschen durchgemischt ist. Ich bin überrascht, dass die Lücke zu Mercedes so schnell geschlossen werden konnte und es ist schön, einen Williams auf Pole zu sehen. Im Hinblick auf das morgige Rennen, bin ich mir nicht sicher, ob unser Renntempo so hoch wie unsere Pace im Qualifying ist. Aber wir werden unser Bestes geben.

Daniil Kvyat: Das war mein bestes Qualifying-Ergebnis in dieser Saison und ich bin mit der Arbeit, die das Team das ganze Wochenende über geleistet hat, zufrieden. Wir haben wie bei einem Puzzle alle Teile zusammengesetzt und wir haben heute im Vergleich zu gestern einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. Es war schade, dass wir aufgrund der gelben Flaggen in Kurve zwei nicht das volle Potential des Autos nutzen konnten. Dennoch ist Platz sieben eine gute Startposition.

Kimi Räikkönen: In Q3 habe ich versucht auf einen Run mit den Supersoft zu gehen, aber ich machte in Kurve 1 einen Fehler. Damit war meine Rundenzeit dahin. Der achte Platz ist kein Desaster, trotzdem bin ich enttäuscht. Das Auto wäre heute schneller gewesen, aber ich bekam den dritten Sektor einfach nicht gut genug hin. Unsere Renn-Pace ist dennoch gut hier und obwohl ich Probleme habe, die Reifen hier ordentlich auf Temperatur zu bringen, denke ich, dass ich morgen ein gutes Resultat abliefern kann.

Lewis Hamilton: Es ist eine Menge danebengegangen, es ist schon seit heute Morgen der Wurm drinnen. Ich war auf meiner ersten fliegenden Runde eine halbe Sekunde vorne, bin dann aber zu aggressiv in Kurve acht hineingefahren und hatte dann Probleme mit dem Heck. Beim Dreher auf dem zweiten Run bin ich auf die Bremse getreten und die Hinterreifen haben blockiert. Ich bin mir nicht sicher, wieso. Ich muss mir die Daten ansehen. Es ist eigentlich eine recht einfache Kurve, ich war einfach nur zu schnell. Das Ergebnis ist suboptimal und nun könnte es mit der Kühlung kritisch werden, da wir im Pulk fahren.

Nach seinen beiden Fehlern in Q3 und Startplatz neun wollte Lewis Hamilton nichts mehr hören - Foto: Sutton

Nico Hülkenberg: Mein Ärger hält sich in Grenzen, denn mit meiner Zeit wäre ich ohnehin nur Neunter gewesen. Hier muss man schon das Millimeter-Band herausholen. Aus dem Auto hat man immer eine andere Sicht als von außen. Ich habe alles gegeben, aber hier geht es um Nuancen. In Kurve sieben ist Bottas vor mir herausgeflogen und es lag etwas Dreck auf der Strecke, daher war die Kurve acht nicht leichter für mich. Die Startaufstellung sieht sehr interessant aus, es sind wohl alle Zutaten für ein spannendes Rennen gegeben.

Sergio Perez: Wir haben uns in Q2 leider etwas spekuliert, denn ich wollte auf meinem letzten Run dort lediglich eine fliegende Runde setzen. Leider habe ich dann aber keinen fehlerfreien Umlauf hinbekommen und bin leider ausgeschieden. Der Kurs hier ist wirklich knifflig, und es ist uns leider nicht gelungen, die Reifen optimal zum Laufen zu bringen. Das Rennen wird eine große Herausforderung, vor allem da ich ja noch um fünf Plätze nach hinten versetzt werde. Der Start und die erste Runde werden entscheidend, und ich hoffe, erneut über die Strategie Boden gutmachen zu können. Ich will dennoch in die Punkte fahren.

Jenson Button: Ich hätte es in die Top-10 geschafft, wenn auf meinem letzten Run alles gutgegangen wäre. Ich lag sieben Sekunden hinter dem Lotus von Romain, der in den ersten drei Kurven durch die Auslaufzone musste. Er hat dann plötzlich herübergezogen und mich vorbeigelassen, doch das hat mich etwas Zeit gekostet. Du weißt nie, was es dich kostet, wenn du das dritte Training verpasst. Wir tappten also etwas im Dunkeln über das Setup für das Qualifying. Man weiß nie, wie sich das mit den Überholmöglichkeiten im Rennen entwickelt, aber zumindest können wir neue Reifen zum Start aufziehen und dadurch etwas mehr mit der Strategie spielen.

Sebastian Vettel:Viel mehr war nicht drin. Ich hatte zwei Runden, die etwa gleich schnell waren. Aber beide waren zu langsam. Gestern haben wir uns schon schwer getan. Wir dachten, dass wir bis zum Qualifying zulegen können, aber der große Schritt blieb aus. Mit Sicherheit lief es nicht so wie man sich das wünscht. Aber so ist es nun einmal - mal geht es einen Schritt nach vorn und mal nach hinten. Wir kommen hier aber nicht so gut zurecht wie bei anderen Rennwochenenden. Das gelingt Ricciardo wohl etwas besser.

Bereits zum dritten Mal in dieser Saison scheiterte Sebastian Vettel vorzeitig im Qualifying - Foto: Sutton

Pastor Maldonado: Heute waren wir etwas besser, mit ein wenig mehr Power und einer verbesserten Balance. Es war eine gute letzte Runde für das Paket, das wir gerade haben, auch wenn wir noch nicht dort sind, wo wir sein wollen. Unsere Pace hat sich heute verbessert und wir haben gezeigt, dass wir auf den Longruns Potenzial haben. Daher werden wir am Sonntag hoffentlich ein gutes Rennen fahren.

Jean-Eric Vergne: Platz 15 ist wirklich schade, da das Team wirklich gute Arbeit geleistet hat und das Auto hat sich mit all den neuen Teilen, die wir zu diesem Rennen gebracht haben, sicherlich verbessert. Aber es ist hier so eng, es ist eine so kurze Runde, dass nur ein paar Zehntel einen Unterschied machen und meine letzte Runde in Q2 war dann leider nicht genug für Q3. Für morgen hoffe ich natürlich auf eine deutliche Steigerung und ein wenig Glück.

Romain Grosjean: Es ist kein Geheimnis, dass wir an diesem Wochenende zu kämpfen haben. Ich hatte ein gutes Q1, aber Q2 war schwieriger. Wir steigern uns und arbeiten in die richtige Richtung, aber es ist nicht einfach, die neuen Systeme zusammenzubekommen. Wir werden uns eine gute Strategie ausdenken oder vielleicht eine Abkürzung auf der Strecke suchen, die uns hilft.

Adrian Sutil: Platz 16 wäre das Maximum gewesen und nun sind wir halt nur auf Platz 17. Das ist sehr knapp, aber irgendwo ist das Limit. Und wenn das so ist, muss man das akzeptieren. Die Kurve 8 ist für alle Fahrer schwierig, denn sie hat am Scheitelpunkt wenig Grip, da verliert man das Auto einfach und ich bin leider komplett von der Strecke abgekommen. Wir haben auch im Rennen noch Nachholbedarf, da passt es einfach noch nicht. Ich hoffe auf einen guten Start und halbwegs ordentliche Pace.

Adrian Sutil erreichte mit P17 im Qualifying fast das Maximum - Foto: Sutton

Esteban Gutierrez: Nach dem dritten freien Training war uns bewusst, dass das Qualifying schwierig wird. Im Moment sind unsere Möglichkeiten begrenzt, und der Zeitrückstand ist zu gross. Wir müssen weiterarbeiten, da andere Teams sich verbessern und aufholen. Besonders die Kurve acht war für uns schwierig zu fahren, zumal es seit heute bestraft wird, wenn man zu weit hinaus fährt. Gestern hatten wir diese Limitierung noch nicht. Wenn man an sein Limit geht und mit einer höheren Geschwindigkeit in die Kurve fährt, riskiert man, über diese Begrenzung zu fahren. Das ist eine weitere Charakteristik, auf die wir uns nun einstellen müssen. Dennoch freue ich mich auf das Rennen, bei dem vieles möglich ist.

Jules Bianchi: Ich bin sehr zufrieden mit meiner Platzierung für heute. Wir haben noch einige Zehntelsekunden Rückstand auf die Saubers, aber uns gelang leider auch keine perfekte und fehlerfreie Runde, weswegen wir sicher noch näher an sie heranrücken können. Ich hoffe natürlich, dass ich in der Lage bin, mit ihnen zu kämpfen und sie zu schlagen und so ein weiteres gutes Ergebnis für das Team einzufahren.

Kamui Kobayashi: Wir haben hier etwas anderes mit dem Setup probiert und obwohl es die Position nicht wiedergibt, haben wir das Fahrgefühl für das Auto deutlich verbessert und sind zudem auch noch näher an die direkte Konkurrenz herangekommen. Ich denke, ich habe hier eine meiner besten Qualifying-Runden der gesamten Saison abgeliefert. Morgen sollte es ein interessantes Rennen für uns geben, denn ich gehe davon aus, dass sich um uns herum eine Kampfgruppe bilden wird.

Max Chilton: Ich hatte leider keine gute Vorbereitung auf das Qualifiying in FP3 und auf meinem zweiten Run auf frischen supersoften Reifen hat mich leider Ericsson ein wenig aufgehalten, was mir letztlich eine bessere Runde verwehrt hat. Ich werde durch meine Strafe aus Kanada ja zurückversetzt, glaube jedoch an die Stärke unseres Autos und werde alles daran setzen, mindestens die beiden Caterhams wieder zu kassieren.

Marcus Ericsson: Ich konnte leider auf keinem meiner beiden Runs in Q1 auf den supersoften Reifen eine saubere Runde hinlegen, was mich sehr enttäuscht und sich dann auch in Rundenzeit und Position widerspiegelt. Alle Renault-Teams scheinen hier Probleme bezüglich mangelnder Motorenpower zu haben, und in Kombination mit dem heftigen Verkehr auf diesem kleinen Kurs hat es für mich einfach keine Chance gegeben, mich besser zu schlagen. Mit viel Sprit auf den Longruns scheinen wir ganz okay zu sein und ich will im Rennen einiges an Boden gut machen.


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