Formel 1 - Red Bull schreibt Titel nicht ab

Die Saison ist noch lang

Red-Bull-Teamchef Christian Horner hat die Hoffnung auf die Titelverteidigung noch nicht aufgegeben. Abgerechnet wird bekanntlich zum Schluss.
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Motorsport-Magazin.com - Red Bull Racing hat nach Daniel Ricciardos Sieg in Montreal neue Hoffnung geschöpft. Es war der erste Triumph des Weltmeisterteams in diesem Jahr, der allerdings nur durch die technischen Probleme bei Mercedes ermöglicht wurde.

Die Silberpfeile liegen in der Konstrukteurs-Wertung zwar noch immer 119 vor Red Bull und auch bei den Fahrern haben Nico Rosberg und Lewis Hamilton einen stattlichen Polster, doch Teamchef Christian Horner hat die Titelverteidigung dennoch nicht abgeschrieben.

Wir versuchen einfach, das Beste aus jedem Rennen herauszuholen und die Punkte werden dann für sich selbst sprechen
Christian Horner

"Wir haben [in Kanada] 40 Punkte gemacht, 22 mehr als sie", sagte der Brite mit Blick auf Mercedes. "Es ist das erste Mal, dass wir mehr Zähler als sie in diesem Jahr geholt haben, es ist das erst Mal, dass wir einen Mercedes in diesem Jahr geschlagen haben und es ist uns gelungen, einen Sieg zu feiern", rekapitulierte er das überaus erfolgreiche Rennwochenende für seine Mannschaft.

Man sei sich bei Red Bull im Klaren darüber, dass vor dem Team eine enorme Herausforderung liege, so Horner weiter, doch gleichzeitig dauere die Meisterschaft noch lange. Bislang wurden gerade einmal sieben von 19 Saisonrennen absolviert, zudem werden beim letzten Grand Prix des Jahres doppelte Zähler vergeben. "Wir versuchen einfach, das Beste aus jedem Rennen herauszuholen und die Punkte werden dann für sich selbst sprechen", sagte Horner.

Loblied auf Nachwuchsprogramm

Besonders erfreut zeigte sich der Teamchef darüber, dass das Nachwuchsprogramm von Red Bull zusehends Früchte trägt, dem unter anderem Sebastian Vettel und eben Daniel Ricciardo entstammen. "All der Dank gebührt Red Bull und dem Job, den Helmut [Marko] gemacht hat, um diese jungen Fahrer aufzuspüren und ihnen eine Chance zu geben", hielt der Brite fest.

Ricciardo feierte schon früh mit Red Bull Erfolge - Foto: Sutton

Horner weiter: "Daniel war ein junger Kerl, der aus Australien kam und wenige Aussichten auf die weitere Förderung seiner Karriere hatte, hätte es nicht Red Bulls und Dietrichs Mateschitz' Unterstützung durch die Nachwuchsserien und das Junior-Programm bis hin zu Toro Rosso und Red Bull Racing gegeben."

Als das Team im vergangenen Jahr Ricciardo als Nachfolger von Mark Webber präsentierte, gab es nicht wenige kritische Stimmen, doch diese habe man nun eines Besseren belehrt. "Ich denke, er hat all den Zweiflern gezeigt, dass er diesen Job absolut verdient", streute Horner seinem stets fröhlich dreinschauenden Schützling Rosen.


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