Formel 1 - Williams und der Blick in die Erfolgs-Statistik

Die Statistik spricht für Williams-Sieg

Williams steht nach nach 770 Tagen zum ersten Mal wieder auf Startplatz eins. Motorsport-Magazin.com erinnert an die größten Erfolge des Teams.
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Motorsport-Magazin.com - Es ist vollbracht: Williams steht auf der Pole Position in Österreich. Felipe Massa erkämpfte für die Mannschaft aus Grove den Platz an der Sonne. Valtteri Bottas machte mit Platz zwei die komplette erste Startreihe für Williams perfekt. Ein Grund für Motorsport-Magazin.com, einen Blick in die Geschichtsbücher zu werfen und den Blick in die Vergangenheit zu wagen.

Die letzte Pole Position: Williams stand von 1979 bis heute insgesamt 102 Mal auf der Pole Position. Die Mannschaft holte bei 618 Starts 114 Siege und 132 schnellste Runden. Um zur letzten Pole Position zurückzukehren, geht es allerdings nur ins Jahr 2012. Damals war es Pastor Maldonado, der in Barcelona für Williams auf der ersten Startposition stand. Im Gegensatz zu Spielberg 2014 setzte der Venezolaner aber nicht die schnellste Zeit im Qualifying. Diese gelang Lewis Hamilton im McLaren, der allerdings nachträglich disqualifiziert wurde, weil er nicht genügend Sprit im Tank hatte, um den Weg zurück an die Box zu schaffen.

Pastor Maldonado holte für Williams den letzten Sieg und die - bis Spielberg 2014 - letzte Pole - Foto: Sutton

Der letzte Sieg: Maldonado sorgte vor genau 769 Tagen in Barcelona für den letzten Williams-Sieg in der Formel 1. Leicht wurde es dem Venezolaner 2012 aber nicht gemacht, denn Fernando Alonso im Ferrari machte Jagd auf den Williams. Insgesamt lag Maldonado 37 Runden in Führung - Alonso 27. Das glücklichere Ende hatte aber der Williams-Pilot auf seiner Seite, der letztlich mit 3,195 Sekunden Vorsprung seinen ersten Formel-1-Sieg holte.

Die letzte komplette erste Startreihe: Diese liegt bereits elf Jahre zurück. Auf dem Hockenheimring 2003 holte Juan Pablo Montoya die Bestzeit im Qualifying. Teamkollege Ralf Schumacher komplettierte die erste Startreihe. Nur einen Tag später deklassierte Montoya beinahe das gesamte Feld. Bei extrem heißen Temperaturen fuhr der Kolumbianer zum überlegenen Sieg und hatte 1:05.459 Minuten Vorsprung vor seinem ersten Verfolger David Coulthard - nach Platz vier wurden alle Piloten überrundet. Zum Doppelsieg reichte es in Hockenheim allerdings nicht, denn Ralf Schumacher wurde in eine Startkollision verwickelt und schied aus.

Beim Frankreich GP 2003 holte Williams den letzten Doppelsieg - Foto: Sutton

Letzter Doppelsieg: Es ist genau 4003 Tage her, dass Williams zuletzt in einem Rennen die maximale Punkteausbeute einfuhr. 2003 siegte Ralf Schumacher vor Juan Pablo Montoya beim Großen Preis von Frankreich in Magny Cours. Für Schumacher war es ein Start/Ziel-Sieg, denn die beiden Williams-Piloten waren genau in dieser Reihenfolge auch ins Rennen gestartet.

Die erste Pole Position: Zum ersten Mal stand ein Williams 1979 in der Startaufstellung ganz vorne. Alan Jones sicherte sich im Williams-Ford die schnellste Zeit im Qualifying zum Großen Preis von Silverstone. Zunächst sah alles nach dem ersten Sieg der Truppe aus Grove durch Jones aus, doch nach 38 Runden in Führung versagte die Wasserpumpe am Williams des Australiers und er schied aus. Dramatisch für Jones, für Williams dennoch der erste Sieg der Formel-1-Geschichte. Clay Regazzoni erbte Platz eins von Jones und fuhr den Sieg mit 24,2 Sekunden Vorsprung sicher vor René Arnoux nach Hause.

Der erste Doppelsieg: Nur ein Rennwochenende später folgte das nächste Ausrufezeichen: Williams holte sich Platz eins und zwei beim Großen Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring. Diesmal war es Alan Jones, der das Rennen über die kompletten 45 Runden anführte und schließlich mit 2,91 Sekunden Vorsprung vor Clay Regazzoni siegte.

Beim Großen Preis von Deutschland 1979 gelang der erste Doppelsieg - Foto: Sutton

Erste komplette Startreihe eins: Bis zur ersten kompletten Startreihe eins für Williams vergingen allerdings noch knappe zwei Jahre. 1981 holte Carlos Reutemann die Bestzeit im Qualifying in Las Vegas und Alan Jones machte mit Platz zwei die erste Startreihe komplett Das Rennen gewann schließlich Jones, Reutemann wurde mit einer Runde Rückstand Achter.

Kommt der nächste Eintrag in die Geschichtsbücher?

Die statistischen Chancen für Williams in Österreich: Die Wahrscheinlichkeit, dass Massa am Sonntag das Rennen von der Pole Position gewinnt, liegt bei 28 Prozent. In den letzten 25 Rennen in Österreich schafften sieben Pole Setter später den Sprung auf das oberste Treppchen. Bottas' Chancen stehen aber ähnlich gut, denn insgesamt holten sechs Piloten den Sieg, die in Österreich von Startplatz zwei aus ins Rennen gingen. Damit beträgt die Wahrscheinlichkeit 52 Prozent, dass einer der beiden Williams aus der ersten Startreihe am Sonntag auch das Rennen auf dem Red Bull Ring gewinnt - rein theoretisch.


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