Formel 1 - Kanada GP: Die Stimmen nach dem Rennen

Ich bin noch etwas geschockt

In einem turbulenten Kanada GP feierte Daniel Ricciardo seinen ersten Sieg. Motorsport-Magazin.com hat die Reaktionen der Fahrer zusammengetragen.
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Motorsport-Magazin.com - Daniel Ricciardo: Ich bin noch etwas geschockt. Das ist unglaublich! Ich hatte DRS und war in der richtigen Position. Dann bin ich an Nico vorbeigekommen. Es ist ein unglaubliches Gefühl, hier oben zu stehen.

Nico Rosberg: Das war ein riesiger Kampf. Es war wirklich viel los in diesem Rennen. Wir waren so langsam auf den Geraden. Ich habe alle Knöpfe gedrückt, damit es wieder geht, aber es hat nicht funktioniert. Also habe ich es hingenommen. Ich wusste gar nicht, dass ich in Führung lag und war mir auch im Ziel nicht bewusst, dass ich Zweiter war. Ich dachte, ich wäre auf Platz fünf oder sechs. Daher bin ich sehr zufrieden.

Sebastian Vettel: Ich hing erst hinter Hülkenberg fest, dann hinter Perez. Wir waren auf den Geraden einfach nicht schnell genug, da fehlt uns die Leistung. Insgesamt war es ein positiver Tag, der erste Sieg von Renault mit dem neuen Motor. Es liegt aber noch eine Menge Arbeit vor uns, denn die Mercedes sind auf den Geraden deutlich schneller als wir.

Vettel wurde Dritter - Foto: Sutton

Jenson Button: Was für ein fantastisches Rennen. Glückwünsche an Daniel - ich bin ein großer Fan von ihm, er ist ein großartiger Kerl und er hat es offensichtlich drauf. Der erste Sieg ist immer sehr besonders. Wir beschließen dieses Wochenende in der Gewissheit, dass wir insgesamt ein besseres Gefühl für unser Auto haben - es ist ermutigend, dass wir Fortschritte machen.

Nico Hülkenberg: Am Anfang hat uns das Safety-Car nicht geholfen, da die Fahrer auf den superweichen Reifen ihre Stints verlängern konnten. Da ich auf einer anderen Strategie unterwegs war, hatte ich immer Druck von hinten. Das hat Spaß gemacht, war aber auch eine große Herausforderung.

Fernando Alonso: Im Vergleich zum letzten Rennen ist das Auto ein wenig besser geworden, aber die anderen haben einen größeren Schritt gemacht als wir. Wir hatten Glück mit einigen Ausfällen und mit den Plätzen sechs und zehn einige Punkte holen zu können, aber das ist zu wenig für uns.

Valtteri Bottas: Das war nicht wirklich unser Tag. Der Beginn des Rennens war okay, aber Red Bull war etwas stärker als erwartet, daher wollten wir um den vierten Platz kämpfen. Ich fiel nach dem zweiten Boxenstopp in den Verkehr hinter einen Force India zurück. Dadurch überhitzten der Motor und die Bremsen und ich musste alles sparen, um bis ins Ziel zu kommen.

Bottas hatte sich mehr erhofft - Foto: Sutton

Jean-Eric Vergne: Als Erstes möchte ich Daniel zu seinem Sieg gratulieren! Es ist der erste, wird aber sicherlich nicht der letzte bleiben. Er ist ein fantastischer Typ, ein sehr schneller Fahrer und ich habe großen Respekt vor ihm. Gut gemacht, Daniel! Was mich angeht bin ich extrem glücklich, da ich das Gefühl habe, dass ich heute mein Bestes gegeben habe.

Kevin Magnussen: Vor dem Rennen habe ich mir gesagt, dass ich glücklich wäre, wenn ich heute Nachmittag Punkte holen könnte. Es war großartig für das Team, dass wir beide Autos unter die Top-10 gebracht haben. Aber wir wissen, dass noch Arbeit vor uns liegt, um zu den Teams, die in der Meisterschaft vor uns liegen, aufzuschließen.

Kimi Räikkönen: Wir waren nicht schnell genug auf den Geraden und hatten Probleme in den langsamen Kurven. Ich hatte nie eine freie Strecke vor mir und hing immer hinter anderen Autos fest. Ich hatte Probleme mit den Bremsen und die Balance des Autos war nicht sehr konstant.

Sergio Perez: In der letzten Runde habe ich meine Position beim Anbremsen der ersten Kurve verteidigt, als ich plötzlich einen Schlag von hinten bekommen habe. Der Einschlag war heftig, aber ich bin okay.

Felipe Massa: Ich war einer der Schnellsten auf der Strecke, daher haben wir heute viele Punkte verloren. Ich bin froh, dass ich keine körperlichen Probleme habe, aber ich bin ebenso über das, was mit Perez passierte, enttäuscht. Ich denke, wir hätten heute vielleicht sogar um den Sieg kämpfen können.

Massa kam mit dem Schrecken davon - Foto: Sutton

Adrian Sutil: Es war ein langes Rennen mir vielen Ereignissen. Wir konnten uns heute aus allem heraushalten und sind ohne Probleme durchgekommen - vom Start bis zum Ende. Von daher war es eine gute Leistung vom Team, was mich freut. Ich bin auch mit meiner eigenen Performance zufrieden. Herausgekommen ist leider nur ein 13. Platz, das müssen wir derzeit akzeptieren. Aber wir haben alles gegeben.

Esteban Gutierrez: Mit dem zweiten Satz weicher Reifen war das Fahrverhalten des Autos besser, und es machte Spaß zu fahren. Allerdings haben wir dann an Motorleistung verloren, und ich musste das Rennen aufgeben.

Romain Grosjean: Der heutige Tag war in Bezug auf die Pace nicht gut für mich, aber es gibt dennoch Positives zu vermelden. Wir haben gesehen, dass ein Renault Sport F1 Team ein Rennen gewinnen kann, daher haben wir diesbezüglich ein Ziel, zumal der Sieg auf einem Kurs kam, der nicht als einer ihrer stärkeren galt.

Daniil Kvyat: Es war das enttäuschende Ende eines schwierigen Wochenendes hier in Kanada. Auch wenn das gestrige Qualifying für mich nicht gut lief, hoffte ich, dass ich im heutigen Rennen nach Höherem greifen kann. Ich musste auf der Strecke stehen bleiben, als mein Vortrieb plötzlich weg war.

Lewis Hamilton: Ich bin ihm die ganze Zeit auf den Fersen gewesen und wenn man einem anderen Fahrzeug so dicht folgt, dann wird das Auto heißer. Er hatte die ganze Zeit freie Fahrt und optimale Kühlung. Als ich nach dem Boxenstopp vor ihm lag, war bereits alles gar gekocht. Ich habe ihn beim Stopp kassiert und dachte mir: 'Endlich, wow, was für ein Gefühl!'. Aber noch in derselben Runde hat es die Bremse dahingerafft.

Hamilton musste aufgeben - Foto: Sutton

Kamui Kobayashi: Das Reifenmanagement während der Safety-Car-Phase war ziemlich gut, aber ein paar Runden, nachdem es reingekommen war, bemerkte ich ein Problem mit dem Heck, als ich aus Kurve zwei fuhr und musste das Auto abstellen. Als ich ausgestiegen war, habe ich es mir angeschaut und ich konnte sehen, dass es ein Problem mit der hinteren Aufhängung war.

Pastor Maldonado: Wir hatten ein ähnliches Problem wie gestern, als wir viel Leistung verloren haben. Es ist schade, da das Rennen sehr gut lief und wir eine hervorragende Pace hatten. Um ehrlich zu sein, war ich vom Auto ziemlich überrascht. Die Strategie war gut, da wir auf einen Stopp gesetzt hatten, während alle anderen Autos zwei Stopps planten. Daher sahen wir heute sehr stark aus.

Marcus Ericsson: Schon mit dem Beginn der Formationsrunde habe ich bemerkt, dass die Power Unit in keinem Gang richtig zog und das hat sich unter dem Safety Car fortgesetzt. Das Team hat versucht, es zu beheben, aber wir konnten nichts tun und als das Safety Car reinkam, haben sie mir gesagt, dass ich aufgeben soll und das war das Ende des Rennens.

Max Chilton: Es ist ein enttäuschendes Ende eines wirklich vielversprechenden Wochenendes. Der Vorfall zwischen mir und Jules beendete natürlich nicht nur unsere Rennen, sondern auch das des Teams. Es ist traurig für die Jungs, nachdem wir so viele Fortschritte gemacht hatten.

Jules Bianchi: Max und ich fuhren in den Kurven zwei und drei gegeneinander. Ich habe Kurve drei angebremst, als ich einen Einschlag spürte. Ich schlug in die Mauer ein und mein Auto war total kaputt. Mir tut es für das ganze Team leid, denn wir hatten wieder ein starkes Wochenende und das Rennen hielt viel für uns bereit - sowohl was das Auto angeht als auch dahingehend, wie sich das Rennen heute am Ende entwickelt hat.


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