Formel 1 - Vorschau: Österreich GP

Klare Bergluft, kalte Temperaturen am Morgen

Alles neu... macht der Red Bull Ring und bietet damit zum Auftakt der Europa-Saison einen tollen Spannungsbogen.
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Motorsport-Magazin.com - Nach elf Jahren Pause feiert der Österreich GP sein Comeback im Kalender der Formel 1 und sorgt für eine spannende Ausgangslage. Denn alle Teams fangen bei null an, auch wenn sie in der Vergangenheit auf dem ehemaligen A1- beziehungsweise Österreichring fuhren. Die Daten aus dieser Zeit sind nämlich nicht mehr brauchbar.

Die Tatsache, dass ich dort schon gefahren bin, hilft mir nur wenig.
Felipe Massa

Auch für die meisten Fahrer ist der Kurs zumindest mit einem Formel-1-Auto Neuland. Nur Felipe Massa, Kimi Räikkönen, Jenson Button und Fernando Alonso kennen den Kurs in der Steiermark bereits aus der Vergangenheit. "Die Tatsache, dass ich dort schon gefahren bin, hilft mir nur wenig. Seit dem letzten Mal vor elf Jahren hat sich das Layout leicht verändert, aber vor allem haben sich die Autos verändert", betonte Massa.

"Ich kann mich von den vorherigen Besuchen an die klare Bergluft, die kalten Temperaturen am Morgen, wenn die Sonne noch nicht auf das Paddock schien, und die schnellen, fließenden Kurven erinnern, die zum Großteil noch existieren und die den Kurs vom Cockpit aus so großartig machen", schwelgte Button in Erinnerungen. "Ich kann mich erinnern, dass uns die Rennlinie in Kurve eins weit über die Kerbs und in die asphaltierte Auslaufzone trug - es war verrückt."

Ich kann mich erinnern, dass uns die Rennlinie in Kurve eins weit über die Kerbs und in die asphaltierte Auslaufzone trug - es war verrückt.
Jenson Button

Pirelli hat die Strecke genau in Augenschein genommen, ehe sich der Reifenhersteller für die weiche und die superweiche Reifenmischung entschied. Aufgrund von Simulationen geht Pirelli von einem Zwei-Stopp-Rennen aus. Wie lange die Reifen halten werden und wie schnell sie im Qualifying auf Temperatur gebracht werden können, sind die großen Unbekannten und versprechen damit Spannung.

Ein weiterer Teil des Spannungsbogens ist der Kanada GP, der zeigte, dass Mercedes nicht unverwundbar ist. Für Red Bull kam der Sieg vor dem Heimrennen gerade recht, um mit Stolz geschwellter Brust nach Spielberg zu reisen. Mercedes wird sich jedoch nicht so ohne weiteres die Butter vom Brot nehmen lassen. Und Red Bull muss den Beweis bringen, dass der Sieg keine Eintagsfliege war.

Besser könnte die Ausgangslage für ein spannendes Rennen also kaum sein. Ein faktisch neuer Kurs, Unwägbarkeiten bei den Reifen, die Hackordnung steht zur Debatte... Ein optimaler Auftakt für die Europa-Saison...


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