Formel 1 - Österreich GP: Team für Team

Abwechslung an der Spitze

Williams nutzte im Spielberg-Qualifying die Patzer bei Mercedes und sicherte sich die erste Startreihe. Motorsport-Magazin.com wirft einen Blick auf alle Teams.
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Motorsport-Magazin.com - Im Qualifying von Spielberg wurden zahlreiche Rundenzeiten gestrichen, weil die Piloten in Kurve acht zu weit rauskamen. So erging es auch Lewis Hamilton auf seinem ersten Run in Q3. Auf seinem zweiten drehte er sich von der Strecke und löste gelbe Flaggen aus, was den Qualifying-Ausgang mit beeinflusste. Einige Piloten mussten vom Gas gehen, während Felipe Massa sein Bestes gab und nach mehr als 2.000 Tagen wieder auf die Pole Position fuhr.

Weiter hinten im Feld gab es nach dem Qualifying ein paar Verschiebungen in der Startaufstellung. Sergio Perez, der sich als Elfter qualifiziert hatte, musste aufgrund seines Unfalls mit Massa in Kanada fünf Plätze zurück. Damit rutschten Jenson Button, Sebastian Vettel, Pastor Maldonado, Jean-Eric Vergne und Romain Grosjean jeweils einen Platz nach vorne. Ganz am Ende des Feldes musste Max Chilton ebenfalls wegen einer Kollision in Kanada seine Startposition abtreten.

Mercedes

Mercedes hatte das Nachsehen. - Foto: Sutton

Samstag: Das Qualifying in Spielberg lief für Mercedes nicht gerade nach Plan. Die Positionen drei und neun sind für das Team in dieser Saison doch reichlich ungewohnt. Nico Rosberg hatte sich in seinem ersten Run in Q3 auf Platz drei geschoben, in seinem zweiten musste er wegen gelber Flaggen, die sein Teamkollege ausgelöst hatte, vom Gas und konnte die Williams-Piloten damit nicht mehr angreifen. Lewis Hamiltons Zeit vom ersten Run in Q3 wurde gestrichen, nachdem er in Kurve acht die Strecke verlassen hatte. Nachdem er sich auf seinem zweiten Run in Kurve zwei gedreht hatte, beendete er den letzten Qualifyingabschnitt ohne Zeit. Da er in Q2 besser platziert war als Nico Hülkenberg, startet er vor dem Deutschen von Rang neun.

Freitag: Auf dem Papier scheint alles mal wieder eine klare Sache zu sein. Lewis Hamilton und Nico Rosberg dominierten die beiden Freien Trainings nach Belieben, zeigten sowohl auf eine schnelle Runde als auch auf den Longruns, dass der Weg auch bei der Spielberg-Rückkehr nur über Silber führt. Allerdings war im Red-Bull-Land nicht alles silbern, was glänzte. Nico Rosberg hatte beispielsweise Probleme, seine supersoften Pirelli-Pneus auf Anhieb zum Laufen zu bringen. Wie in Kanada machten Mercedes zudem Kühlungs-Probleme zu schaffen: "Die Geraden sind hier so kurz, dass die Systeme nicht richtig heruntergekühlt werden", erklärt Mercedes Motorsportchef Toto Wolff. Da die Temperaturen im Laufe des Wochenendes noch steigen können, muss Silber schnell eine Lösung finden. "Wir könnten hier sonst Probleme bekommen". Während bei Hamilton vieles glatt zu laufen schien, klagte Rosberg noch ein wenig: "Das Auto springt hier unheimlich, auch in die Bremspunkte hinein. Zudem haben wir Probleme mit Graining an den Reifen. Ich fühle mich noch nicht wohl im Auto." Rosberg testete zudem in FP1 einen neuen Unterboden, der für mehr Funkenschlag und somit optische Attraktivität sorgen soll.

Ferrari

Ferrari schwankt zwischen Verteidigung und Angriff. - Foto: Sutton

Samstag: Fernando Alonso sprach trotz Startplatz vier von gemischten Gefühlen, denn er hatte den Eindruck, dass die Startaufstellung nicht das wahre Kräfteverhältnis widerspiegelt. Dennoch machte er die Updates, die seit dem Kanada GP ans Auto kamen, als Schritte in die richtige Richtung aus. Im Rennen wird seiner Ansicht nach Verteidigung genauso wichtig sein wie Angriff. Kimi Räikkönen war nach Startplatz acht enttäuscht, da er keine saubere Runde zustande brachte. Zudem hat er nach wie vor damit zu kämpfen, die Reifen auf Temperatur zu bringen.

Freitag: Klare Geschichte bei der Scuderia: In beiden Freien Trainings glänzte Fernando Alonso mit Platz drei als 'best of the rest', während Kimi Räikkönen in beiden Sessions den Sprung unter die ersten Zehn verpasste. Der Finne hatte zumindest für seine mäßigen Rundenzeiten am Nachmittag eine Erklärung: "Aus verschiedenen Gründen habe ich keine gute Runde zusammengebracht: zu wenig Grip, zu viel Verkehr und starker Wind. Ich konnte mich vor allem im letzten Sektor nicht verbessern. Dabei habe ich am Nachmittag vom Auto eigentlich eine bessere Rückmeldung bekommen." Teamkollege Alonso zeigte sich angesichts seiner starken Leistung sowie 0,5 Sekunden Vorsprung auf den Iceman zwar zufrieden, relativierte den Vorsprung jedoch: "Kimi und ich waren auf unterschiedlichen Programmen unterwegs. Jetzt müssen wir die Daten zusammenfügen und uns entscheiden, welche der heute getesteten Elemente wir verwenden." Für das Rennen wagt der Spanier trotz starker Form allerdings noch keine Prognosen. Auf Hamilton fehlte ihm gut eine Sekunde.

Williams

Felipe Massa meldete sich nach dem schweren Unfall in Kanada stark zurück. - Foto: Sutton

Samstag: Was für ein Tag für Williams! Die erste Doppel-Pole seit elf Jahren, Felipe Massas letzte Pole lag bereits mehr als 2.000 Tage zurück. Erstmals startet er mit seinem neuen Team Williams von der Pole Position. Valtteri Bottas musste mit Rang zwei Vorlieb nehmen, nachdem er sich auf seiner letzten schnellen Runde einen Fehler leistete. Im Rennen wird für das Team die Defensive im Zentrum stehen, denn hinter ihnen lauern Mercedes, Ferrari und Red Bull. Der letzte Doppelsieg von Williams wird am Sonntag genau 4.004 Tage her sein. Es winkt also ein Eintrag in die Geschichtsbücher.

Freitag: Positiver Tag für Mercedes-Kunde Williams. Mit unter einer Sekunde Rückstand auf die Bestzeit von Lewis Hamilton belegten Valtteri Bottas und Felipe Massa die Ränge vier und fünf. Letzterer war mit der Performance des FW36 dann auch hochzufrieden. "Die Balance des Autos war gut und das Verhalten positiv, also werden wir mitkämpfen". Zwar sagt Williams Ferrari und Alonso den Kampf an, ist sich der Konkurrenz im Rücken jedoch ebenso bewusst. Vor allem Bottas fordert im Bereich des Setups deshalb noch deutliche Verbesserungen: "Es gibt hier viele verschiedene Kurventypen und wir können nach wie vor nicht alle zufriedenstellend nehmen. Das Qualifying wird sehr eng sein und es kommt darauf an, wer die Runde am besten zusammenbekommt. Wir müssen sicherstellen, dass wir auf diesem für uns quasi komplett neuen Kurs am schnellsten Steigerungen erzielen."

Red Bull

Sebastian Vettel musste in Q3 zuschauen. - Foto: Sutton

Samstag: "Wir waren nicht schnell genug", musste Sebastian Vettel feststellen, nachdem er bereits in Q2 ausschied und nur von Rang 12 ins Heimrennen seines Teams geht. Außerdem beobachtete er, dass Teamkollege Daniel Ricciardo, der sich als Fünfter qualifizierte, in den Kurven zwei und fünf schneller ist als er. Der Australier räumte allerdings ein, dass er alles aus dem Auto herausquetschen musste, um es überhaupt unter die besten Fünf zu schaffen. Die Rennpace schätzt das Team stärker ein und hofft, von höheren Temperaturen profitieren zu können.

Freitag: Der Auftakt ins Heimspiel verlief für Red Bull alles andere als vielversprechend. Nach den Plätzen 13 und 16 für Daniel Ricciardo und Sebastian Vettel im ersten Freien Training, steigerten sich der Deutsche sowie der Kanada-Sieger in der zweiten Session immerhin auf die Plätze sechs und acht. Mit 1,2 respektive 1,4 Sekunden Rückstand auf Mercedes dürfte die Prognose für das Wochenende allerdings eher düster ausfallen. Für Action sorgte Red Bull allerdings allemal: Sebastian Vettel drehte sich in FP1 doppelt auf der Strecke, entging nur knapp einem Einschlag. "Das Gras war noch etwas feucht. Als ich mich drehte, versuchte ich alles Mögliche, um nicht in die Mauer zu knallen. Das hat funktioniert", kommentierte der Vierfach-Weltmeister lapidar. Teamkollege Ricciardo ereilte das gleiche Schicksal, weswegen beide Boliden aufgrund der Abflüge zwischen den beiden Trainings ihre beschädigten Unterböden wechseln mussten.

McLaren

Kevin Magnussen fuhr die seit langem beste Startposition dieser Saison für McLaren heraus. - Foto: Sutton

Samstag: McLaren überschrieb seine Pressemitteilung nach dem Qualifying in Spielberg mit den Worten: "Rom wurde nicht an einem Tag erbaut - Woking könnte etwas länger brauchen - aber wir werden es schaffen". Das Team feierte einen kleinen, aber messbaren Unterschied in der Leistung des MP4-29. Kevin Magnussen qualifizierte sich wie letztmals Jenson Button in Bahrain auf Platz sechs. Button ging mit einem Handicap ins Qualifying, nachdem er im dritten Freien Training aufgrund eines Bremsproblems kaum zum Fahren kam. Zudem kam er in Q2 in Verkehr. Aufgrund der Strafe gegen Sergio Perez rückt er jedoch immerhin auf Rang elf nach vorne.

Freitag: McLarens Ambitionen bekamen im Training am Freitag auf dem Red Bull Ring einen kleinen Dämpfer. Anstatt Ferrari und Williams fordern zu können, landeten Jenson Button und Kevin Magnussen hinter Fernando Alonso, Felipe Massa und Valtteri Bottas lediglich auf den Rängen sieben und neun. Mit 1,3 respektive 1,4 Sekunden wiesen beide bereits einen beträchtlichen Rückstand auf Lewis Hamilton auf. "Im Moment sieht es nicht so aus, als könnten wir Ferrari fordern. Sie sind sehr schnell auf eine Runde und auch in den Longruns", lautete Buttons Fazit nach dem zweiten Training. Updates, die das Team für das Rennen an die Strecke brachte, verbesserten zwar das Handling der Boliden, brachten jedoch noch keine Leistungssteigerung. Auch die Reifen bereiteten wieder Sorgen: "Wir haben noch Probleme auf den Supersofts mit Graining an den Hinterreifen, der Vorderreifen arbeitet aber auf kurzen und langen Runs gut", erklärte Button.

Toro Rosso

Daniil Kvyat fuhr seine bislang beste Startposition heraus. - Foto: Sutton

Samstag: Daniil Kvyat sicherte sich mit Platz sieben seine bislang beste Startposition. Dennoch konnte er nicht das volle Potential des umfassend upgedateten Autos nutzen, da er von den gelben Flaggen wegen des Ausrutschers von Lewis Hamilton betroffen war. Laut Technikdirektor James Key verlor er drei bis vier Zehntel, womit er noch deutlich weiter vorne hätte landen können. Dennoch herrschte keine Unzufriedenheit über Platz sieben, ebenso wenig wie über Startplatz 14 für Jean-Eric Vergne, da die Longrun-Pace am Freitag vielversprechend aussah.

Freitag: Die kleine Red-Bull-Schwester Toro Rosso zeigte sich angesichts der Plätze zehn und zwölf für Jean-Eric Vergne und Daniil Kvyat zwar nicht übermäßig begeistert, war mit der Arbeit des Tages dennoch nicht unzufrieden. "Wir haben viele neue Teile und Updates hier nach Österreich gebracht, wodurch wir heute erst einmal viel testen und verstehen mussten. Die Situation sieht aber wirklich gut aus. Ich denke, es war ein positiver Freitag und ich bin zufrieden mit dem Auto", meint Jean-Eric Vergne nach dem ersten Kontakt mit dem neuen Arbeitsgerät. Kvyat haderte ein wenig mit der Geschwindigkeit seines Boliden.

Force India

Sergio Perez konnte ein paar Reifensätze sparen. - Foto: Sutton

Samstag: Nico Hülkenberg baute seinen Speed im Qualifying bis Q3 auf, blieb dann aber unbelohnt. Da er auf seiner schnellen Runde in Q3 zu weit rauskam, wurde seine Zeit aberkannt. Er startet nun von Platz zehn. Auch wenn er einige Positionen einbüßte, sah er sich in einer guten Ausgangslage für eine Punktefahrt, da das Auto im Rennen zuletzt sehr stark war. Sergio Perez startet nach seiner Rückversetzung um fünf Positionen von Rang 16. Da er im Qualifying Reifen sparen konnte, erhofft er sich für das Rennen einen strategischen Vorteil.

Freitag: Enttäuschender Tag für Force India. Mit den Plätzen 13 und 17 lagen sowohl Sergio Perez als auch Nico Hülkenberg mit 1,7 respektive 2,3 Sekunden Rückstand meilenweit hinter den Erwartungen zurück. Dabei hatte der Deutsche mit Rang sieben am Vormittag noch ordentlich abgeschnitten. "Wir wissen nicht, was uns ausgebremst hat. Wir hatten mit beiden Reifenmischungen Probleme und ich fühlte mich im Auto nicht mehr so wohl", räumte er kurz nach Trainingsende ein. "Im 2. Training kam viel Wind auf. Das war ähnlich wie in Bahrain, als wir auch Probleme damit hatten. Vielleicht liegt es daran, das müssen wir jetzt analysieren", verriet Hülkenberg. Sergio Perez hatte neben seinen mäßigen Trainingszeiten noch eine weitere 'Niederlage' zu beklagen. Die Stewards wiesen nach erneuter Anhörung seinen Einspruch gegen die Rückversetzung um fünf Plätze nach dem Montreal-Crash mit Felipe Massa ab.

Sauber

Sauber erlebte im Qualifying ein Debakel. - Foto: Sutton

Samstag: Die Sauber-Piloten taten sich mit einem sehr unruhigen Auto vor allem in Kurve acht schwer, was das Team umso härter traf, als die Rennleitung ein Überfahren der Streckenbegrenzung mit allen vier Rädern mit einer Aberkennung der Zeit ahndete. Adrian Sutil meinte, dass das Auto im Qualifying noch am besten gelegen habe. Mehr als Platz 17 war dennoch nicht drin. Harte Zeiten für Sauber, die vor allem im dritten Sektor zu kämpfen haben.

Freitag: Schwieriger Auftakt für Sauber ins Österreich Wochenende. Mit den Tagesrängen 14 und 16 landeten Esteban Gutierrez und Adrian Sutil mehr oder weniger erwartungsgemäß im hinteren Mittelfeld. Vor allem Sutil war dabei ein wenig der Pechvogel des Tages. Im ersten Freien Training limitierte ihn ein defekter Schlauch seiner Power Unit auf lediglich neun Runden und den 19. Rang. "Der Schlauch an Adrians Auto musste gewechselt werden, was uns ziemlich viel Zeit gekostet hat. Der Nachmittag verlief hingegen nach Plan. Aufgrund der verlorenen Zeit am Vormittag mussten wir Adrians Programm ein wenig anpassen, um ihm mehr Zeit für die Abstimmungsarbeit zu geben", verriet Chefingenieur Giampaolo Dall'Ara. Mit 42 Runden und der zeitlichen Steigerung zeigte sich der Deutsche am Nachmittag allerdings zufrieden.

Lotus

Lotus setzt seine Hoffnungen auf die Renn-Pace. - Foto: Sutton

Samstag: Pastor Maldonado und Romain Grosjean profitieren von der Strafe gegen Sergio Perez und rücken jeweils eine Position nach vorne. Damit starten sie von den Rängen 13 und 15. Die Top-10 waren außer Reichweite, nachdem Lotus auf dem Red Bull Ring bei wenig Benzin im Tank mit der Pace zu kämpfen hatte und zudem nur schwer die Reifen auf Temperatur brachte. Zuversichtlich stimmt die Pace bei vollem Tank, die das Team am Freitag im Training sah. Aufgrund des mangelnden Top-Speeds des Lotus wird es dennoch nicht einfach, nach vorne zu kommen. Die Hoffnungen ruhen daher auf der Strategie. Oder aber einer Abkürzung, wie Grosjean scherzte.

Freitag: Die Seuchensaison für Lotus ging mit den Plätzen 15 und 19 für Pastor Maldonado und Romain Grosjean in die nächste Runde. Mit 2,3 respektive 2,7 Sekunden Rückstand auf die Spitze setzte es für beide auf der extrem kurzen Strecke dabei eine schallende Ohrfeige. Als großes Problem erwiesen sich dabei die Reifen, die beide Piloten zu keinem Zeitpunkt ins optimale Arbeitsfenster bekamen. "Das Auto ist knifflig zu fahren und es gibt einige Kurven, in denen es sich nicht richtig handeln lässt", analysierte Grosjean geknickt. Mehrmals beschwerte er sich am Funk über mangelnden Grip. Trotz zahlreicher Schwierigkeiten gibt es einen Hoffnungsschimmer für Grosjean: Die Longrun-Pace. "Mit viel Sprit sah die Pace recht gut aus - wir waren beinahe so schnell wie Red Bull". Teamkollege Maldonado litt am Nachmittag einmal mehr an einem Problem mit der Renault-Power-Unit, was sein Trainingsprogramm deutlich dezimierte.

Marussia

Marussia wähnt sich immer näher an Sauber. - Foto: Sutton

Samstag: Für Marussia gab es nach dem Qualifying in Spielberg Grund zum Jubeln, denn der Abstand auf Sauber betrug weniger als eine Zehntel, womit ein Einzug in Q2 aus eigener Kraft näher rückt. Jules Bianchi sprach von keiner perfekten Runde und deutete damit noch Potential an. Auf seinem ersten Run fiel der Teamfunk aus, womit er praktisch blind fahren musste. Max Chilton hatte sich als 21. qualifiziert, nachdem er hinter Marcus Ericsson festhing, und muss das Rennen als Letzter angehen, da er nach der Kollision mit seinem Teamkollegen in Kanada zurückversetzt wird.

Freitag: Mit den Tagesrängen 18 und 20 verlief die Spielberg-Premiere für Marussia erwartungsgemäß. Sowohl Max Chilton als auch Jules Bianchi drehten eine große Anzahl an Runden ohne größere Probleme, lagen zudem deutlich vor der Konkurrenz von Caterham. Chilton schaffte es sogar, den Lotus von Grosjean hinter sich zu lassen. Entsprechend erfreut zeigte sich der Engländer, der aufgrund seiner Kollision mit dem Teamkollegen in Kanada um drei Plätze beim Start zurückversetzt wird. "Es war ein guter Tag für uns, dafür dass wir noch nie hier gefahren sind. Wir wollen uns aber noch steigern und die Sauber angreifen." Nach einem Problem mit dem Teamradio verpasste Bianchi zwar einige Runden, jedoch brachte dies keine große Einbußen für Fahrer und Team.

Caterham

Caterham schlug in Spielberg einen anderen Weg ein. - Foto: Sutton

Samstag: Caterham ging in Spielberg einen anderen Weg, was das Setup angeht, und verzeichnete dadurch Verbesserungen. Kamui Kobayashi meinte, er habe im Qualifying eine seiner besten Runden gedreht. Marcus Ericsson berichtete von mehr Traktion und einer besseren Balance, was das Auto leichter zu fahren machte. Er klagte nach dem Qualifying allerdings über viel Verkehr, weshalb er keine saubere Runde zustande brachte.

Freitag: Der 'grauen Maus' der Formel 1 Caterham steht erneut ein hartes Wochenende ins Haus. Mit 3,4 und 4 Sekunden Rückstand landeten Kamui Kobayashi und Marcus Ericsson abgeschlagen auf den letzten beiden Plätzen. Zudem musste Ericsson seinen Caterham im ersten Freien Training bereits nach acht Runden mit einem Elektrik-Problem abstellen. "Ich fuhr durch Kurve eins und das Auto ging quasi von alleine aus. Ich konnte nichts machen. Das Problem rührte von ERS-H, wie wir später herausfanden." Kobayashi vermied durch ein vorzeitiges Ende in FP2 möglicherweise ebenfalls ein unsanftes Ausscheiden. "Ich habe gespürt, dass das Auto beim Bremsen immer stark nach rechts zieht, jedoch haben wir noch keine Ursache dafür gefunden. Ich habe dann einfach 15 Minuten vor Ende aufgehört, damit nichts passiert."


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